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WhiteCat



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BeitragVerfasst am: 26.03.2010, 16:13    Titel: stillstehen   Antworten mit Zitat

Hallo!
Wie genau bringt ihr Pferden das stillstehen bei?
Ich finde es irgendwie schwierig wenn das Pferd angebunden ist überhaupt zu reagiern wenn es zappelt, je kürzer der Strick je weniger handlungsmöglichkeiten glaube ich zu haben, ich sag das so weil ich ja falsch liegen kann. Ich kann, wenn das Pferd mit dem ganzen Körper zur Seite tritt, es wieder zurück "schieben" aber vor und zurück zappeln finde ich mit kurzem Strick schwer zu verhindern und auch sonst hab ich das Gefühl das anbinden mich stört. Ohne habe ich es bei einem Zappelphillip aber noch nie probiert...

Was macht ihr? Und was meint ihr, sollte man ein zappeldes Pferd erst mal versuchen zum "freien" stehen zu erziehen? Also Strick in die Hand nehmen und jedes zappeln konsequent im Ansatz unterbinden?
Ich frage weil ich jetzt schon 2 Zappelphillipe kenne die mit 2 Stricken angebunden werden und ich mit beiden ein bisschen was machen möchte... Ich finde das sowas von ätzend, ich mag das einfach nicht wenn Pferde kurz angebunden sind, irgendwie ist das ein rotes Tuch für mich...

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"Ich will alles daran setzen und mein Bestes geben, damit diese Pferde in ihrem freundlichen Wesen gut über mich urteilen und damit Harmonie walte, getragen vom Einvernehmen zwischen zwei Lebewesen."
Reitmeister Nuno Oliveira
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Caprivi
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BeitragVerfasst am: 26.03.2010, 21:04    Titel:   Antworten mit Zitat


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Ich kann Rafaela auch anbinden.

Wie Du reagierst hängt vom Pferd ab und warum es zappelt.

Rafaela konnte nicht stillstehen, weil sie Ängste hatte und sie auswich. Das habe ich erlaubt, und immer Entspannung gegeben wenn sie stehen blieb. Dann ging ich zurück zum Putzplatz.

Ansonsten gilt mache das Erwünschte angenehm und das unerwünschte unangenehm. Bewegt sich das Pferd ohne erkennbaren Grund (?) dann bewege es bewusst und etwas mehr als ihm lieb ist, fordere die Bewegung und gebe ihm dann Entspannung dami es stehen bleibt. Bewegt es sich, dann wieder aktiv in Bewegung halten und fordern. dann aufhören und Entspannung anbieten.

Wie immer fordert das Ganze Konstanz. das Pferd muss die Chance haben sich einzurichten.
Zwang verbietet sich.

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Erst wenn der Reiter begreift, wie das Pferd den Menschen wahrnimmt,
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WhiteCat



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BeitragVerfasst am: 26.03.2010, 21:45    Titel:   Antworten mit Zitat

Bitte noch mal ausführlicher! Was bedeutet "bewege es"? Führen? Weg schicken? Geht ja schlecht wenn es angebunden stehen soll...
Ja du kannst sie jetzt auch anbinden, aber hast du nicht auch erst ohne anbinden gearbeitet? Daher hab ich die Idee nämlich es mal andersrum zu probiern Zwinkern ...

Mir geht es grade um die Frage ob man ein zappeldes Pferd erst angebunden "erzieht" oder ob es leichter ist das erst unangebunden zu machen, welche Wege ihr vorschlagt.

Hm in dem einen Fall bin ich mir nicht sicher warum das Pferd zappelt, aber es gibt ein ganz großes Dominanz am Boden Problem! Ich persönlich war schon extrem angenervt nach nur 10 Sek. mit diesem Pferd weil es DAUERNT und in unglaublichem Tempo nach mir (und Jedem andern) mit den Lippen geschnappt hat, so schnell kann ich nicht mal zischen oder anders reagiern... Motzkopf
Im andern Fall ist das Pferd recht nervös, ewig nicht gearbeitet und ausserdem frech von seiner Art her.

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Caprivi
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BeitragVerfasst am: 26.03.2010, 22:05    Titel:   Antworten mit Zitat

Meiner Meinung nach, kommt erst das Stillstehen können, Vertrauen und Gefallen an der Situation.
Das Anbinden kommt später.

Ausführlicher?
Eine Anleitung kann ich nicht geben, da muss man für seine Situation reagieren.

Aber mit Bewegen meine ich nicht Führen, vielmehr aktiv schicken. Wenn das Pferd meint es muss sich Bewegen dann "helfe" ich ihm dabei. Am besten Rückwärts, weil sie das weniger mögen. Alternative wäre stillstehen.

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Lisa



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BeitragVerfasst am: 27.03.2010, 00:17    Titel:   Antworten mit Zitat

Also ich hatte das Problem mit Aragon ja auch.
Damals habe ich nicht verstanden was los war, aber rückblickend kann ich dir Folgendes sagen: Aragon war weg von seiner Herde. An einem Ort, den er nicht wirklich kannte, nur mit mir, der er noch nicht vertraute. Er war einfach unsicher. Und daher musste er (als Fluchttier) seine Füße bewegen, er konnte gar nicht anders.
Deswegen sind damals auch alle Versuche ihn zum Stillstehen zu erziehen fehl geschlagen. Sanfte, wie auch das dort gerne empfohlene "immer wenn er sich bewegt ruckst du hart am Strick und sagst 'Nein!'" Ich hatte keine Chance.
Jetzt zu Hause, in seiner gewohnten Umgebung, mit mehr Vertrauen zwischen uns, kann ich ihn problemlos anbinden. Er bewegt sich nur noch sehr wenig, macht höchstens aus Langeweile Unsinn. Ich kann ihn aber auch Putzen und Satteln, ohne anzubinden. Es kommt nur selten vor, dass er sich da bewegt.

Mein Fazit ist also: Wenn du es damit zu tun hast, dass das Pferd sich aus Unsicherheit unruhig hin- und her bewegt, hast du schlechte Karten, es jetzt so direkt in der Situation zum Stillstehen zu erziehen. Entweder du ignorierst die Zappelei einfach (wenn das geht, bei Aragon war es so heftig, dass man nichts mehr an ihm machen konnte) und wartest ab - mit der Zeit steigendes Vertrauen in dich wird das Problem vermutlich von selbst lösen.

Oder du lässt das Anbinden und Putzen erst mal bleiben, für korrektes Führen auf Spaziergängen oder Bodenarbeit ist das ja nicht unbedingt notwendig. So habe ich es gemacht. Klar hätte ich meinen Aragon gerne geputzt, gepflegt und gestreichelt. Aber wenn es nicht geht, geht es halt nicht. Das Pferd muss es auch wollen bzw. in der Lage sein das anzunehmen. Und manchmal muss man darauf warten. Jetzt einen Kampf mit dem Pferd anzufangen, halte ich für falsch.

---

Wenn du es aber mit einem Pferd zu tun hast, das aus Dominanz rumhampelt und sich daneben benimmt (das beschriebene Schnappen), dann ist das was anderes. Da kannst du aktiv handeln. Was Caprivi mit dem "bewegen helfen" meint, ist glaube so was in der Art wie: Bleibt das Pferd nicht stehen, meint also sich bewegen zu müssen, dann schickst du es rückwärts (oder was anderes anstrengendes, unbeliebtes), danach gibst du ihm wieder die Chance stehen zu bleiben. Bewegt es sich wieder, muss es eben wieder rückwärts gehen. So dass letztlich das Stehenbleiben fürs Pferd am Bequemsten ist.

... wenn sich das Pferd dann natürlich nicht von dir Rückwärts schicken lässt bzw. anderweitig bewegen lässt, bist du wieder an dem Punkt, dass du eigentlich der Stillstehen Sache noch nicht arbeiten kannst, solange du nicht deine Respektsposition mehr ausgebaut hast und vom Pferd ernst genommen wirst. (Also wieder zuerst Führübungen, Dominanzübungen u.ä. bevor man ans Putzen denken kann...)
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Tequiline



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BeitragVerfasst am: 28.03.2010, 17:38    Titel:   Antworten mit Zitat

Ich finde es sinnvoll, das Stillstehen auf einem eingezäunten Platz zu üben. Das hab ich mit Tequila mal gemacht. Ich habe ihn in der Mitte abgestellt und mich dann immer weiter von ihm entfernt (dabei immer wieder "Steh!" gesagt) und bin dann in einem etwa 2m-Abstand um ihn herum gelaufen und dann zu ihm gegangen hab ihn gelobt. Und wenn er sich bewegt hat, hab ich ihn einfach wieder an seinen Platz zurückgestellt und zwar ganz in Ruhe und nicht irgendwie hektisch oder energisch (das bewirkt sonst eher das Gegenteil und die Pferde werden schnell sauer aus Unverständnis). Da das aber einwandfrei funktionierte und wir sonst auch keine Probleme haben, hab ich's danach nie mehr gemacht Wink.

Kurz anbinden finde ich auch fuchtbar! Ich würde erstmal die Grundlage schaffen, indem ich das auf dem Platz übe und dann kann man das ja auf den Putzplatz übertragen.


Liebe Grüße und viel Erfolg!

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