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Baumlos oder mit flexiblen Baum?   
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Madeleine



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BeitragVerfasst am: 03.11.2011, 02:59    Titel: Baumlos oder mit flexiblen Baum?   Antworten mit Zitat

Hallo,

ich wollte euch fragen, ob es möglich ist mit einem baumlosen Sattel zu Reiten ohne den Rücken des Pferdes zu schädigen oder ob man einen Sattel mit flexiblen Baum nehmen sollte?

Bei einem baumlosen Sattel sitzt man besonders nach am Pferd, so dass ich mir vorstelle, dass man so besonders stabil sitzt, stimmt das? Geht man durch den fehlenden Baum nicht von alleine mit den Bewegungen des Pferdes mit? Das muss vorallem im Galopp sehr schön sein, dann bildet man eine verbundene Einheit Glücklich .

Aber ist ein derartiges Reiten möglich ohne dem Pferderücken zu schaden? Gibt es dazu vielleicht Studien? Oder reitet hier jemand baumlos und kann etwas dazu schreiben?

Ihr seht, ich tendiere schon zu den baumlosen Sätteln, vorallem da ich schon Videos gesehen habe von Leuten, die ganz ohne Sattel ritten und das sah total schön aus Glücklich .

Zudem ist es auch so, dass als ich die eine halbe Stunde Longenunterricht hatte und ich auf dem Sattel saß empfand ich ihn als ziemlich hart, so dass ich die starke Vermutung habe, dass da ein Holzbaum drin war. Zudem taten mir nach nur dieser kurzen Zeit die Obeschenkel etwas weh Sad.

Ich weiß, dass es bis zum Sattelkauf noch dauern wird (brauche ja erstmal eine RB oder ein eigenes Pferd), aber ich habe schon mal festgestellt, dass ich einen sehr bequemen Sattel brauche zum Reiten. Oder ist das eine Sache des Trainings, wenn man regelmäßig reitet?

Ich habe auch gegoogelt und fand dabei die spanischen Vaquera Sättel. Mir gefallen sie optisch besonders gut und ich habe auch gelesen, dass sie sehr bequem sein sollen und quasi unverwüstlich. Stimmt das? Und eignen sich solche Sättel auch gut zum Geländereiten? Diese Sättel haben einen flexiblen Baum aus einem Material Mix, wäre es da eigentlich möglich diesen vermischten Baum rauszunehmen falls er mich stören sollte? Oder ist die Oberseite des Sattels dann zu flach, so dass der Sattel dann schnell reißt?

Ein Rai Sattel kommt da wohl nicht in Frage, da er einen starren Plastikbaum hat, oder? Was für ein Sitzgefühl hat man denn darin? Ist das nicht ähnlich hart wie ein Holzbaum? Und die Polsterung seitlich ist, glaube ich, auch hart, oder? Dann wäre so ein Sattel für mich definitiv zu unbequem Sad.

MfG,
Madeleine
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Charissima
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BeitragVerfasst am: 03.11.2011, 10:10    Titel:   Antworten mit Zitat

So pauschal kann man das nicht sagen. Starrer Baum = unbequem, also Rai-Sattel unbequem. Da gibt es himmelweite Unterschiede, was das Sitzgefühl in verschiedenen Sätteln angeht, das muss man ausprobieren. Im Rai-Sattel sitzt man sehr bequem, schließlich ist er für stundenlange Wanderritte konzipiert worden. Mit einem Lammfellbezug kann man ihn zusätzlich weich und kuschelig machen. Der Rai-Sattel fördert natürlich auch den dazugehörigen Rai-Sitz, ist also beispielsweise nicht zum Springen geeignet, ist ja klar.

Hier im Forum gibt es viele, die einen baumlosen Sattel bevorzugen. Bestimmt wird dazu noch jemand etwas schreiben.
Bei uns im Stall reiten die meisten ohne Sattel, bestenfalls mit einem hauchdünnen Pad. Die meisten tun das, weil sie kein Geld für einen Sattel ausgeben wollen. Wenn ich dann ziemlich kräftige Leute sehen, die ein ganz jünges Pferd so reiten und es den Rücken wegdrückt, dann sehe ich das schon kritisch. Da wäre ein Sattel sicher besser für den Rücken des Pferdes.
Aber ich gebe dir recht, wenn jemand wie beispielsweise meine Tochter ohne Sattel und ohne Zäumung so ganz frei über die Koppel galoppiert, ist das etwas Wunderbares. Daneben hat sie noch einen Rai-Sattel, ein Pad und seit kurzem auch einen Vielseitigkeitssattel, um etwas Dressur zu reiten.

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Antsche-Maus



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BeitragVerfasst am: 03.11.2011, 11:31    Titel:   Antworten mit Zitat

Ich schließe mich Charissima an. Pauschalisieren kann man da gar nichts. Ich habe für Antsche noch unseren alten Dressursattel mit Holzbaum, der gar nicht unbequem ist. Klar, es ist ein Sportsattel und nach mehreren Stunden im Gelände ist das nicht mehr so doll, aber der ist echt ok.
Aus eben diesem Grund hab ich vor einem halben Jahr meinen Springsattel (Überbleibsel aus unserer Turnierzeit Wink alt) gegen einen Westernsattel getauscht. Ich habe einen "Abey" von innova. Der Sattel ist zwar baumlos, sieht aber aus, wie ein normaler Westernsattel. Die Fork ist fest und das was sonst die Bars wären, sind halt so flexible Hartschaum "Panels". Das Sitzgefühl ist wie in einem normalen Westernsattel, aber eben näher am Pferd, man kann richtig Spüren wie der Rücken sich bewegt. Ich liebe das Teil. leider können wir ihn momantan nicht nutzen, da wir noch auf unser neues Pad warten.

Mit den ganz baumlosen, wie z.B. Barefoot hab ich keine Erfahrungen, bei uns haben aber viele einen. Man sollte damit aber einigermaßen ruhig und gerade sitzen und nicht zu viel wiegen, denke ich, da der Sattel einfach weniger ausgleicht als ein Baumsattel oder einer der "nur" flexibel ist.

Wenn es so weit ist, würde ich mich am besten von meinem Trainer und einem Sattler beraten lassen. Denn das wichtigste ist, dass der Sattel mensch und Tier passt. Der sattel muss nämlich auch dem Menschen passen, das vergessen viele und dann ist es unbequem Zwinkern Und selbstverständlich muss auch ein baumloser angepasst werden.

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Madeleine



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BeitragVerfasst am: 03.11.2011, 16:55    Titel:   Antworten mit Zitat

Also erstmal finde ich es toll, dass ihr nichts gegen baumlose Sättel und Reiten ohne Sattel habt, obwohl Fred Rai das nicht vorgibt! Hoho

Charissima hat Folgendes geschrieben:
Der Rai-Sattel fördert natürlich auch den dazugehörigen Rai-Sitz, ist also beispielsweise nicht zum Springen geeignet, ist ja klar.

Ich dachte bisher, dass man sowohl beim Rai Reiten wie auch beim Springreiten aufrecht sitzt und die Füße an das Pferd anlegt. Was ist denn da der Unterschied zwischen Rai Reiten und Springreiten? Liegt das an dem Fall bei den Rai Sätteln, dass man damit nicht springen kann? Kippt man dann nach hinten weg beim Springen?
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Antsche-Maus



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BeitragVerfasst am: 03.11.2011, 19:43    Titel:   Antworten mit Zitat

Zum Rai-Sitz kann ich nicht so viel sagen, das können andere besser Zwinkern Aber es ist schon ein himmelweiter Unterschied. Es ist ja auch ein riesen Unterschied ob man Springen oder Dressur reitet. Nicht umsonst gibt es für beides eigene Sättel. Und das obwohl das ganze innerhalb einer Reitweise stattfindet. Genauso sind auch nicht alle Westernsättel gleich. Für jede Disziplin gibt es etwas andere.

Beim Springreiten musst du im leichten Sitz reiten, also in den Bügeln stehend und nach vorn gebeugt, das ist schon allein deshalb ein Problem, weil dir bei etwas höheren Sprüngen das Horn im Weg ist, egal ob es sich um einen Rai- oder anderen Westernsattel handelt. Außerdem hast du keine Pauschen, die dir Halt geben.

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Madeleine



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BeitragVerfasst am: 03.11.2011, 20:39    Titel:   Antworten mit Zitat

@ Antsche-Maus: Danke für die Erklärung Super ! .

Ist das leichte nach vorne beugen auch die Hilfe damit das Pferd losspringt? Oder macht es das von alleine, wenn man nah genug am Hinderniss ist?


Zitat:
Außerdem hast du keine Pauschen, die dir Halt geben.

Pauschen würden mich, glaube ich, auch im Geländereiten eher stören, weil damit die Bewegungsfreiheit der Beine eingeschränkt ist.

Aber dann sollten sich die Vaquera Sättel ja theoretisch auch zum Springen eignen, oder?
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Charissima
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BeitragVerfasst am: 03.11.2011, 20:54    Titel:   Antworten mit Zitat

Zitat:
Also erstmal finde ich es toll, dass ihr nichts gegen baumlose Sättel und Reiten ohne Sattel habt, obwohl Fred Rai das nicht vorgibt!

Darum habe ich den Thread auch in den allgemeinen Teil verschoben. Zum wirklichen Rai-Reiten gehört natürlich der Rai-Sattel.

In unserer Stoffsammlung findest du einen Artikel zum Rai-Sitz:
http://www.rai-reiter-forum.de/viewtopic.php?t=1627#start

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Antsche-Maus



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BeitragVerfasst am: 03.11.2011, 21:53    Titel:   Antworten mit Zitat

Das nach vorn beugen macht man um "in der bewegung" zu sein. Wenn das Pferd auf der anderen Seite wieder runterkommt beugt man sich im verlauf wieder leicht nach hinten. Wenn man das nicht macht, würda man das Pferd total aus dem Gleichgewicht bringen und sich möglicherweise auch den Rücken verrenken. Es sind schon ganz schöne Kräfte, die da wirken. Der Springsitz wurde übrigens erst Ende des 19. Jhds. von Caprilli entwickelt. Vorher saß man leicht nach hinten gebeugt und streckte die Beine nach vorn. Das gab mehr Sicherheit bei Verweigerungen, schränkte das Pferd aber auch sehr ein, was Bewegungsfreiheit und Ausbalancieren angeht.

Nee, ein Vaquera-Sattel ist nix zum Springen. Sieh dir mal den Aufbau von einem Springsattel an. Er hat ein ganz kurzes Sattelblatt, einen sehr flachen Sitz und vorn und hinten (also für Knie und Wade) dicke Pauschen, die das Bein positionieren. Ein Vaquero-Sattel hat keine Pauschen. Das was Du meinst sind die Galerien. Dieser Sattel ist ein Arbeitsattel und sowohl fürs Gelände als auch für Dressur geeignet.

Wir sprechen jetzt natürlich von Springen als Leistungssport, oder sogar Hochleistungssport. Für alles andere braucht man keinen Springsattel und ein guter Reiter kann problemlos mit nahezu jedem Sattel Hindernisse bis zu ca. einem Meter überwinden. Mein Pferd ist ja nicht mehr das jüngste, deshalb möchte ich mit ihr nicht mehr hoch springen. Aber so Cavalettis, Kreuze etc. bis vielleicht 50cm oder auch kleine Hindernisse im Gelände nehmen wir noch gern und das geht problemlos auch mit Westernsattel Cool

Hier nochmal die Sättel zum Vergleich:

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Madeleine



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BeitragVerfasst am: 03.11.2011, 21:55    Titel:   Antworten mit Zitat

Zitat:
Zum wirklichen Rai-Reiten gehört natürlich der Rai-Sattel.


Ja, sorry, ich habe erst als ich den Beitrag schon gesetzt habe, gesehen, dass es auch eine Rubrik für andere Reitweisen und Methoden gibt *peinlich-das*.

Zitat:

In unserer Stoffsammlung findest du einen Artikel zum Rai-Sitz:
http://www.rai-reiter-forum.de/viewtopic.php?t=1627#start

Danke für die Verlinkung Lächeln . Wenn ich das richtig verstanden habe, dann lehnt man sich beim Rai Reiten etwas nach hinten damit die Belastung der Vorderbeine nicht mehr als 50 % beträgt richtig? Wäre es denn auch möglich den Sattel etwas weiter hinten aufzulegen oder den Sattelgurt mittig vom Pferdebauch zu befestigen? Dann könnte man in gerader Haltung reiten, oder?

Im Artikel steht aus, dass Pferde sich zu Winterzeit eine Speckschicht anfressen. Trifft das nur auf Wildpferde zu oder auch auf Pferde, die als Haustiere gehalten werden? Schließlich bekommt ein Pferd, dass nicht wild lebt auch Futter vom Menschen im Winter. Oder ist den Pferden im Winter ohne Speckschicht kalt?
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Antsche-Maus



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BeitragVerfasst am: 03.11.2011, 21:59    Titel:   Antworten mit Zitat

Den Gurt kannst du nicht in der Mitte vom Bauch zumachen. Er würde sicher verrutschen und vielleicht auch das Pferd bei der Atmung einschränken. Sattel weiter nach hinten geht auch nicht, da sich dort die Nieren des Pferdes befinden und es für das Tier sehr schmerzhaft ist, wenn dort Gewicht drauf kommt. Es ist manchmal schon schwer genug, einen Sattel zu finden, dessen Baum nicht zu lang ist, sodass er dort drücken könnte.

Noch ein kleiner nachtrag zum Springen: Solltest du das irgendwann regelmäßig machen wollen, auch wenns nicht sooo hoch ist, rate ich von baumlosen ab. Es wirken wie gesagt ganz andere Kröfte beim Springen und da ist ein Baum schon gut um das zu verteilen und zu kompensieren. Deshalb gibt es auch kaum baumlose Springsättel. Einen hab ich wohl mal gesehen, aber der war auch mit Lederbaum.

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BeitragVerfasst am: 03.11.2011, 22:37    Titel:   Antworten mit Zitat

Antsche-Maus hat Folgendes geschrieben:

Nee, ein Vaquera-Sattel ist nix zum Springen.

Oh, schade, dann würde ich zum Springen ja einen Zweitsattel brauchen Sad. Aber das ich den Vaquera Sattel zum Geländereiten nehmen kann, gefällt mir Glücklich .

Bei den typischen Springsätteln muss ich gestehen, dass ich sie optisch recht unscheinbar finde Sad. Würde alternativ auch ein Barocksattel gehen, so wie dieser hier:
http://deuber-partner.com/index.php...._virtuemart&Itemid=48

Ich sehe, dass er keine korrekt angesetzten Pauschen hat, die das Bein zusätzlich in Form halten. Allerdings hat er auch keine "falsch" positionierte Pausche, die bei dem Sprung die Beine behindern würde. Ich glaube, dann müsste der Reiter die Beine stärker selbst ausbalancieren um damit zu springen, oder? Man sieht bei dem Foto leider nicht wie die Polsterung an der Unterseite verläuft, aber gehen wir davon aus, die Polsterung ginge gleichmäßig durch die ganzen Seiten, wäre es dann möglich mit so einem Sattel zu springen? *hoff-und-daumen-drück*
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Antsche-Maus



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BeitragVerfasst am: 03.11.2011, 22:59    Titel:   Antworten mit Zitat

Wie gesagt, es kommt drauf an, wie hoch du springen wollen würdest. Kleine Hindernisse bekommt man mit nahezu jedem Sattel hin. Wenn du höher oder regelmäßig Springen willst, lohnt es sich in einen guten Spring- oder Vielseitigkeitssattel zu investieren. Da diese auch für das Pferd besser sind.

Pauschen behindern das Bein nicht beim Springen, aber du brauchst sie damit du mit den Knien genug Halt findest. Richtig gut geht das nur mit Englischsätteln und von denen wählt man am besten einen VS-Sattel oder wenns höher sein soll, einen Springsattel. Was auch noch gehen würde, wären Wanderreitsättel im eher "Englischen" Schnitt. Sowas: http://bild6.qimage.de/wanderreitsa....oto-bild-47770166.270.jpg
Aber auch bei dem wären die Möglichkeiten begrenzt.

Der Sattel den du grad gezeigt hast wäre für höhere Sprünge auch nicht gut geeignet. Du würdest ohne Pauschen nur schlecht Halt finden, die Galerien würden vielleicht stören und außerdem bieten solche Sättel auch nicht die Bewegungsfreiheit die ein Pferd beim Springen braucht. Da ist ja der Bewegungsablauf ganz anders als beim "normalen" reiten auf dem Platz.

Du musst den Sattel nach deiner Reitweise und je nach dem auch nach dem Niveau das du erreichen willst wählen. Das hat schon alles seinen Sinn. Wir Menschen gehen ja auch nicht mit Taucherflossen Wandern Razz

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BeitragVerfasst am: 03.11.2011, 23:48    Titel:   Antworten mit Zitat

Antsche-Maus hat Folgendes geschrieben:
die Galerien würden vielleicht stören und außerdem bieten solche Sättel auch nicht die Bewegungsfreiheit die ein Pferd beim Springen braucht. Da ist ja der Bewegungsablauf ganz anders als beim "normalen" reiten auf dem Platz.

Meinst du mit fehlender Bewegungsfreiheit das Kopfeisen? Befindet sich das in der vorderen Galerie drin oder unterhalb dieser? Wenn das Pferd, das ich reiten würde einen schönen flachen Widderist hätte, könnte man dieses Kopfeisen dann nicht auch rausnehmen? Ich vermute, so ein Kopfeisen wird nur bei Pferden mit eher höherem Wideerist verwendet um zu verhindern, dass der Sattel beim Reiten an den Widderist scheuert, da das Kopfeisen einen Hohlraum bildet? Am Sattelende gibt es ansonsten keine Metalleinsätze, oder? Falls doch, dann kann man sie dort doch problemlos rausnehmen Lächeln .

Entschuldige bitte, dass ich so an den genannten Sätteln "klebe", aber ehe ich so einen "häßligen" Springsattel anschaffe, will ich wissen, dass ich keine andere Wahl habe.

Vom Niveau her würde ich es gerne bis L oder M1 schaffen, also Sprünge bis 120-130 cm.

Zum Springen würde ich ein kleines bis mittleres Großpferd nehmen wollen, also in der Größe 150 bis 163 cm. Meine Wunschrasse wäre natürlich Andalusier, Araber oder Irish Cob, aber da muss ich natürlich auch sehen, was für eine RB ich bekommen könnte. Größer als wie 163 cm wäre das Pferd allerdings definitiv nicht, da ich selber solche "Kolosse" einfach nicht mag, auch wenn im Profi Sport solche großen Großpferde verwendet werden.
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Antsche-Maus



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BeitragVerfasst am: 04.11.2011, 00:18    Titel:   Antworten mit Zitat

Also, diese Höhe kannst du mit jedem Sattel, außer Spring und VS absolut knicken. Ich hab ja bis vor einem Halben Jahr in einem Turnierstall gestanden und bin füher selbst auch Turniere geritten. Ich hatten eine VS Sattel Schwerpunkt Springen. Damit ging noch so gerade A-Höhe. Normalerweise sagt man, ab L --> Springsattel.

Mit der Bewegungsfreiheit meine ich den kompletten Sattel. Der ist ja von der Form komplett anders als ein Barocksattel. Wenn du das ganz genau wissen willst, frag am besten einen Sattler. Auf jeden Fall ist die Schulterfreiheit und der Bau auf der Unterseite sehr Unterschiedlich. Das Kopfeisen kannst du nicht rausnehmen. Es hat ja einen Sinn das es dort ist. Der Sattel ist so gebaut, dass er ein Kopfeisen hat (hat aber auch nich jeder sattel). Wenn du es raus machst, kannst du den Sattel genauso gut in die Tonne hauen. Das wäre als ob du bei deinem Auto die Achsen entfernst, nur schlimmer, weil es dem Pferd sicher Schmerzen bereiten würde.

Die von die bevorzugten Rassen sind leider auch absolut ungeeignet für diesen Sport. In Ausnahmefällen geht das vielleicht, aber normalerweise haben diese Tiere andere Stärken. Pferde im Profi-Springsport sind übrigens selten wahre Kollosse. mehr als 170 ist schon fast kritisch. da diese Pferde sehr wendig und athletisch sein müssen. Außerdem bedeutet zu viel Masse auch zu viel gewicht...

Aber zum Schluss das wichtigste: Nimms mir bitte nicht übel, aber bevor du über so etwas nachdenkst, solltest du erstmal Unterricht nehmen und dir nach und nach ganz genau überlegen, ob diese Form von Leistungssport wirklich das ist was du willst. Wenn ein Pferd gern springt kann es viel Spaß machen. Aber so ab L/M-Höhe hört für mich pferdegerechtes Reiten auf. Das ist einfach nur unnatürlich und geht ungemein auf die Gelenke. Ganz abgesehen davon haben die in diesem Sport auch nicht gern Querdenker, du wirst sowieso mit Gebiss reiten müssen (ohne ist erst ab M** erlaubt) und ein Trainer der wirklich auf das Tier und seine Bedürfnisse eingeht wird kaum zu finden sein. Glaub mir, ich habe mit disen ganzen Dingen lang genug Erfahrungen gesammelt und möchte nichts, aber auch gar nichts mehr damit zu tun haben. Ich schaue es mir auch nicht gern an, weil ich weiß wie man die Tiere häufig zu diesen Leistungen bringt. KopfMauer Die Methoden sind teilweise einfach nur noch widerlich Motzkopf Throwup0

Also, überleg dir gut, ob es das ist, was du anstrebst....

Eine Ausnahme gibt es aber. Jürgen Krackow mit Looping. Er reitet das Pferd bis S mit Bosal. Aber das ist eine Ausnahmeerscheinung und die Deutschen haben ihn aussortiert, weil man sowas nicht in der Mannschaft haben will. Ich denke das spricht Bände... Kopfschüttel


Achso, nochwas. Du wirst dich wie ja schon vorher mal gesagt eh nach dem besitzer richten müssen. Und normalerweise wird der nicht wollen, dass du einen eigenen Sattel hast. Ich würde es definitiv nicht erlauben. Und Besitzer dieser Rassen habens meist auch nicht so mit dem Springen Razz Zwinkern

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BeitragVerfasst am: 04.11.2011, 01:16    Titel:   Antworten mit Zitat

Zitat:

Aber so ab L/M-Höhe hört für mich pferdegerechtes Reiten auf. Das ist einfach nur unnatürlich und geht ungemein auf die Gelenke.

Davon habe ich bisher nichts gehört. Könntest du das näher erläutern?

Zitat:

Ganz abgesehen davon haben die in diesem Sport auch nicht gern Querdenker, du wirst sowieso mit Gebiss reiten müssen

Ich habe bereits in meiner Vorstellung geschrieben, dass ich mit Gebiss NICHT reiten werde und zwar prinzipiell. Dann nehme ich eben nur an kleinen Veranstaltung teil, wo man ohne Gebiss reiten darf und beschränke mich bei höheren Sprüngen aufs Training.

Zitat:

Eine Ausnahme gibt es aber. Jürgen Krackow mit Looping.

Danke für die Nennung des Namens Glücklich . Ich habe im Internet jedoch gesehen, dass er nicht nur selber reitet sondern auch ausbildet, so dass es sicherlich mehr "Ausnahmen" gibt als wie nur ihn Glücklich . Nur weil seine Schüler nicht öffentlich bekannt sind, heißt es ja nicht, dass sie nicht existieren Zwinkern

In diesem Video zeigt er sogar springen mit Halsring:

http://www.youtube.com/watch?v=nma49Olznvo

Ich frage mich nur, ob der Halsring wirklich so angespannt und hoch am Hals gehalten werden muss? Und im Video ist leider auch zu sehen, dass sein Pferd in einer Box steht, nicht mal mit angeschlossenem Paddock Verwirrt . Leute, die keinen Haken haben, scheinen selten zu sein ...

Aber ich sehe sicherlich erstmal zu, dass ich die Grundlagen lerne, über alles weitere kann ich später auch noch nachdenken Glücklich .

Dankeschön für die vielen Infos! Super !
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