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Haute Ecole - was haltet ihr davon?!   
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Chrissy



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BeitragVerfasst am: 13.01.2008, 08:09    Titel:   Antworten mit Zitat

Da ich mich etwas länger mit Nevzorov beschäftige und dort im Forum aktiv bin kann ich sagen "JA! Das wäre ihm zu brutal"
En Leitsatz dort ist zum Beispiel "Das Pferd hat immer recht". Wenn es nicht will, dann eben nicht. Dann musst du es in Ruhe lassen und wenn es irgendwas "ungewolltes" tut dann bist eigentlich du Schuld denn es wird seine Gründe haben.
Wenn du dich seiner Lehre anschliesst (was mir echt zu heavy wäre) dann kannst/musst du erst einmal Monate/Jahre auf das reiten verzichten. Es gibt Bodenübungen die du zunächst 100% erfolgreich absolviren können musst und noch zig andere Sachen die ich aber nicht kenne weil das geheim gehalten wird.
Um das zu erfahren musst du um Aufnahme bitten (was nicht so einfach ist) und dann bereit sein nichts zu erwarten und ggf. auf "alles" zu verzichten.
Was ich allerdings noch nicht gesehen habe: Einen seiner Schüler der es geschafft hat! Ich weiss nur von Nevzorov selber das er zu diesen Dingen in der Lage ist und diese Beziehung hat.
Irgendwann muss diese Schule ja mal zu Ende sein und man Dinge können wie er sie kann. Hmm...
Auch wenn mir das "zu arg" dort ist, gibt das schon manchmal Denkanstösse dort.
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Antonia



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BeitragVerfasst am: 13.01.2008, 10:35    Titel:   Antworten mit Zitat

Zitat:
En Leitsatz dort ist zum Beispiel "Das Pferd hat immer recht". Wenn es nicht will, dann eben nicht. Dann musst du es in Ruhe lassen und wenn es irgendwas "ungewolltes" tut dann bist eigentlich du Schuld denn es wird seine Gründe haben.


Hört sich ja interessant an. Dass mit "das Pferd hat immer Recht" sehe ich im Grunde auch ähnlich, also sprich ich suche immer zuerst die Fehler bei mir nicht beim Pferd. Es gibt aber auch einzelne Situationen in denen das nicht so einfach ist, denn manchmal tun Pferde auch "Ungewolltes", weil sie z.B. in der Vergangenheit diverse schlechte Erfahrungen gemacht haben und obwohl man sich als Mensch vielleicht richtig verhält reagiert dann ein Pferd erstmal eine Zeit lang negativ (z.B. Sattelzwang; buckeln beim Beine anlegen o.ä.....). Wenn ich in solchen Situationen das Pferd einfach in Ruhe lasse, kann ich mir nicht vorstellen, dass sich dann solche Probleme von selbst lösen, sondern man muss ja erstmal versuchen negative Erfahrungen durch positive zu ersetzten und das funktioniert ja nur durch Training.
Aber gut, ich habe keine Ahnung von dieser Methode und sicherlich macht auch dieser Pferdemensch bestimmte Übungen mit den Pferden um überhaupt erstmal Vertrauen aufzubauen etc., sonst würde das alles ja nicht funktionieren.
Zu "Freundschaft":
Ich beobachte immer wie gut befreundete Pferde untereinander umgehen und da sieht man ja auch, dass wenn die Rangordnung klar abgesteckt ist, wunderbar Fellpflege betrieben werden kann usw..., aber immer mit dem Hintergrund, dass ein Pferd ranghöher ist und bestimmt wo es lang geht (z.B. eben wie lange Fellpflege usw..).
Die rangniedrigen Pferde sind deshalb mit dem ranghöheren ja trotzdem befreundet und fühlen sich nicht selten sogar sehr wohl und sicher in dessen Nähe, auch wenn dieser in "Menschenaugen" sich vielleicht manchmal ziemlich "böse" verhält, indem er die anderen Pferde mal wegtreibt, zwickt etc.
Von daher ist für mich das mit der "Dominanz" eigentl. was völlig natürliches, die Freundschaft nicht ausschließt, im Gegenteil. Dominanz steht ja auch immer in Verbindung mit Vertrauen wie wir hier auch schon soo oft geschrieben haben, wehalb ja Dominanz nie mit Gewalt erreicht werden kann!

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Charissima
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BeitragVerfasst am: 13.01.2008, 11:33    Titel:   Antworten mit Zitat

Zitat:
Jetzt frage ich mich nur, ob das, was wir RAiter machen, also mit dem wütend werden (ich werde da auch manchmal laut), in Nevzorovs Augen schon zu brutal wäre.
Sind wir dann nicht mit unseren Pferden "befreundet"?

Das Wichtigste dabei ist, dass man nicht in Feindbild abrutscht und statt der von uns gemeinten Wut ins Raubtierverhalten kommt, was leider nur allzu leicht passiert, weil es der menschlichen Natur entspricht. Darin unterscheidet sich der gute Rai-Reiter vom schlechten, weil er gelernt hat, seine Wut in die entsprechenden Bahnen zu lenken. Wenn man das schafft, fühlt sich das Pferd bei einem geborgen und akzeptiert auch eine Zurechtweisung.

Zitat:
En Leitsatz dort ist zum Beispiel "Das Pferd hat immer recht". Wenn es nicht will, dann eben nicht. Dann musst du es in Ruhe lassen und wenn es irgendwas "ungewolltes" tut dann bist eigentlich du Schuld denn es wird seine Gründe haben.

Die Handlungsweisen von Pferden beruhen auf angeborenen Trieben und erlerntem Verhalten. Beides steuert das momentane Verhalten und somit hat das Pferd immer recht, denn es muss so handeln und kann nicht logisch denken. Die Schuld liegt meist bei einem selbst, oder aber an Erfahrungen, die das Pferd vorher gemacht hat. Man denke z.B. an ein Problemtier, das man gerade übernommen hat, da kann man ja selbst noch gar keine Schuld an erwünschtem Verhalten haben. Man kann aber sehr wohl daran arbeiten, dass es besser wird, darum ist in Ruhe lassen doch keine Lösung. Kopfschüttel

Zitat:
Von daher ist für mich das mit der "Dominanz" eigentl. was völlig natürliches, die Freundschaft nicht ausschließt

Genau das ist es, was mich zum Rai-Reiten gebracht hat. Vorher habe ich nie hingekriegt, ranghöher zu sein und trotzdem ein freundschaftliches Gefühl zu entwickeln. Sehr schön auch zu sehen im Video "Vom Verbrecher zum Freund", wie liebevoll Fred mit dem Pferd umgeht ohne etwas von seiner Autorität zu verlieren. Dass der Begriff Dominanz manchmal unglücklich ist und von anderen Leuten anders verstanden wird als von uns Rai-Reitern haben wir auch schon mal erörtert: http://www.rai-reiter-forum.de/viewtopic.php?t=893

Ich kann wirklich nur allen raten, vor allem Madi, die beiden Seminare von Fred zu besuchen, da werden die ganzen Zusammenhänge mit vielen Beispielen und logischen Begründungen ganz hervorragend erläutert.

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Chrissy



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BeitragVerfasst am: 13.01.2008, 12:28    Titel:   Antworten mit Zitat

Bei Nevzorov ist Dominanz eigentlich gar kein Thema bzw. man hat sein Pferd nicht zu dominieren. So habe ich es verstanden. Man bekommt halt nicht alles mit, denn einiges erfährt man nur wenn man bei ihm in die Schule geht.

Da war ein Beispiel da hatte sich jemand im Paddock auf den Heuballen gesetzt. Erst kam das Pferd und guckte, dann "griff es an" (hat aber nicht gebissen). Sie hat dann so darauf reagiert das sie das Pferd von seinen Platz vertrieben hat.
Das war alles falsch. 1,. hat sie nicht auf dem Heu zu sitzen 2. hätte sie weg gehen müssen als das Pferd sie angeguckt hat und 3. darf sie es nicht von seinem Platz schicken
Mir gibt das ein Gefühl als hätte dort der Mensch den Platz des untersten Herdenmitglieds.

Es werden aber auch "Übungen" gemacht. Das sind dann dort aber Spiele. Und wenn das Pferd nicht will dann eben nicht.

Wie man nachher dazu kommt reiten zu dürfen weiss ich nicht und wann man es darf. Es dauert aber anscheinend Monate/Jahre und wie gesagt habe ich dort keinen kennen gelernt der nicht über die Bodenphase hinaus und annährend an Nevzorovs "Niveau" ist. Finde ich persönlich etwas seltsam.

Das was ich hier zur Dominanz bei Nevrozov geschrieben habe spiegelt definitiv nicht meine Meinung wieder sondern ist eine Zusammenfassung dessen was dort in seinem Forum gelehrt wird.
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Madi



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BeitragVerfasst am: 13.01.2008, 12:29    Titel:   Antworten mit Zitat

Hallo,

ja, eben, so wie ihr das schildert finde ich es irgendwie auch logischer.

@Chrissy: Und wenn er ein Pferd reiten möchte, dass Pferd aber keine Lust hat, dann lässt er es einfach? Vielleicht sind diese Bodenübungen ja dazu da, Vertrauen aufzubauen und er wird dadurch zum Leittier. Also irgendwie kann ich mir das nicht so vorstellen. Er verwendet ja kein einziges Mal so einen Begriff wie Leittier, oder?

@Charissima: Würde ich wirklich gerne, aber im Moment fehlt mir leider das Geld
Traurig .


Achja, nochmal die Frage: Ist das dann überhaupt sicher, was er macht?
Würde mich ja wirklich interessieren was Fred Rai dazu sagen würde.

lg

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*Knuffel* Madeleine*

Es ist unglaublich, wie viele schöne Orte man zu sehen bekommt, wenn man reitet, die man sonst wohl kaum sehen würde. DANKE!
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Chrissy



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BeitragVerfasst am: 13.01.2008, 14:56    Titel:   Antworten mit Zitat

@Madi:
Ich glaube dann lässt mans.. ja...
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Charissima
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BeitragVerfasst am: 13.01.2008, 17:09    Titel:   Antworten mit Zitat

Eigenartige Einstellung. Wenn man sieht, was er den Pferden alles so abverlangt, kann das eigentlich nur funktionieren, wenn auch er das Pferd als Flucht- und Herdentier seinen Trieben und Veranlagungen nach entsprechend behandelt.

@Madi: Das mit dem Geld verstehe ich natürlich. Das Buch "Auch wir haben Gefühle" hilft da auch schon viel weiter, aber das hast du doch sicherlich schon gelesen!?

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WhiteCat



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BeitragVerfasst am: 13.01.2008, 17:54    Titel:   Antworten mit Zitat

Na das hört sich ja echt so an als wäre der Mensch bei dieser Methode rangnieder und hofft darauf das sein Pferd so gnädig ist zu tun was er möchte. Ich kenne einige Pferde bei denen das so seit Jahren mehr oder weniger funktioniert! Nicht nach dieser Methode, aber halt so "das Pferd ist ja sooo brav mit dem kann man alles machen" aber null dominanz... und in Gefahrensituationen möchte ICH da nicht drauf sitzen!!!
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BeitragVerfasst am: 13.01.2008, 20:08    Titel:   Antworten mit Zitat

Ich habe die beiden Themen zusammengelegt, weil es so gut passt und weil beide von Madi gestartet wurden.

Ich weiß auch nicht, was davon zu halten ist und denke, wir wissen zu wenig, um es wirklich beurteilen zu können. Über das Rai-Reiten wird auch oft falsch geurteilt, weil die Leute eine ganz falsche Vorstellung davon haben. Das soll hier nicht passieren.
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WhiteCat



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BeitragVerfasst am: 13.01.2008, 20:54    Titel:   Antworten mit Zitat

Ich stelle fest Ihr könnt wohl besser Englisch als ich, ich hab nämlich kaum ne chance mirdasauch nur durch zu lesen!
Aber was mich (und DAS kann dem Rai-Reiten keiner nachsagen!) SEHR stutzig macht ist das seine Methoden "geheim" sind... Und man nur erfährt wies geht wenn man da beitritt...
Klingt fast ein bisschen wie ne "Reitersekte"... Ich hoffe ma sowas gibts nicht wirklich!

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Antonia



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BeitragVerfasst am: 13.01.2008, 21:40    Titel:   Antworten mit Zitat

Zitat:
Ich weiß auch nicht, was davon zu halten ist und denke, wir wissen zu wenig, um es wirklich beurteilen zu können. Über das Rai-Reiten wird auch oft falsch geurteilt, weil die Leute eine ganz falsche Vorstellung davon haben. Das soll hier nicht passieren
.
Sehe ich auch so! Genau!
Irgendwelche Übungen muss er ja auch mit seinen Pferden machen, damit es am Ende funktioniert. Dazu müsste man halt erstmal genauer wissen wie so seine Trainigsmethoden etc. aussehen, um das einigermaßen beutreilen zu können... Grübeln

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BeitragVerfasst am: 14.01.2008, 06:45    Titel:   Antworten mit Zitat

@ Whitecat:

Das mit der Sekte ist mir auch schon im Kopf rumgeschwirrt weil die Ansichten so extrem sind und ich weiss ja nicht wieviel die Kurse kosten sollen. Der Klaus-Ferdinand Hempfling ist ja auch so ein Guru der den Frauen das Geld reihenweise aus den Taschen gezogen hat und sich von denen aushalten lies. Vielleicht ist das ja ähnlich Grübeln

Aber so lange wir das nicht genau wissen... Ich möchte ja nicht vorschnell urteilen... Verlegen

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WhiteCat



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BeitragVerfasst am: 14.01.2008, 21:24    Titel:   Antworten mit Zitat

Ich denke oder besser hoffe keiner von uns hier wird das je so genau rausbekommen! Denn das würde entweder bedeuten es wär wircklich was faul und es wär rausgekommen oder es wär ein Rai-Reiter der Meinung er müsste sich das unbedingt genauer ansehn und das denke ich brauchen wir nicht, da gibts wohl Alternativen die einladender sind als eine geheimhaltung.... Und die meisten ham im Rai-Reiten ja eh Ihr Ding gefunden und wollen nicht eine Methode ohne dominanz über das Pferd!
Also wirds wohl eher ein Geheimnis bleiben!

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Candyman




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BeitragVerfasst am: 29.06.2008, 14:22    Titel: Arbeiten Nevzorov und Hempfling etwa ähnlich...?!   Antworten mit Zitat

Hallo!

Ist doch schon merkwürdig, wie sehr sich die Bilder ähneln, wenn diese beiden Menschen Umgang mit Pferden haben, nicht wahr?!
Wobei mir, rein vom Gefühl her, die "Haute école" von Herrn Nevzorov mittlerweile mehr zusagt, als die Geschichte mit Hempfling!
Hat wohl mit meiner eigenen Entwicklung zu tun.
Früher ähnelte ich -von meiner Einstellung her- eher Klaus: Auf der einen Seite unheimlich empfindsam, auf der anderen aber dominant und eher darauf bedacht, alles unter Kontrolle zu behalten. Wenn nötig, auch mit viel Nachdruck!

Da meine Entwicklung aber Fortschritte in Richtung "Zulassen" gemacht hat, tendiere ich mittlerweile mehr zu Nevzorov:
Dieser Mann hat ganz klar erkannt, was die Wurzel allen Übels ist: Das menschliche Ego! Deshalb ist ihm wohl auch der Wettbewerb in jeglicher Form zuwider, denke ich.
Es geht also bei dieser Schule nicht darum, die Symptome (kaputte, gequälte Pferde!) zu ächten, sondern das "Übel" an der Wurzel zu packen: "Erwarte nichts und Du bekommst womöglich alles...!". Diese Worte stehen natürlich in krassem Widerspruch zu unserer durch reine Erwartungshaltung geprägten Gesellschaftsform!
Merkt jemand, wohin das führt?! Deshalb hält Nevzorov sich sicher so bedeckt, was seine "Methoden" angeht... Das ist eine "Charakter-Schule" für Menschen, sonst nichts! Und das Pferd ist der Spiegel, in dem sich jeder immer wieder selbst ansehen kann und auch muß. Und für jeden anderen wird sichtbar, wie weit die innere Entwicklung eines jeden Schülers fortgeschritten ist:
Das "Spiel" dieses Mannes mit den Pferden, ist nur das im Aussen sichtbar gewordene Ergebnis einer inneren Einstellung, die -hätten sie mehr von uns- vermutlich die Welt, in der wir leben, total verändern würde!!!
Weiß eigentlich noch jemand, was man mit dem Wort "Ritterlichkeit" ausdrücken wollte?! Da fallen einem doch bestimmt alle die Attribute ein, an denen es in unserer Gesellschaft so sehr mangelt: Großmut, Ehrhaftigkeit, Wahrhaftigkeit..., oder etwa nicht?!
Dieser Mann weiß, wie man da vorgehen muß: Man kann seine Einstellung nur durch Selbsterfahrung ändern. Also sucht er sich ganz gezielt Leute aus, die bereit sind, alles aufzugeben, was sie bisher gelernt haben. Und ihnen öffnen sich dann unter seiner Anleitung ganz allmählich die Augen. Wenn sie dann soweit sind, können sie ihrerseits hinausgehen in die Welt und es vorleben! Solange, bis sie ihrerseits gefragt werden, wie sie denn dahingekommen sind, wo sie jetzt stehen. Nur so erwächst wirkliches Verständnis für die wahre Natur der Pferde... Und mitten in diesem Prozeß der Öffnung des Geistes, erkennt der Mensch plötzlich SEINE wahre Natur: Dann werden all diese Eigenschaften freigelegt, die einen "Ritter" einst ausmachten... Und auch bei diesen war es genauso: "Erweise Dich als würdig, und Du wirst vielleicht eines Tages einer von uns sein!".
Wobei das Wort "würdig" meint, daß er eine bestimmte Einstellung zum Leben selbst haben sollte. Also nicht im Sinne von "beurteilend", sondern im Sinne von "offen" für Veränderung, innerem Wachstum, Selbstlosigkeit, Aufrichtigkeit und solchen Dingen.
Ich denke, DAS sind die Gründe, warum es nur SO und nicht anders von Nevzorov gehandhabt werden kann...
Denn der Mensch als solcher hat leider vergessen, woher er kommt, was er eigentlich ist und warum er überhaupt hier ist. Und WIRKLICHE Veränderung ist scheinbar das Schwierigste, was man von einem Menschen überhaupt verlangen kann.

Liebe Grüße,
Andreas

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"Erkenne Dich selbst und Du wirst die Götter kennenlernen...!"
(Text über dem Eingang des Tempels von Delphi...)
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Alex



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BeitragVerfasst am: 29.06.2008, 20:55    Titel:   Antworten mit Zitat

Da ich das doch sehr interessant finde (bin immer auf der Suche nach neuem) habe ich mal ein bisschen gegoogelt und bin dabei auf eine Diskussion in einem anderen Forum gestoßen: http://www.reitboard.de/alexander-nevzorov-t469.html

Zitat:
Man kann es so nehmen, dass das Pferd sich seinen Führer aussucht, dem es vertraut, sich führen lässt.
DAMIT WIRD ABER NICHT AUSGEDRÜCKT, DASS DER FÜHRER RANGHÖHER IST! Der Führer muss es sich VERDIENEN, den Vertrauensbeweis zu bekommen, das Pferd führen zu dürfen. d. h. das Pferd wählt dich nur dann zum Führer und Leiter, wenn es mit dir zufrieden ist. Wenn du Bockmist baust, dann bist du abgewählt und kannst deinen Posten vergessen, dann musst du wieder von vorn anfangen.

Das ist doch eigentlich auch das was beim raiten gelehrt wird. Außer das mit dem Führer, der aber nicht ranghöher ist verstehe ich nicht ganz. Grübeln
Zumindest sind auch kurz die Sichtweisen zu Parelli und Monty Roberts erwähnt und es wird klar warum es solange braucht bis sie reiten dürfen...
Mich erinnert das ein wenig an Rai-Diskussionen in anderen Foren...

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Wir leben alle unter dem gleichen Himmel,
aber wir haben nicht alle den gleichen Horizont.

Alex:-)
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