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Andrea Kutsch   
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Das_Cowgirl
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BeitragVerfasst am: 23.10.2006, 22:34    Titel: Andrea Kutsch   Antworten mit Zitat

Hallo
Andrea Kutsch, die Schülerin von Monty Roberts, hat am Samstag in Erfurt ihr Buch "Die Pferdeflüsterin erzählt" vorgestellt und ein Kumpel hat mich da mit hin geschleift. Letzte Nacht habe ich dann ihr Buch gelesen und will gern mit Euch in Gedankenaustausch gehen!

In der Buchlesung habe ich eine hübsche, humorvolle, sympatische Frau erlebt, die es verstand, das Publikum zu begeistern. Auch das Buch war keinen Moment langweilig (sonst hätte ich nicht die halbe Nacht ...)

Ihre Kernaussage, dass eines Tages die Peitsche NICHT mehr zu den meistverkauften Pferdesportartikeln gehören sollte, und dass Gewalt nie eine Lösung ist, fand ich prima. Hoho

Auch gab es sonst so viele Parallelen zum Raiten, z. B. Ableiten der Kommunikation mit dem Pferd aus seiner Natur heraus, dem Pferd eine Führungsperson werden, Angst nehmen, Vertrauen aufbauen, Belohnen...

Wobei sie sagt, Belohnen durch Futter wäre Käse und erziehe Beißer. Aber wir alle hier haben sicher schon das Gegenteil erlebt.
Außerdem widerspricht sie sich meiner Meinung nach, denn im Buch beschreibt sie eine Studie, wo Pferde aus einem Labyrinth heausfinden sollen. Die einen mittels Strafe durch Elektroschocks, die anderen Mittels Belohnung durch Futter. Die zweite Gruppe lernte viel schneller den richtigen Weg.... Glücklich

Mir persönlich fehlten mitunter konkrete umsetzbare Tipps. Ein Kind fragte in der Lesung zum Beispiel, was es machen kann, wenn es sieht, wie jemand ein Pferd schlecht behandelt. Die Antwort war sinngemäß: hinnehmen und warten bis ihre ersten Studenten fertig seien (Andrea Kutsch hat eine Akademie gegründet, wo man Pferdekommunikationswissenschaft studieren kann).

Häää? Verwirrt

Einen weiteren Aspekt krieg ich nicht so auf die Reihe. Sie möchte die Welt für Pferde verbessern. Dabei nimmt sie sich auch z.B. Zweijähriger an, die auf der Rennbahn laufen.

Mich würde Eure Meinung interessieren zu folgendem
Zitat aus dem Buch: "Was willst du wirklich?, fragte ich mich. Willst du gegen den Sport, das Reiten an sich, den Besitz von Pferden ankämpfen, gegen alles, was Pferde unterwirft und beeinträchtigt? Oder kannst du verantworten, dass wir zweijährige Babys reiten, sie in Startmaschinen zwingen, in Transporter und hinter Zäune sperren und sie in Gefangenschaft halten? Stehst Du dazu? Oder willst du dagegen kämpfen? Aber was ist die Alternative für die Pferde? Meine Gedanken überschlugen sich.
In jener Nacht habe ich mich gegen den Kampf entschieden. Ich will nicht allem den Rücken kehren und nicht alles verurteilen, was Menschen mit Pferden machen."

Wie gesagt, eine fesselnde Persönlichkeit mit tollen Ansichten, aber irgendwie drängt sich mir der Gedanke auf, sie will sich "lieb Kind machen" bei allen Sparten der Reiterei...

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Rebecca



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BeitragVerfasst am: 23.10.2006, 22:51    Titel:   Antworten mit Zitat

gibt es jetzt nicht auch so ne Art "Studiengang" von Andrea Kutsch?
Ich meine das hätte ich jetzt bei "Hund Katze Maus" auf Vox mitbekommen.
Aber kann auch sein das ich mich irre?!

_________________
Liebe Grüße an euch
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Das_Cowgirl
Rai-Reitlehrerin


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BeitragVerfasst am: 23.10.2006, 23:08    Titel:   Antworten mit Zitat

ja, es gibt soweit ich weiß in Brandenburg in Bad Saarow eine Andrea Kutsch Akademie. Eine private Fachhochschule, wo man in 6 Semestern Pferdekommunikationswissenschaft studieren kann.
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Antonia



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BeitragVerfasst am: 24.10.2006, 16:04    Titel:   Antworten mit Zitat

Aaaaaalso, da will ich auch mal meinen Senf zum Thema Roberts&Kutsch abgeben:

Ich habe mich vor langer, langer Zeit mal mit Monty Roberts beschäftigt und auch alle
seine Bücher gelesen. Andrea Kutsch habe ich auch mal live arbeiten sehen, ansonsten habe ich aber keines ihrer Bücher gelesen, wobei ich glaube, da sie ja Monty-Schülerin ist, dass es da wohl auch keine großartigen, grundlegenden Unterschiede in ihren Auffassungen gibt.
Ich bin von Monty Roberts abgekommen, weil ich u.a. gegen das Einsetzen von Pferden im leistungssport bin und das gefühl habe, auch bei Monty Roberts Arbeit geht es doch in allerester Linie um ganz viel Geld (Wenn man sich nur anschaut mit wievielen Pferden er im Rennsport schon alles gearbeitet hat).
Zudem bin ich inzwischen überzeugter Gebisslos-Reiter und leider gehört auch bei Monty
Roberts das gebiss zum normalen Ausbildungs-u.Arbeitsmittel.
Habe zudem schon einge Fotos gesehen (z.B. in Roberts Buch: Shy Boy)
auf denen Monty Roberts immer in voller Westernausrüstung mit scharfem Hebelgebiss und Sporen auf einem Pferd sitzt Teufel
(Das wiederum steht für mich auch im Widerspruch zu den Äußerungen Roberts von wegen: Keine Schmerzen und gewalt einsezten bei der Ausbildung von pferden! Grübeln )

Auch auf seinen Tourneen auf denen ich ihn auch schon 2 mal live gesehen habe, wird irgendwie immer das gleiche gezeigt (Join-up, Verlade-Training, Gewöhnung an ersten Sattel ...). Da werden keine präzisen übungen vorgestellt, die z.B. beim Reiten von Korrektur-bzw. Problempferden hilfreich sein könnten
(abgesehen vom join-up, das ja auch umstritten und meiner Meinung nicht notwendig ist) und zum anderen finde ich auch die Gewöhnung eines rohen Pferdes an sein erstes Sattelzeug und Reiter ziemlich grob.
Da wird dem Pferd ein Sattel aufgelegt und dann wird das pferd solange im Kreis gescheucht, bis es aufhört zu buckeln, diesselbe Prozedur dann mit Reiter usw...
Eine viel zu stressige methode, wie ich finde,für das pferd wie für den Trainer!
Wie einfach und ruhig könnte man da doch mit Belohnungston die gleiche, wenn nicht bessere Wirkung erzielen und alles ohne psychischen Druck und Stress, auf der basis der Belohnung!
Also es gibt einfach so viele Dinge mit denen ich mich da nicht anfreunden kann, weil es einfach meiner Einstellung Pferden gegenüber widerspricht.

Trotz allem hat Monty Roberts die Menschen zum Umdenken oder zumindest zum Hinterfragen vieler herkömmlichen, gewalttätigen Methoden
gebracht Hoho
Auch ich bin erst durch diesen Pferdflüsterer-Boom und nach vielen Join ups Zwinkern etc. zum Rai-Reiten gekommen, denn ich war einfach auf der Suche nach Alternativen und zu dieser Suche hat Monty Roberts sicherlich einiges dazu beigetragen.
Zudem ist sicher auch nicht alles verkehrt, was er lehrt und ich habe auch schon einige gute Ratschläge und Tipps in seinem Buch:
Die Sprache der Pferde (auf jeden Fall zu empfehlen!) gelesen, die auch mit dem Rai-Reiten zu vereinbaren sind bzw. sogar dem entsprechen Lächeln.

@cowgirl: zu dem Zitat aus dem Buch:
Also ich habe mich für den Weg entschieden allem, wo der sportliche Ehrgeiz des Menschen im Vordergrund steht und wo Pferde mit unfairen Mitteln zu Leistung gezwungen werden "den Rücken zu kehren"! Dazu gehört meiner Meinung nach fast alles wo man versucht mit Pferden richtig viel geld zu verdienen, weil da immer das Tier auf der Strecke bleibt
( auch der Spring- und Rennsport, den Frau Kutsch unterstützt,
da er überhaupt nicht dem natürlichen Verhalten eines Pferdes entspricht!)
Zudem muss man sich mal einen Alltag eines Tunierpferdes (egal welche Sparte) ansehen und sich fragen: Darf hier ein Pferd überhaupt noch Pferd sein?!

Im übrigen kommt demnächst wieder ein Doku-Film, in dem wohl auch Andrea Kutsch zu sehen ist
(Hier im Forum unter: Termine).

Grüßle,
Antonia

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"Gewalt ist die letzte Zuflucht der Inkompetenten" (Isaac Asimov)
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Caprivi
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BeitragVerfasst am: 24.10.2006, 20:09    Titel:   Antworten mit Zitat

Ich kann Antonias Ausführungen nur bestätigen.
Das Buch "Die Sprache der Pferde" hat auch mir Hilfen gegeben, beinhaltet aber auch viele abstoßende Elemente, sowohl bei der Ausrüstung als auch bei den Methoden.

Nach einer Diskussion in einem anderen Forum, habe ich an einem Kennenlernseminar von Andrea Kutsch in Alvesloh teilgenommen.

Zitat:
Ich bin mit der Erwartung nach Alvesloh gefahren, auch etwas handfestes mit zu nehmen.

Nun, es sollte ein Informationsnachmittag sein, in dem Andrea Kutsch (AK) allgemein über ihre Motivation und ihrem Zugang zu MR informiert und das System beschreibt. Es war aus ihrer Einleitung, die viele wie Irina wegen eines Staus nicht mit bakamen, klar, das sie auf Details nicht eingeht und auch auf keine Fragen zu Problemen eingeht, da dies den zeitlichen Rahmen sprengen würde und, wie ich auch richtig finde, gar nicht sachgerecht möglich sind, da sie das Tier gar nicht selber in der Situation sieht und andere diese fiktiven Lösungen nicht wirklich verwerten können.

Insgesamt machte AK einen sehr engagierten, kompetenten Eindruck. Sie ging auch recht sachlich auf dir Berichterstattung der Cavallo ein ohne dabei jemanden anzugreifen, aber das Beispiel mit dem Springpferd "le Patron" nutzte sie um Zusammenhänge aufzuzeigen, die sich aus der Behandlung und dem Umgang mit dem Pferd ergeben.

Der Ansatz von MR und AK ist auch nicht mein Ding. Die Vorgehensweise ist kaum geeignet um sie als Feizeitreiter umzusetzen. Es reicht nicht in einem Seminar sich zwei Tage mit der Psyche des Pferdes auseinander zu setzen um dann mit diesem Wissen zu seinem Pferd zu kommen und dann, ja was? AK konnte daraf auch nur Phrasen liefern wie, es liegt doch an ihnen wie sie das erworbene Wissen umsetzen.

Das Wissen als Grundlage für Kommunikation mit dem Pferd muss schon da sein.
Auch ich bevorzuge den Weg nach dem Parelli-System, weil er Wissen vermittelt und nachvollziehbar Kommunikationshilfen gibt (Sieben Spiele).

Allerdings schadet es nichts wenn man dieses Wissen, das ja auch recht populär vermittelt wird, vertieft. Aber es ist so schon recht komplex und sollte meiner Meinung nach so aufbereitet sein, dass es die Masse der Reiter auch erreicht, und vor allem schon von Kindern verstanden und umgesetzt werden kann.

Eine Vision von AK ist, dass der Pferdewirt im Reitstall der "Profi" ist, an den sich der Pferdebesitzer wendet, wenn er ein Problem mit dem Pferd hat und sich selber gar nicht so tief in die Materie vertieft. Sie würde ja auch zum Arzt gehen wenn sie ein Problem hätte und nicht Medizin studieren.
Das dieser Vergleich hinkt konnte ich sehr deutlich machen am dem Beispiel der menschlichen Partnerschaft und den gemeinsamen Therapien zur Problemlösung.

Das dort auch umgedacht werden muss räumt AK auch ein.

Insgesamt hat sich der Nachmittag für mich gelohnt.

Andere waren mit der Thematik, Horsemanship, nicht vertraut und haben wenig Konkretes bekommen.


Leider ist Monty Roberts ein verunglückter Marketing-Gag. In Amerika bekommt er so recht kein Bein auf die Erde weil es viele bessere Horseman gibt.
Seine Biografie ist voll von Unwahrheiten über seine Lebensgeschichte. Eine Tante von ihm und deren Tochter haben in dem Buch "Horse, Whispers and Lies" die wahren Begebenheiten beschrieben. Es ist aber nur in Amerika erhältlich.
So stimmt es nicht, dass sein Vater so gewalttätig ist und MR misshandelt hätte. Auch MRs Berichte über seine tagelangen Beobachtungen sind so nicht wahr.

Ein Bekannter hat auf der "Flag is up Farm" von MR gearbeitet. Und auch er wusste zu berichten wie MR die Kunden blendet.

Andrea Kutsch war zur richtigen Zeit in Amerika und die Richtige um den deutschen Markt zu erschließen. Auch sie nahm Pferde in Korrektur, obwohl sie über Wochen auf PR-Tour war und korrigierte die Tiere kaum.
Sie hat auch kein Interesse sich mit dem Reiter unmittelbar zu beschäftigen.

Ihre "Akademie" in Bad Saarow ist für mich zur Zeit auch nur ein Windei.
Sie hat noch keine Anerkennung als private Fachhochschule, die einen anerkannt akademischen Abschluss ermöglicht.
http://www.andreakutschakademie.com/de/
Auch gibt es kein anerkanntes Berufsbild. Sie bildet nichts anderes aus als Pferdefachwirte auf höherem Niveau. Die "Studenten" müssen dafür auch noch bezahlen, ohne das die zu erwartenden Kosten aus der HP vollständig ersichtlich sind.
Die Angaben zum Lehrplan sind global und der Studiengang ist nicht ausgeplant dargestellt.
Die Liste der Dozenten ist ohne Fachgebietsangabe und es handelt sich hauptsächlich um Gastdozenten, deren Anwesenheit auch nur temporär sein kann.
Viele Inhalte sind aber auch Inhalt der Rai-Reitlehrerausbildung oder der Instruktorausbildung bei Parelli.

Seriös hat Karin Kattwinkel versucht eine anerkannte Ausbildung in ihrem Institut EQUO-VADIS bei Walsrode auf die Beine zu stellen.

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Luci



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BeitragVerfasst am: 24.10.2006, 20:45    Titel:   Antworten mit Zitat

mr und ak haben meiner meinung nach schon gute grundsätze ("gewaltfreie ausbildung") allerdings bin ich gegen diese oft widersprüchliche methode:
1. nie konkrete problemlösungsvorschläge
2. problempferde werden vor der show "gecastet"
3. stress für ein pferd, dauernd getrieben zu werden bzw. recht grobes und schnelles
zureiten
4. viel marketing- geschwätz
5. unterstützung des turniersports (so gut wie immer mit tierquälerei verbunden)
6. extreme preise!
7. der nächste schritt wird schon gemacht, bevor der vorherige funktioniert
8. persönliche antipathie gegnüber mr und ak Lachen

ich habe allerdings ein video über einen australischen pferdeflüsterer, der anscheinhalber nach mr praktiziert (sieht für mich so aus). er ist absolut ruhig und sympatisch. man sieht, wie er mit einer jungen frau ein wildpferd zureitet, ist echt schön!

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Antonia



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BeitragVerfasst am: 24.10.2006, 22:23    Titel:   Antworten mit Zitat

@Luci
Wie heißt dieser australische Pferdeflüsterer? *neugierigbin* Lächeln

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Luci



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BeitragVerfasst am: 25.10.2006, 10:41    Titel:   Antworten mit Zitat

auf dem video steht es leider nicht drauf Traurig aber ich glaube es wird im film gesagt. müsst ich mal nachschauen die nächsten tage ok? Lächeln
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BeitragVerfasst am: 25.10.2006, 17:07    Titel:   Antworten mit Zitat

Habe ich das richtig gelesen:3400,00 Euro Studiengebühren pro Semester plus diverse andere Entgelte (Höhe unbestimmt),dafür das der Lehrplan,falls man ihn schon als solchen bezeichnen kann, doch sehr unkonkret aussieht... Verwirrt
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Caprivi
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BeitragVerfasst am: 25.10.2006, 20:58    Titel:   Antworten mit Zitat

Wer sich für das Thema interessiert sollte sich ein wenig Zeit für die HP der Andrea Kutsch Reitakademie nehmen.
http://www.andreakutschakademie.com/de/

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Das_Cowgirl
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BeitragVerfasst am: 28.10.2006, 18:38    Titel:   Antworten mit Zitat

beruhigend zu lesen, dass andere ähnliche Ansichten haben...
Bin ja ein aufgeschlossener Mensch und nehme wachsam alles auf, was mir und meinem Pferd helfen könnte, aber irgendwie komme ich doch immer wieder aufs Rai-Reiten Glücklich Es hat mir noch keiner ein besseres Vorbild vor die Nase setzen können! Super !

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BeitragVerfasst am: 30.10.2006, 19:31    Titel:   Antworten mit Zitat

Neben Fred Rai gibt es viele sehr gute Pferdeleute denen es in erster Linie um die Pferde geht und die im Umgang logische und damit nachvollziehbare Ansätze bieten.

Man sollte sich ruhig auch mit anderen Horseman und ihren Erfahrungen beschäftigen, da man so auch in seiner Kreativität weiter kommt.
Jedes Pferd ist individuell zu behandeln, und die Gefahr beim Versteifen auf eine Methode ist, dass man sie wie eine Bedienungsanleitung nimmt und nicht die Vielfallt der Möglichkeiten nutzt um individuell auf ein Tier einzugehen.

Leider ist Fred Rai aber einer der wenigen, ich kenne sonst nur Parelli*, der ein klares Ziel und dazu ein schlüssiges Ausbildungsprogramm hat. In seiner konsequenten Umsetzung ist er den meisten Anderen überlegen. Dazu gefällt mir vor allem sein Buch "Auch wir haben Gefühle", weil er dort auch den Wiederspruch aufklärt, warum man Pferde mit Gewalt bis zu einem gewissen Grad "beherschen" kann. Diese wichtige Antwort habe ich noch nirgends gefunden.

Margit Zeittler-Feicht greift an der TU-München auf dieses Buch zurück und taucht jetzt in der "Dozentenliste" der Andrea-Kutsch-Akademie auf.

Diese Systematik fehlt bei Roberts.
Die Idee von Anndrea Kutsch, den Reitern und Pferdehaltern mehr Wissen über das Wesen Pferd zu vermitteln ist ja toll, aber ihre Zielgruppe sind sie nicht. Einen akademischen Abschluss damit zu verbinden ist inhaltlich ja nicht verkehrt, aber dann muss auch ein Konzept her das erforderliche Wissen dem Freizeitreiter in der Masse zu vermitteln.

Da überfordert schon Rai und Parelli die meisten, die dann unsachlich und intollerant darüber herziehen und das Tier in ihrer vermenschlichten Betrachtung vernachlässigen.

Und die klassische Reitlehre, auf die sich die FN beruft wird in der Organisation nicht durchgesetzt. Es gibt keine Standarts der Qualitätssicherung und keine konseqente, zentral überwachte Abnahme der Prüfungen. Getopt wird das ganze dann noch durch ein Buch, "Horsehandling", in dem Ansätze des natürlichen Umgang aufgegriffen werden aber nicht logisch zu ende gedacht werden.



*PNH als Programm mit entsprechendem Lernmaterial und auch, wenn auch relativ wenigen, Instruktoren. Dazu kommen noch die ehemaligen PNH-Instruktoren, welche sich selbständig gemacht haben. Von denen gibt es aber nur einen der in Anlehnung an das PNH-System ausbildet und durchaus das Zeug hat sich ähnlich wie Rai zu etablieren.

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BeitragVerfasst am: 15.11.2006, 19:13    Titel:   Antworten mit Zitat

Letzten Freitag kam eine Sendung auf WDR zum Thema Pferde, Planet-Wissen.
Gast in dieser Sendung war Andrea Kutsch.
Sie war sehr moderat und behandelte die Themen sehr grundsätzlich und ging auf keine Details ein. Was sie sagte konnte man uneingeschränkt als Grundlagen unterstreichen.
Auch ihre kritische Haltung zur Dressur der Spanischen Hofreitschule trug sie moderat vor, meinte jedoch, dass solche Leistungen nicht ohne Schmerzeinwirkung zu erzielen seien.

In ihrer Entwicklung bleibt abzuwarten wie sie sich von Monty Roberts abnabelt und eine europäische Methode entwickelt, die den Pferdebesitzer fördert und nicht so auf Showeffekte angelegt ist.

Jeder der ein Pferd hält und damit umgeht sollte Kenntnsse über die Psyche haben und daraus sein Handeln ableiten können.

In dieser Sendung hat sie dem natürlichen Umgang einen guten Dienst erwiesen. Ich hoffe sie hat wieder einige zum Nach- und Umdenken bewegt.

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BeitragVerfasst am: 15.11.2006, 21:12    Titel:   Antworten mit Zitat

Zitat:
Auch ihre kritische Haltung zur Dressur der Spanischen Hofreitschule trug sie moderat vor, meinte jedoch, dass solche Leistungen nicht ohne Schmerzeinwirkung zu erzielen seien.


aber genau DAS zeigt doch ihre doppelmoral! sie selbst trainiert mit rennbahn-fohlen etc. und arbeitet mit entsprechenden leuten zusammen (siehe zitat von cowgirl):
Zitat:
Oder kannst du verantworten, dass wir zweijährige Babys reiten, sie in Startmaschinen zwingen, in Transporter und hinter Zäune sperren und sie in Gefangenschaft halten? Stehst Du dazu? Oder willst du dagegen kämpfen?In jener Nacht habe ich mich gegen den Kampf entschieden.


aber die spanische hofreitschule wird gleich attackiert, obwohl diese verglichen mit gewissen sportarten am wenigsten tierquälerei ist!

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BeitragVerfasst am: 15.11.2006, 23:47    Titel:   Antworten mit Zitat

Das stimmt.

Aber dieser Widerspruch wurde in der Sendung nicht deutlich.
Das muss jeder in der Situation beurteilen, so wie wir wenn wir einen solchen Wiederspruch sehen.

Und dieser Widerspruch ist es warum ich MR und auch Andrea Kutsch ablehne.

Sie hat unmittelbar in der Sendung keinen Angriffspunkt geboten sondern den gewaltfreien Umgang geprädigt.

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