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Warum nutzt Parelli Gebisse?   
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Marita



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BeitragVerfasst am: 24.10.2011, 11:10    Titel: Warum nutzt Parelli Gebisse?   Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,

habe gerade angefangen, das Buch Natural-Horse-Man-Ship von P. Parelli mit Kathy Kadash zu lesen.

Ich bin noch nicht sehr weit, aber bisher ist für mich alles total logisch.

Als jemand der weiß, dass und wie der gebisslose Umgang mit Pferden funktioniert - sei es vom Boden oder vom Rücken aus - frage ich mich, warum Pat Parelli Gebisse nutzt?

Bitte versteht das nicht falsch, ich weiß, ich bin noch nicht wirklich weit mit dem Buch und habe auch sonst keine Ahnung von PP, aber die ersten Seiten haben mich so fasziniert, dass ich nicht verstehen kann, wie jemand, der das alles weiß, Gebisse benutzt???

Klar kommt es auch immer auf das WIE an, aber allein das Tragen des Gebisses im Pferdemaul würde ich nach meinem bisherigen Verständis von PP mit seinem Wort "normal" bezeichnen und dann gibt es da ja auch noch Prof. Robert Cook (Fremdkörper im Maul des Pferdes regt dessen Verdauungsfunktionen an und behindert die Atmung z.T. ganz erheblich).

Werde das Buch weiter lesen und sicher auf das Thema stoßen, aber bis dahin interessieren mich Eure Infos dazu - gerade in Kombination mit dem Rai-Reiten.

Grüße
Marita
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Antsche-Maus



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BeitragVerfasst am: 24.10.2011, 12:15    Titel:   Antworten mit Zitat

Also ich hab noch nicht so viel Ahnung von Parelli, dass ich das zu 100% beantworten könnte. Ich kann nur sagen, welche Erfahrungen ich persönlich gemacht habe. Ich bin lange nur mit Gebiss geritten, dann eine lange Zeit sowohl mit als auch ohne und zuletzt einige Monate komplett gebisslos. Das ganze ca. bis L-Niveau. Momentan reite ich im Unterricht wieder mit und nutze das Gebiss zur Handarbeit.
Ich persönlich würde sagen, dass es ab einem gewissen "Level" oder Schwierigkeitsgrad einfacher ist mit Gebiss zu reiten, zumindest eine Weile, danach kann man wieder auf gebisslos umsteigen. Nicht weil man das Pferd so besser zwingen kann, sondern weil beispeilweise zu einer guten, echten Aufrichtung ein offenes lockeres Genick dazu gehört und dafür brauche ich einen lockeren Unterkiefer und das erreiche ich mit Gebiss leichter. Vorrausgesetzt natürlich, das Gebiss passt zum Pferd und der Reiter weiß was er tut. Außerdem ist das Maul des Pferdes eine dynamischere Angelegenheit, als das Nasenbein und so kann ich auch noch viel feinere Signale meines Pferdes spüren. Aber das hängt natürlich auch wieder alles vom individuellen Tier, seinem Ausbildungsstand und seinen Erfahrungen ab.

Studien wie beispielsweise die von Dr. Cook, nehme ich ernst, aber sehe sie auch kritisch. Interessant finde ich die Symphaticus/Parasymphaticus Sache. Also dass der Organismus durch Kaubewegungen auf Futter und nicht auf Leistung eingestellt ist. Das stimmt zwar irgendwie, aber viele Pferde kauen auch leicht, wenn sie (dressurmäßig) ohne Gebiss geritten werden (Stichwort Unterkieferlockereung und lockeres Genick). Durch die Stimulation der Ohrspeicheldrüse entseht dann ein feiner "Schaumlippenstift". Das ist so gewollt und sorgt auch nicht dafür, dass das Pferd ohne Ende abschlucken muss. Diesen Tollwutschaum will man ja nicht, zumindest nicht, wenn man vernünftig reitet Zwinkern
Ich persönlich merke auch keinen Unterschied in der Fitness/Leistungsfähigkeit meines Pferdes, sie pumpt mit Gebiss nicht mehr und atmet auch nicht schwerer oder unruhiger. Ist irgendwie auch logisch, wir Menschen werden ja auch nicht weniger Leistungsfähig nur weil wir ein Zungenpiercing oder eine feste Zahnspange tragen Zwinkern

Letztendlich denke ich, man sollte die Zäumung vom Pferd aussuchen lassen, das zeigt einem schon, was es gern annimmt, aber vorallem auch das eigene reiterliche können berücksichtigen. Und man muss natürlich auch schauen, was man möchte. Wenn ich hauptsächlich ins Gelände will und gern Wanderritte mache, brauche ich einfach kein Gebiss. Da bin ich z.B. mit Bändel, Knotenhalfter usw. bestens ausgestattet. Will ich aber auf einem gewissen dressurmäßigem Niveau Platzarbeit machen (egal jetzt welche Reitweise), mache ich es nicht nur mir, sondern auch meinem Pferd, vielleicht mit Trense oder einem Kappzeum leichter.

Liebe Grüße, Katharina Winken

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Caprivi
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BeitragVerfasst am: 24.10.2011, 17:47    Titel:   Antworten mit Zitat

Ich sag es mal mit meinen Worten, so wie ich es verstanden habe.

Parelli Natural Horse Man Ship behandelt den Umgang mit Pferden vom Start bis hin zur Hohen Schule bzw. dem Cowworking.

Die Ausbildung geht dabei den konsequenten Weg vom Knotenhalfter zum Bit. Wie weit man selber geht, hängt davon ab, was man mit seinem Pferd machen will. Freizeitreiter mit einer unregelmäßigen Nutzung könne keine großen Anforderungen an die Leistung ihres Pferdes stellen.
Für das Wanderreiten muss das Pferd schon trainiert werden. UnterWnderreiten stelle ich mit ein entspanntes Reiten ohne Zeitdruck vor.
Distanzreiten ist Sport. Die Strecken werden uner Zeitvorgaben geritten. Dafür ist es unerlässlich sein Tier sorgfälltig zu trainieren. Nun bekommt auch die Gymnastizierung zunehmend Bedeutung.
Dressurreiten und Springreiten sind Leistungssport in allenn Klassen. Auch hier ist Training und Gymnastizierung unerlässlich.

In der Ausbildung eines Bridle Horse in der Alt Kalifornischen Reitweise wird das Pferd über das Knotenhalfter , das Bosal, das Snaffle Bit zur Bridle ausgebildet. Die verschiedenen Zäumungen folgen dem Ausbildungsstand des Pferdes und die Hilfen werden mit jeder Steigerung feiner, fast unsichtbar.

Auch bei Parelli ist die Einführung eines Gebiss klar in den Ausbildungsaufbau eingereit.

Meine Rafaela soll längst reif sein mit einem Snaffelbit und mit feineren Hilfen geritten zu werden. Aber meine Fähigkeiten bewerte ich so, dass ich es nicht tue und dann ist meine Anwesenheit nur an Wochenenden nicht geeignet die Körperlichkeit zu trainieren und Gymnastizierung zu ergänzen. Also bleibe ich bei dem Niveau beim Knotenhalfter/Bändele.

Ganz klar beziehe ich Poition, dass ich es für falsch halte ein Pferd mit Gebiss zu starten und auszubilden um es dann auf gebissloses Reiten umzustellen.

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Antsche-Maus



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BeitragVerfasst am: 24.10.2011, 19:48    Titel:   Antworten mit Zitat

War der letzte Satz auf meine Antwort bezogen?

Falls ja, hab ich das anders gemeint. Ich meinte damit nicht dass es Sinn und Zweck ist, es sich von Anfang an mit Gebiss leichter zu machen und dann umzustellen. Nur dass ein Gebiss ab einem gewissen Level sinnvoll sein kann. Und dass ein Pferd welches bis zur hohen Schule ausgebildet ist, so fein sein sollte, dass man wenn man will auch alle Hilfmittel weglassen oder durch andere ersetzen kann.

Sollte bei mir noch mal ein junges Pferd dazukommen würde mit Knotenhalfter und Horsemanship anfangen und danach den Kappzaum nehmen und dann vielleicht irgendwann das Gebiss, möglicherweise vorerst über eine Kombination von Kappzaum und Trense und von da zu Kappzaum und Kandare und schließlich zur blanken Kandare...wenn man denn soweit kann und will.

Das wäre dann bis aufs Knotenhalfter das klassische Pendant zur Bridle Horse Ausbildung. Aber beides ist letzendlich nur ein Weg. Man kann ein Pferd sicher auch komplett ohne oder komplett mit Gebiss sehr gut und pferdegerecht ausbilden.

Was uns persönlich angeht: Antsche und ich sind ja in einer anderen Ausgangssituation, sie ist ja kein Jungpferd, und momentan tut vorallem die Handarbeit mit dem Gebiss ihr gut. Sie ist schon viel entspannter in Hals und Genick geworden. Auch wenn es nicht dem klassischen Weg entspricht: ich finde es spricht nichts dagegen vielleicht längerfristig wieder komplett auf gebisslos umzusteigen, ist doch schön wenns klappt Zwinkern

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Caprivi
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BeitragVerfasst am: 24.10.2011, 20:13    Titel:   Antworten mit Zitat

Nein der letzte Satz war nicht auf Dich bezogen.

Im Reitforum gigt es unter Alternative Reitweisen ein Thema Gebisslose Zäumung oder Mit Knotenhalfter reiten?

Darin gibt es immer wieder die Aussage, dass Pferde erst mit Gebiss ausgebildet werden müssen, bevor man sie auf eine gebisslose Zäumung umstellt. Viele reiten auch "mal" gebisslos, ohne dass das Pferd strukturiert darauf vorbereitet wird.

Auch wenn Du ja erst jetzt zum gebisslosen Reiten gekommen bist, so machst Du das ja nicht nur so, sondern Du machst Dir sehr viel Gedanken und gehst das ganze sehr systematisch und strukturiert an. Und Du informierst Dich breit und setzt das, was Du verarbeitet hast, für Dich und Antsche konsequent um. Super !

Nach der Teilnahme am Treffen der Esel und Maultierfreunde im Sommer habe ich mich mit den Fragen intensiv auseinander gesetzt, und nun einen Artikel dazu Für die nächste Eselpost geschrieben. (Wenn er erschienen ist werde ich ihn ins Forum stellen). Es wird auch eine Fortsetzung geben.
Aber die Gespräche auf dem Treffen, die Kontakte danach haben mich in meiner o.a. Auffassung bestärkt.

Ich würde hier keine versteckten Anspielungen machen, denn das lässt die eindimensionale Kommunikation nicht zu.
Ich habe auch den Eindruck, dass alle hier sich sehr viel mehr mit ihren Tieren, deren Haltung und Ausbildung auseinandersetzen als es sonst üblich ist.
Hoho Allen!
Das musste auch al gesagt werden.

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Tierverrückte



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BeitragVerfasst am: 24.10.2011, 20:43    Titel:   Antworten mit Zitat

@ Marita

Ich kann dich gut verstehen. Mir leuchtet es auch nicht ein, warum man ein Gebiss braucht. Meine Lehrerin reitet ihr Pferd mit Knotenhalfter bis zu Piaffe, Levade etc.
Mein Ziel ist es ja, das Pferd, wenn irgendwie möglich, nur mit Körperhilfen reiten zu können, ohne jeglich Hilfmittel.
Auch wenn es ohne Gebiss schwieriger sein sollte das Pferd zu versammeln, würde ich doch diesen Weg gehen.

Natürlich muss man auch bedenke, dass es verschiedene gebisslose Zäumungen gibt und es immer auf die Reiterhand ankommt.

Mir geht es bei dem Gebiss weniger um den Schmerzreiz, als darum, das ich einfach denke, dass das Gebiss doch negative gesundheitliche Aspekte haben könnte.

Desweiteren kann ich nicht garantieren, in Notsituationen nicht doch mal kurz die Zügel vermehrt annehmen zu müssen und da komme ich mit dem Gebiss doch leichter in die Schmerzzone des Pferdes wie mit einem Knotenhalfter.

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Antsche-Maus



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BeitragVerfasst am: 24.10.2011, 22:34    Titel:   Antworten mit Zitat

Danke Holger Lächeln Ich und (besonders natürlich auch Antsche) geben uns Mühe. Ganz am Anfang war das bei uns auch alles mal unstrukturierter, aber das braucht man wohl um auf den rechten Weg zu kommen Wink alt

Auf den Bericht bin ich gespannt Smile Weißt Du schon, wann er erscheinen wird?

Das Argument, dass man mit Gebiss ausbilden muss, um dann überhaupt ohne reiten zu können, habe ich auch schon oft gehört und halte es ebenfalls für absoluten Unfug. Warum auch? Klar, ein super auf Gebiss ausgebildetes Pferd wird man wahrscheinlich auch ohne sehr gut reiten und alles abrufen können (und umgekehrt), Zügelhilfen sind ja auch (zum Glück) nicht alles. Aber trotzdem ist die Hilfengebung ja teilweise frappierend unterschiedlich und jede Zäumung hat ihren Sinn und sollte gut vorbereitet werden.

Es hat ja auch seinen Grund, warum alle alten, klassischen Reitweisen gebisslos beginnen und auch viel Bodenarbeit beinhalten. Übrigens auch um das Auftreten von solchen Notsituationen zu minimieren und dann nicht am Ende im Gebiss zu hängen. Mir haben sich jedes Mal die Fußnägel hochgerollt, wenn ich in der letzten Zeit im alten Stall die Leute junge Pferde an der Trense habe longieren sehen. Junge Pferde springen halt mal weg und testen auch mal öfter ihre Grenzen aus. Wo bitte ist der Sinn wenn dann 50 oder sogar 100kg Mensch am Ende der Longe und dem Tier im Maul hängen? Man könnte fast meinen die sollen absichtlich schon früh abgestumpft werden Mit den Augen rollen

Über diese Thematik sollten auch mal die nachdenken, die sich immer auf ihre angeblich 1000 Jahre alte Reitweise berufen Razz

@Tierverrückte: Hat deine Trainerin eine Homepage oder so?

Ich finde es toll, wenn jemand das alles nur mit Knoti kann. Ich persönlich vermag das nicht, noch nichtmal annähernd.

Unbedingt brauchen tu ich das Gebiss allerdings auch nicht, es ging auch mit Glücksrad, aber schlechter. Und warum soll ich es meinem Pferd (und mir) unnötig schwer machen. Ich war zunächst auch nicht begeistert von der Idee wieder eins zu nehmen. Ingeborg sagte letzte Woche noch, sie würde mir ja gern mit was gebisslosem entgegen kommen, aber für den Moment wäre es mit einfach so viel lockerer und entspannter als mit dem LG und dem Kappzaum. Und was soll ich sagen: Antsche nimmt das Gebiss freiwillig ins Maul, seit wir Handarbeit damit machen kommt sie endlich aus ihrem Muster raus immer von allein beim Aufnehmen der Zügel in so eine falsch aufgerichtete Quetschhaltung zu kommen. Ihre Ganaschen sind freier (die Ohrspeicheldrüse hat endlich genug Platz), ihr falsch bemuskelter und oft verspannter Hals hat sich gravierend verbessert und sie hat so Rückenmuskulatur aufgebaut, dass im Frühjahr wohl ein Sattlertermin fällig wird. Im Zuge des ganzen ist sie allgemein entspannter, ihre Gänge werden raumgreifender und sie ist viel beweglicher. Das liegt natürlich nicht alles am Gebiss allein, aber die Trense unterstützt uns sehr bei unserer Arbeit. Für mich spricht dehalb momentan (fast) nichts gegen das Gebiss. Das wichtigste ist, dass mein Pferd entspannt und schmerzfrei läuft, und gern und ohne Zwang mitarbeitet. Das geht natürlich auch ohne Gebiss, aber bei uns persönlich momentan eben "mit" ein bisschen besser. Also warum nicht? Aber auch unser Weg ist natürlich nur ein Weg von vielen Zwinkern

LG, Katharina Winken

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Tierverrückte



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BeitragVerfasst am: 25.10.2011, 21:49    Titel:   Antworten mit Zitat

Die HP meiner Trainerin: www.judith-mauss.de

Sind leider nicht so viele Fotos drauf, aber die hatte viele Fotos beim Kurs dabei von ihr und ihrem Pferd (hat ihn roh gekauft damals).

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Caprivi
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BeitragVerfasst am: 26.10.2011, 20:15    Titel:   Antworten mit Zitat

...und zwei schöne Videos
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BeitragVerfasst am: 26.10.2011, 22:06    Titel:   Antworten mit Zitat

Und ein Paar Fotos gibt es ja schon Smile Gefällt mir sehr Super !
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Tierverrückte



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BeitragVerfasst am: 27.10.2011, 21:49    Titel:   Antworten mit Zitat

Ich dache auch vorher nicht, das mich ein Trainer so begeistern kann (besser gesagt, das ich einen finde, der das kann).
Ich muss sagen ich provitiere immer noch von ihrem Training (obwohl ich ja nur zwei Mal Unterricht bei ihr hatte). Das ist einfach toll, wenn man selber auch noch Fortschritte machen kann.
Klar freue ich mich auf den nächsten Kurs und auf neue Anregungen und Korrekturen, aber ich finde es doch toll, das ich soviel mitnehmen konnte, das ich auch alleine etwas machen kann. Sie wohnt leider zu weit weg von mir entfernt um etwas regelmäßiger Unterricht nehmen zu können... Sad
Der letzte Kurs war Anfang Juli und so langsam bräuchte ich bei dem ein oder anderen doch etwas Unterstützung oder Korrektur, aber in anderen Sachen entwickeln wir uns beide noch alleine weiter!

Ich kann sie nur empfehlen!

So, nun aber zurück zum Thema!

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Marita



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BeitragVerfasst am: 18.12.2011, 11:03    Titel:   Antworten mit Zitat

Danke für Eure Antworten/Gedanken.

Von Judith Mauss war ich sehr begeistert und sie ist zufälliger Weise im nächsten Jahr öfters bei uns in der Nähe (Stuttgart. Heilbronn, Bruchsal) Glücklich Vielen Dank für diesen Tipp.

Gebiss oder nicht: Ich lese weiter - allerdings immernoch mit einem großen Fragezeichen hinter dem Sinn eines Gebisses bei einem so tollen Ansatz zum Umgang mit Pferden.
Bis jetzt ist für mich ein höheres Level, mehr Leistung (im Sinn von körperlicher Anstrengung?) oder mehr Zeit bei/mit dem Tier verbringen kein logischer Schritt zum Gebiss.
Aber vielleicht verstehe ich das Warum im Laufes des Buches noch.

Vielen lieben Dank an Euch.
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Tierverrückte



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BeitragVerfasst am: 22.12.2011, 22:33    Titel:   Antworten mit Zitat

@ Marita!

Ich kann sie dir nur empfehlen. Am Besten du schaust erstmal bei einem Kurs zu. Gut ist da ein Fortgeschrittenenkurs oder ein gemischter, dass du siehst worauf das hinauslaufen kann. Das war mir nämlich beim ersten zuschauen bei einem Einsteigerkurs nicht so klar. Als ich dann mit Ganda bei einem Fortgeschrittenenkurs war, war es dann um mich geschehen! Es war wirklich genial!

Falls du einen Kurs von ihr besuchst, würden mich deine Eindrücke sehr interessieren!

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Marita



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BeitragVerfasst am: 08.01.2012, 11:03    Titel:   Antworten mit Zitat

@ Tierverrückte
War super, habe ein neues Thema dazu aufgemacht (hoffe das ist ok).
Finde hier gehts mehr um die Nutzung eines Gebisses.
Eine Kursteilnehmerin hat zu mir gesagt, dass sie es super findet, dass bei Judith nix muss und den Eindruck hatte ich auch: So, wie es für Dich und dein Pferd passt akzeptiert sie es und schaut, wo sie unterstützen oder helfen kann. Also kein: Ab hier oder hier muss ein Gebiss rein usw. So habe ich es jedenfalls verstanden und das kam mir sehr entgegen.
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Tender




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BeitragVerfasst am: 01.02.2012, 21:35    Titel:   Antworten mit Zitat

Ein Gebiss ist immer für das feine, sanfte Reiten gedacht und muss dem Pferd
auch sachte erklärt werden.

Ich habe meinen Hafi gebisslos (Halsring) eingeritten, bin auch so mit ihm in (eingezäuntes)
Gelände, habe alles ohne irgentwas am Kopf meines Pferdes gemacht.
Als er soweit ausgebildet war das er nur durch meinen Sitz leicht zu lenken war, promt
anhielt, rückwärts, seitwärts, vorwärts ging..
habe ich angefangen ihn anzulongieren, erst alles am Knotenhalfter, dann mit Kappzaum
und Gebiss zu Besuch im Maul. Mit den Balancezügeln (sanfte art von ausbindern) hat er
eine sanfte Anlehnung und Vertrauen zum gebiss gelernt.
Als ich dann anfing mit Gebiss (4 zügel in kombi mit Kappzaum)zu reiten habe ich nur
auf eine leichte anlehnung geachtet, praktisch nur das gewicht des leders in der hand und
trotzdem ging mein pferd so schon in schöner selbsthaltung.

Für mich war es eine Art der Verfeinerung, ich nutze ein Gebiss nicht nur weil
die HInterhandaktivität sehr viel mit der Maultätigkeit zu tun hat, sondern auch weil
ich so eine sehr präzise und feine Verbindung habe, die ich mit einem Knoti , sidepull etc.
einfach nicht habe.

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