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sind das TIERSCHÜTZER???!!   
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Prinzessin



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BeitragVerfasst am: 20.06.2011, 22:46    Titel: sind das TIERSCHÜTZER???!!   Antworten mit Zitat

Hallo zusammen, habe mich eben zu später stunde noch einmal schwer unbeliebt gemacht...

ein sehr überzeugter Tierschützer (Vegan usw) hat folgendens bei Facebook gepostet

http://www.antitierbenutzungshof.de/helfen/sissi.html


Lest selbst...
ich könnte kotzen!! Das ist doch kein Tierschutz!

Natürlich wurde der Link mit zig "Gefällt-mir" kommentiert...

mein Kommentar war folgender (habs reinkopiert damit ich nicht alles nochmal schreiben muss, es ist halt so geschrieben dass es auch Nicht-Pferdekenner kapieren...)

"mir laufen die tränen runter wenn ich so etwas lese. tierschützer, die nicht in die klinik fahren, weil sie ein verladetraining nicht gebacken kriegen??? das pferd muss weiter leiden, monat für monat! von anfang 2010 bis heute ist nix passiert außer eines anderen beschlags, und selbst der brachte keine verbesserung!bekommt sissi schmerzmittel??wenn ja, macht das ihr magen darm trakt sicher nicht mehr lange mit (pferde sind da empfindlich!!), wenn nein hat sie noch mehr unvorstellbare schmerzen! so sehr dass sie sich ständig hinlegt - ein pferd ist ein lauf-und fluchttier...das ist eine reine quälerei!! wir haben mitte 2011 und jetzt werden spenden gesammelt für die prothese??? wie lange soll sissi denn noch warten und leiden?!? retten schön und gut - aber so sicher nicht, wenn das tier weiteren MONATElangen qualen ausgesetzt ist und eine besserung sehr fraglich ist. selbst wenn die op klappt, meint ihr wirklich die anderen gelenke haben das unbeschadet überstanden???meint ihr nicht sissi hat auch schon schlimme schmerzen am "gesunden" vorderbein??? sie verlagert ihr gewicht ja auch schon auf die hinterhand... außerdem scheint mir sissi schon ein recht altes pferd zu sein...wie soll sie das nur alles überstehen???wisst ihr was eine narkose für ein pferd bedeutet??? ein pferd, vor allem ein kaltblut, ist schwer! es ist kein hund oder ne katze... ich kann nur noch mit dem kopf schütteln...dass tierschützer nicht ein mal rettung von verlängertem leid unterscheiden können!"


völlige Unverständnis von allen Seiten.

Kann wenigstens hier jemand meine Meinung verstehen bzw teilt sie? Ich bin sicher die letzte, die einem Tier eine Behandlung aus reinen Kostengründen verweigern würde (Wiesi weiß das Zwinkern ) ,

aber was die da machen, ist doch krank...das arme Pferd, Kopfschüttel unter dem Deckmantel des "TIERSCHUTZES"... Kein Wunder dass Tierschützer nicht ernst genommen und belächelt werden mit ihren "idealistischen" Vorstellungen...

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Antsche-Maus



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BeitragVerfasst am: 20.06.2011, 23:13    Titel:   Antworten mit Zitat

Ganz ehrlich: Ich finde es unmöglich was die mit dem armen Pferd machen. Das Tier weiß doch auch überhaupt nicht was los ist und was man vor hat. Es hat einfach nur Schmerzen und das schon ewig lange. Ich bin definitiv kein Freund davon, ein Tier einzuschläfern, weil Geld für die Behandlung fehlt, aber wenn dem nunmal so ist, ist die Spritze in solch krassen Fällen immer noch die bessere Lösung, als das Tier ewig leiden zu lassen.

Ich finde es nahezu ekelhaft, wie darauf gepocht wird, dass das Pferd unbedingt überleben muss und Menschen die eine Tötung fordern verurteilt werden. Ein Tier soll doch nicht einfach nur möglichst lang leben, sondern vorallem Lebensqualität haben. Wie lange wollen die denn noch warten, bis sie etwas tun? Und welcher Tierarzt macht sowas mit? Meiner würde mir mit Sicherheit den Vogel zeigen.

In meinen Augen hast du vollkommen Recht. Das ist einfach nur falsch verstandene Tierliebe auf Kosten des Pferdes.

Mir fehlt bei facebook übrigens immer noch der "gefällt mir nicht" und "find ich scheiße" - Button Wink

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Caprivi
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BeitragVerfasst am: 20.06.2011, 23:22    Titel:   Antworten mit Zitat

Das ist doch krank.

13.000 € für eine Protese KopfMauer

Ich halte die Aktion für fragwürdig, konnte sie bei FB aber nicht finden.

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Prinzessin



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BeitragVerfasst am: 20.06.2011, 23:41    Titel:   Antworten mit Zitat

Die Aktion an sich gibts bei Facebook nicht, ein befreundeter Tierschützer hatte lediglich den Link gepostet um Spendenwillige anzulocken...

Wäre es ein junges Pferd, das Geld bereits vorhanden (und es müsste nicht Monate darauf warten) und die Erfolgschancen hoch, hätte ich kein Problem damit, wenn operiert wird. Wie gesagt finde ich, dass die Finanzen alleine nicht den Ausschlag geben sollten.

Schlimm ist vor allem wie das Problem unter der Rubrik "Wer lebt hier - Pferde" heruntergespielt wird. Es wird so dargestellt als würde Sissi "ein bisschen humpeln". Aber da sie ja nicht geritten wird, ist es ja in Ordnung Abgedreht

Hab mich noch weiter durch die HP gelesen, die haben nun mal die Ideologie dass Tiere nicht benutzt werden dürfen und deshalb haben sie das reiten aufgegeben. Da es ja Quälerei ist. Da frage ich mich wie die geritten sind.

Der Freund auf Facebook hat gemeint, ich solle doch den Leuten eine email schicken. Aber nachdem ich das alles auf der HP gelesen habe, bin ich zu dem Schluss gekommen dass es keinen Sinn machen würde, da die Leute total von sich und ihrem Tun überzeugt sind Schnief

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Antsche-Maus



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BeitragVerfasst am: 21.06.2011, 08:24    Titel:   Antworten mit Zitat

Die Leute sind halt leider Extremisten und dann kommt immer solcher Murks dabei rum. Ob die jetzt veganer sind oder nicht oder ob und warum sie das Reiten aufgegeben haben ist ja erstmal egal, grundsätzlich find ichs auch gut, wenn man sein Ding durchzieht. Mir scheinen sich die nur total in diese "Tiere dürfen nicht benutzt werden Geschichte" reingesteigert zu haben.


Auch verstehe ich nicht, warum man nicht von Anfang an mehrere Meinungen eingeholt hat und z.B. das spezielle Hufeisen rechtzeitig hat anbringen lassen und nicht erst als es schon längst zu spät war. Und das Gelaber mit dem Hinlegen....furchtbar. Für mich zeugt das einfach nur von sehr wenig Tierverstand Kopfschüttel

Im Fall dieses Pferdes hat das ja auch absolut nichts mehr mit benutzen und wenn es krank ist wegwerfen zu tun. Es geht einfach nur um gesunden Menschenverstand und Verantwortungsbewusstsein dem Tier gegenüber. Wer Tiere hält sollte auch die Kraft und den Mut haben, sein Tier gehen zu lassen, wenn die Zeit gekommen ist.

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Wiesi



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BeitragVerfasst am: 21.06.2011, 12:22    Titel:   Antworten mit Zitat

@Prinzessin: Ja, das kann ich bestätigen - ich weiss auf was Du hinaus willst!

Eine Protese für ein Pferd!!??? Das ist lächerlich, das Pferd wird die Protese nicht überleben.. Überlegt mal wie viel Gewicht da auf der Verschnallung/Auflagefläche was auch immer liegt - das kann ja nur Druck- und Scheuerstellen verursachen. Das wird eh nix. Und ausserdem schliess ich mich den Vorrednern an... ein leidendes Pferd hat auf dieser Welt nichts zu suchen Kopfschüttel

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Caprivi
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BeitragVerfasst am: 21.06.2011, 22:00    Titel:   Antworten mit Zitat

Für mich heisst Tierliebe auch, im entscheidenden Moment DIE Entscheidung zu treffen und so mit seinem Tier umzugehen, dass man ihm diesen Weg leicht macht.

Nur weiss ich in dem speziellen Fall auch noch keine Lösung. Sachlich wird man da nicht weiter kommen.
Vieleicht der Amtstierarzt?

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Antsche-Maus



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BeitragVerfasst am: 21.06.2011, 22:04    Titel:   Antworten mit Zitat

Ich fürchte der entscheidende Moment liegt in diesem Fall schon längere Zeit zurück Kopfschüttel

Da hast du Recht, der Amtstierarzt ist wahrscheinlich der einzige, den man da einschalten kann....der Tierschutz ist ja schon vor Ort Abgedreht

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WhiteCat



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BeitragVerfasst am: 22.06.2011, 11:37    Titel:   Antworten mit Zitat

Oh Schreck Ich bin grade echt völlig schockiert! Nicht nur wegen der Sache mit und um die Stute sondern vorallem von der (aus meiner Sicht) völlig quer gehenden Einstellung der Leute die das Desaster erst verursacht hat!
Ey sorry wenn ich es mal so ungeschminkt sage aber die haben doch einen Abgedreht Kopfschüttel "

Zitat:
Eine Aktionsform, an der ich mich häufig beteiligte, war die Offene Tierbefreiung: Ich habe an zahlreichen direkten Befreiungen von Hühnern, Enten, Gänsen und Truthühnern mitgewirkt und mußte für die Befreiung von 59 Individuen auch eine Freiheitsstrafe absitzen, was ich bis heute nicht bereue, auch wenn ich weiß, daß direkte Tierbefreiungen nicht das Grundproblem - den Speziesismus - lösen und die Ausbeutung nichtmenschlicher Tiere insgesamt stoppen können.

Auf Deutsch: Türen auf und Tiere einfach raus!!!
Und das IN DEUTSCHLAND wo die Tiere so nichteinmal leben können Oh Schreck Und das soll Tierschutz sein? Abgedreht Nein Nein Motzkopf

Ne also ich bin echt völlig entsetzt... "gegen Tierbenutzung" ich musste eben mal hämisch feststellen das sie selbst aber Mistkarren schieben und so auch "menschliche Tiere" "benutzt" werden von "nicht menschlichen Tieren"... Kichern
Selbstverständich sehen sie das gaaanz anders...
Ey JEDER VON UNS muss seine Leistung im Leben bringen, jeder Mensch hat Aufgaben, kein Leben ist ohne Ansträngung und wir sind meiner Meinung nach auch einfach nicht zum rumsitzen geschaffen! Ich sehe absollut NICHT ein warum man von einem Tier nicht eine FAIRE Leistung verlangen kann... Z.B. könnten sich zwei ihrer (wenn gesunde dabei sind, hab noch nicht geguckt) Pferde ihr Futter selbst im Wagen von der Wiese ziehen, vermutlich machen sie das aber mit dem Traktor und verpesten die Umwelt, denn die armen Pferde dürfen ja nicht arbeiten Abgedreht

Und was Sissi angeht: Das Pferd gehört erlöst! Einfach in der Summe der Fakten, nicht weil ne teure OP nie in Frage kommen würde, nicht nur weil sie heufiger liegt, sondern alles in allem:
Einem alten Pferd eine schwere OP, mit ungewissem Ausgang, für sooo viel Geld und eine Prothese zu zu muten, damit es VIELLEICHT noch ein bisschen länger lebt, dafür aber bis dahin noch lange Schmerzen haben wird (2300€ von 13.000€...) Abgedreht OHNE WORTE eigentlich..

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"Ich will alles daran setzen und mein Bestes geben, damit diese Pferde in ihrem freundlichen Wesen gut über mich urteilen und damit Harmonie walte, getragen vom Einvernehmen zwischen zwei Lebewesen."
Reitmeister Nuno Oliveira
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Reserl



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BeitragVerfasst am: 23.06.2011, 09:31    Titel:   Antworten mit Zitat

Moment mal - so schlimm die Sache auch ist, da muss ich mal was klarstellen.
Direkte Tierbefreiung heißt NICHT dass die Tiere dann einfach freigelassen werden!!! In der Regel werden die befreiten Tiere auf Gnadenhöfen etc untergebracht - außer es handelt sich um Wildtiere. Die Leute da wissen also sehr wohl dass so ein Masthühnchen nicht wirklich in der Natur überleben kann Mit den Augen rollen

glg
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Prinzessin



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BeitragVerfasst am: 23.06.2011, 12:33    Titel:   Antworten mit Zitat

Ja das stimmt schon, freigelassen - also in die Natur - werden nur Nerze u.ä. Ein Großteil wird dennoch überfahren oder verhungert. Untersuchungen haben gezeigt dass ein kleiner Teil überlebt und auch in der Lage ist sich selbst zu versorgen... Über Sinn und Unsinn derartiger Aktionen lässt sich diskutieren...




hab noch hin und her überlegt, wie man der Stute helfen könnte.


Auch eine noch so sachliche Email wird auf taube Ohren stoßen, die Leute sind ja wie gesagt total überzeugt von ihrem Tun.

Leider wird auch eine Anzeige beim Vet Amt nichts oder vielleicht sogar das Gegenteil bewirken. Der Amtstierarzt wird kaum die Tötung des Pferdes anordnen, und selbst wenn würden die tollen Tierschützer auf die Barrikaden gehen, an die Öffentlichkeit gehen und mehr Aufmerksamkeit bekommen. Es würde ihren Wahn nur bestätigen, dass sie die einzig wahren Tierretter sind. Wahrscheinlich würden sie sich dann ans Pferd ketten, es verschwinden lassen oder sonst irgendeinen militanten Müll veranstalten...

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Reserl



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BeitragVerfasst am: 23.06.2011, 19:56    Titel:   Antworten mit Zitat

Für die Hühner oder Schweine die sie rausholen MACHT es Sinn ...

Und ich denke mal die würden nicht alles für Sissi tun (weil denen gehts ja finanziell auch nich gut dorten, die tun nur das was sie für notwendig halten denk ich mal) wenn die keine Lebenslust mehr haben würde?! Ich denke was das anbelangt sollte man die Leute nicht als derartig unzurechnungsfähig einschätzen. Wäre es Tierschutzwidrig hätten die Kliniken und Tierärzte und Hufschmiede und wer nicht schon alles an Sissi dran war was getan, die sind ja auch nicht blöd.
Ich find auch nicht alles gut was der Antitierbenutzungshof macht. Aber man sollte mit vorschnellen Urteilen, vor allem wenn man die Situation selber nur aus Erzählungen kennt und sich selbst kein Bild machen konnte, eher vorsichtig sein. Wir wissen nicht inwieweit Sissi eben leben WILL, und wenn sie weiterleben will hat sie jedes Recht der Welt dass sie das auch darf.

glg
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Antsche-Maus



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BeitragVerfasst am: 24.06.2011, 12:02    Titel:   Antworten mit Zitat

Da hast du zwar Recht, aber ich sehe die Sache doch sehr kritisch. Selbst wenn das Tier weiterleben will (woher wollen wir Menschen das so genau wissen?), kann der Zustand nicht so bleiben, wie er jetzt ist. Und ich würde dem Tier sicher nicht so eine schwere OP zumuten wollen. Ich wüsste noch nichtmal ob ich das bei meiner Antsche tun würde, und die ist körperlich topfit und wesentlich leichter als ein Kaltblut. Allerdings hätte ich notfalls das Geld für die OP und müsste nicht Monate warten, wie will man das denn dem armen Tier erklären??? Also ich bleibe dabei, dass ich das alles sehr kritisch sehe und es sich für mich stark nach falsch verstandener Tierliebe anhört...

Und dass die Klinik oder Tierärzte was getan hätten stimmt nicht unbedingt. Die wollen ja auch Geld verdienen, da bleibt der Tierschutz so manches mal auf der Strecke. Ich hab da schon alles erlebt:

Einer bekannten wurde zu einer schweren Krebs-OP für ihren 14 (!!!) Jahre alten Schäferhund geraten. Sie sie hat sich zum Glück dagegen entschieden und das Tier einschläfern lassen. Wenn das keine Geldmacherei ist, weiß ich auch nicht....

Im Gegensatz dazu hab ich auch schon oft mitbekommen, dass in meinem alten Stall dem Alter entsprechend völlig gesunde Pferde eingeschläfert wurden, weil sie keine Jagten oder Turniere mehr laufen konnten. Es wurde dann natürlich immer irgendwas vorgeschoben, aber wer suchet, der findet, bei einem älteren Pferd.

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Prinzessin



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BeitragVerfasst am: 24.06.2011, 21:32    Titel:   Antworten mit Zitat

Ich gebe Antsche recht - Tierärzte gibt es solche und solche, und leider sehr wenige gute, die den Zeitpunkt der Tötung richtig einschätzen bzw empfehlen. Ich arbeite selbst seit Jahren im Tierschutz und kenne deshalb auch viele verschiedene Tierärzte...kenne das also nur zu gut.

Außerdem finde ich es sehr schwierig einzuschätzen ob ein Tier leben "will" oder ob es "nur" der natürliche Überlebensinstinkt ist, den nun mal jedes Tier hat! Bis sich ein Tier wirklich aufgibt, hinlegt und aufhört zu fressen muss schon sehr sehr viel passieren - siehe z.b. die Pferde in Rumänien, denen werden absichtlich noch Verletzungen zugefügt damit sie unter dem Einfluss von Adrenalin noch 2 Tage weiter laufen können, bevor sie tot zusammen brechen!

Auch dieses Argument "er/sie frisst ja noch" kommt mir langsam zu den Ohren raus!! Das heißt garnichts! Natürlich frisst jedes Tier wenn es irgendwie noch die Möglichkeit dazu hat! Es kann ja von Natur aus garnicht anders. Es würde ja niemals freiwillig verhungern. Dazu muss es schon in einem extrem schlechten Zustand sein z.b. hohes Fieber oder extreme akute Schmerzen wie bei einer Kolik.

Mein letztes Pony hatte HD, ein künstliches Hüftgelenk ist ja bei Pferden nicht möglich (wäre es möglich und hätte derartige Erfolgschancen wie beim Hund, nämlich 96%, hätte ich es machen lassen, auch für 10 000 euro!!). Er bekam mehrmals Cortison gespritzt und täglich die volle Dosis stärkster Schmerzmittel (3 Monate lang), was er sogar magendarmtechnisch gut vertrug. Dennoch lahmte er sehr stark, hatte also sicher höllische Schmerzen - er legte sich auch in den letzten Wochen überhaupt nicht mehr hin... Aber er fraß, hatte glänzendes Fell und manchmal galoppierte er sogar auf 3 Beinen auf die Koppel wenn er andere Pferde sah... Die damalige Tierärztin (eine der besten, die ich bisher hatte!) sagte, dass mich keiner dazu zwingen könne ihn einschläfern zu lassen, solange er so am Leben teilnimmt...aber er hat definitiv starke Schmerzen und eine Besserung war unmöglich. Zur Sicherheit der Diagnose habe ich ihn noch unter Vollnarkose die Hüfte röntgen lassen - es waren auf beiden Seiten keine Gelenkpfannen mehr vorhanden. So ließen wir ihn nicht mehr aufwachen... Theoretisch hätte ich ihn noch einige Zeit so weiterlaufen lassen können (er war erst 16), aber was hätte das genutzt? Er hatte sicherlich schon seit Jahren (!!) Schmerzen, bevor sie so stark wurden dass man sie überhaupt bemerkte. Denn eine derartige Hüfte kommt schließlich nicht von heut auf morgen (genauso die Arthrose bei Sissi). Tiere sind so gut darin Schmerzen zu "vertuschen".

Ja, Sissi nimmt am Leben teil. Aber was wäre die Alternative? Was bleibt ihr anderes übrig? Ihr Herz, ihr Magen Darm Trakt, ihr Gehirn ... - alles funktioniert! Und ist darauf aus weiter zu machen! Auch wenn sie in den Beinen noch so schlimme Schmerzen hat... andere Pferde müssen in so einem Zustand noch Karren ziehen (was Sissis Situation natürlich nicht besser macht!!)...und sie tun es...
Das schlimmste ist dass seit 1,5 Jahren so gut wie nichts passiert ist. Wenn ich im Sinn habe ein Tier zu retten muss das SOFORT passieren. Und nicht mal hier, mal da rummurksen.
Außerdem wäre es wie schon erwähnt etwas ganz anderes wenn Sissi nicht schon so alt wäre und die Prothesen ausgereift wären.

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Reserl



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BeitragVerfasst am: 25.06.2011, 22:54    Titel:   Antworten mit Zitat

Ich verstehe eure Einwände.
Wegen dem Lebenswillen: ja klar, auch Tiere die nicht mehr leben wollen essen. Das ist ein Trieb/Instinkt. Aber wenn zum Beispiel eines meiner Kaninchen krank war merkte ich schon sehr stark, ob es jetzt nur mehr depressiv ist und die Krankheit nicht ertragen kann und auch nicht will dass noch was rumgedoktert wird oder ob es genau das erwartet. Wobei ich sagen muss dass die meisten meiner Kaninchen bei Sachen wo der Tierarzt noch sagte, man könnte es zumindest versuchen, einschläfern kann man später immer noch, wirklich einfach nurmehr erlöst werden wollten.
Dass Tierärzte oft nur Geld machen wollen stimmt leider. Mir sind zum Glück noch nicht viele dieser Exemplare untergekommen.

glg
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