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Westernreiter-Thread   
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Lexi




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BeitragVerfasst am: 05.02.2010, 20:30    Titel: Westernreiter-Thread   Antworten mit Zitat

Hallo!

ich nenne den Thread einfach mal so.

Bin begeisterte Reiterin seit Kindestagen an. Begonnen auf der - euch wohl mittlerweile bekannten - Rösslalm, die früher alles andere als Rai-mäßig war, bis hin zum klassischen Englischunterricht mit 2 RBs und Westernreitern, wo ich stecken blieb.

ich habe ein Buch von Rai - Natürlich reiten. Ich habe es gekauft, da ich seinen Theorieteil einfach nur klasse finde.

Mit der Reitweise kann ich mich - ehrlich - nicht anfreunden. Ihr denkt euch sicher, was hab ich hier dann verloren? Abgedreht aber nein, es geht doch auch darum, Vorurteile aus den Weg zu räumen, und wo kann man das besser als hier?

Womit ich nicht leben kann, ist euer Sitz. Da sitze ich lieber aufrechter im Sattel, bequemer, ohne diese weggestreckten Beine, kann durch minimalsten Gewichtshilfen mein Pferd lenken, etc

das Bändele selbst als Zäumung ist ja Geschmackssache.

So, hier Westernreiter:

ich reite Western, ohne Sliding Stops, ohne Spins. Dennoch reite ich Reining, wo dies auf höheren Turnieren gefordert ist.
Wir stoppen ohne Sliding Plates (die speziellen Hufeisen) mit einer schön untergesetzten Hinterhand. Mein Pferd reißt dabei weder Maul noch die Augen panisch auf. Es entzieht sich auch nicht dem Gebiss, wir reiten mit Wassertrense, Knotenhalfter und Bosal.
auch bei den schnelleren Hinterhandwendungen (die später Spins werden könnten) ist sie ruhig und kontrolliert.

Ich reite mit Sporen. Fordere von meinem Pferd punktgenaue Ausführungen meiner Hilfen. Wir reiten viel auf dem Platz, trainieren auch. Aber nicht für Turniere, ich bin kein Freund von Turnieren.

Man kann als Westernreiter auch anders reiten, als man es auf Turnieren sieht.

Seien wir ehrlich, gäbe es Rai-Turniere, dann würde es dort auch laufend schwarze Schaafe geben, so ist es nun mal. Und es gibt sie sicher auch in dieser Reitweise versteckter Weise.

Viele Westernreiter haben viele Ansätze von Parelli. Ich trainiere mit einer Reining-Reiterin und einer Parelli-Trainerin.

wo liegen eure Vorurteile dem Westernreiten gegenüber? Was habt ihr für Meinungen dazu?
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Caprivi
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BeitragVerfasst am: 06.02.2010, 13:51    Titel:   Antworten mit Zitat

Hallo Lexi,
das Forum wurde nicht geschaffen um mit Vorurteilen aufzuräumen und um die Rai-Reitweise zu rechtfertigen. Wer das Rai-Reiten praktiziert hat damit für sich das Richtige gefunden und soll sich hier unbehelligt mit Gleichgesinnten austauschen können. Genauso wie alle anderen.

Was den Sitz aber angeht, so isz der von der Idee dem Sitz im Balancepoint nach arelli recht ähnlich, die Idee dahinter ist die Gleiche und unterscheidet sich etwas in der Umsetzung.

Wesentlich ist dabei, das Rai-Reiten eine Reitweise für das Wandereiten ist, Parelli aber nur Grundlage für jegliche Reitweise ist.
Rai-Reiten schließt den Wettbewerb aus, sondern richtet sich ausschließlich an das Verhältnis des einen Reiters zu seinem Pferd und zum Umgang mit den Pferden unter berücksichtigung ihrer Psyche und Bedürfnisse. Parelli fasst das unter dem begriff Savvy zusammen.

Die Kritik an anderen Reitweisen setzt da ein, wo die Berücksichtigung der Bedürfnisse der Pferde und ihrer Psyche ausser Acht gelassen wird.
Sporen, Gebisse und Gerte sind da zu tolerieren wo sie fördernd eingesetzt werden.

Bei meinem letzten Seminarbesuch von Dr. Heuschmann ging dieser auch auf die verwendung von Sporen ein. Danach sind sie al feines Hilfsmittel angebracht, wenn der Reiter gelernt hat mit dem Bein korrekte, feine Hilfen zu geben.

_________________
Erst wenn der Reiter begreift, wie das Pferd den Menschen wahrnimmt,
entsteht ein tiefes Vertrauensverhältnis!
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Sam





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BeitragVerfasst am: 06.02.2010, 15:10    Titel:   Antworten mit Zitat

Hallo Lexi,
Ich persönlich habe beim Raiten noch keine "schwarzen Schafe"
kennengelernt, womit ich nicht sagen will, dass es sie nicht gibt.
Das Raiten ist ja wirklich nur dafür gedacht, sich mit dem Pferd
in Harmonie in der Natur zu bewegen.
Keine "Kunststücke". Tuniere würden einfach nicht der Philosophie
des Rai Reitens entsprechen und dazu führen, dass auch in dieser Reitweise
die Pferde als Sportgeräte missbraucht würden.

Wenn du das Raiten tollerierst bist du hier villt. ganz gut aufgehoben,
aber deine Einstellung gegenüber dem Pferd sollte schon die Richtige sein.

Über das Westernreiten kann ich nichts sagen, da ich keinerlei Erfahrug damit habe.

Lg Sam
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Elfe



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BeitragVerfasst am: 06.02.2010, 16:49    Titel:   Antworten mit Zitat

Ich habe mal in einem Video im Internet ein so gennates Schwarzes-Schaf gefunden was Rai-Reiten angeht:
Diese Person meinte das sie auf Rai reitet und es lief auch recht gut aber das Pferd hat immer wieder den Kopf so komisch nach unten gezogen usw. und wenn man genau hingeguckt hat hat man gesehn das sie dem Pferd Sporren in die Seiten gerammt hat Nein Nein Oh Schreck

Ich werde wohl auch nie ganz Rai-Reiten Grübeln da ich z.B. wie du den Sitz nicht so mag.
Bei mir wird es eine Mischung aus Rai und Western...
Ich muss jetzt mal gucken wie mein Kleiner das Bändele annimmt und werde damit auf jedanfall auf dem Platz arbeiten. Super !
Irgendwann nach langem Übend und Sparren (für ein Sidepull) werde ich wohl mit meim Klein mit einem Sidepull in die Natur reiten mit Baumlosen Sattel und ab und an evtl. auch nur mit Pad...die Zügel werde ich wohl eher in richtung Westi-Methode halten und mehr mit dem Körper (so wie beim Rai) Befehle geben da er jetzt schon seeeeehr gut und besser darauf reagiert... Mr. Green
Zusammengefasst -> ich mach es so dass das Pferd und ich ein Weg finden bei dem wir Harmonisch sind, uns verstehen und WOHLFÜHLEN Hoho Apfel <- das ich mein Ziel!

_________________
"...und ein Wiederspruch an sich ist der oft gehörte Satz: Besonders heikle, scharfe Werkzeuge gehören nur in Hände eines könners - der Könner sollte doch mit viel weniger viel mehr Wirkung erzielen, oder?!"

A. und M. Eschbach
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Sam





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BeitragVerfasst am: 06.02.2010, 17:20    Titel:   Antworten mit Zitat

@Elfe
Hattest du inzwischen schon eine Raitstunde?

An den Sitz kann man sich wohl besser gewöhnen, wenn man
es nicht anders kennt Zwinkern. Ich habe keine Probleme damit.

Lg Sam
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Lexi




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BeitragVerfasst am: 06.02.2010, 18:45    Titel:   Antworten mit Zitat

hallo!

ich habe nur viel über mich, das Pferd und unsere Reitweise erzählt, damit IHR wisst, wie wir unterwegs sind und nicht ev. Vorurteile über uns habts.
Kenne es leider genug, wo es heißt, dass ich das Pferd platt reite als Westernreiter, weil wir ununterbrochen einen Sliding Stop nach dem anderen hinlegen, etc

wollte lediglich erklären, dass wir (pferd und ich) nicht so sind.

Ich bin für alle Reitsparten offen, habe schon vieles durch und in der letzten Zeit merkte ich, dass das Pferd gebisslos besser lief. Daher sind wir viel mit dem Parellitrainer und Knotenhalfter unterwegs gewesen.
Das Bändele von Rai meinte sie, sei unangenehm in den Händen (weiß ich nicht, kenne ich nicht) und ich könnte es mit einem Bosal ausprobieren - gesagt getan, jetzt reiten wir öfters mit dem Bosal.

Mein "Problem" ist, dass ich von einem Raireiter aus einem Pferdeforum fast schon beschimpft wurde, weil ich meinem Pferd mal ein Bit (starres Gebiss mit Anzügen) ins Maul gab und mit Sporen ritt.
An mir wurde Aufklärungsarbeit verrichtet, dass nur ohne Gebiss wahres Reiten sei und auch der Sattel viel zu schwer fürs Pferd sei.

ich finde ja eher, dass so ein SAttel das Körpergewicht besser verteilt als manch baumloses Ding (weiß nicht mal, ob die Raisättel baumlos sind?)

Worauf ich eigentlich hinauswill:
ich möchte mit meinem Pferd einfach eine Einheit sein. Möchte mein Pferd nicht mit Schmerzen zu einem Ziel bringen, ich möchte es ohne können.
mein Westerntrainer riegelt das Pferd mit dem Kopf runter. Sieht unhübsch aus, schmerzt sicher das Pferd, ist jedoch effektiv.
durch den Parelli Trainer erfuhr ich eine andere Methode, vom Boden aus, ohne Riegeln, und ist wunderbar im Sattel umzusetzen.

nur weil "wir" (ihr und ich) teilweise unterschiedliche Reitweisen haben, heißt es nicht, dass wir nich dennoch das selbe Ziel haben können, oder?

wenn ihr mich nicht da haben wollts, dann sagt es, ansonsten würde ich mich schon freuen, bei euch bleiben zu dürfen, von euch zu lernen und euch besser zu verstehen.

Elfe hat Folgendes geschrieben:
I...
Diese Person meinte das sie auf Rai reitet und es lief auch recht gut aber das Pferd hat immer wieder den Kopf so komisch nach unten gezogen usw. und wenn man genau hingeguckt hat hat man gesehn das sie dem Pferd Sporren in die Seiten gerammt hat Nein Nein Oh Schreck


das ist beim Westernreiten leider auch so. Ziel ist es, mit den Sporen (an sich nur ganz ganz leicht) am Pferd anzuklackern (also nicht reinrammen, um Gottes willen, die Sporenhilfen sollen nicht sichtbar sein!) und es sollte den Kopf runternehmen.
könne von daher kommen.
die Methode scheint mir ja Reitweisen unabhängig zu sein, kann man selbst als Englischreiter übernehmen, wenn sie das wollten

Elfe hat Folgendes geschrieben:

..da ich z.B. wie du den Sitz nicht so mag.
Bei mir wird es eine Mischung aus Rai und Western...


ja, der Sitz wäre für mich wohl eher nichts. Und auch nicht ideal für meine Gewichtshilfen. Ich parier durch, indem ich meinen Schwerpunkt tief in den Sattel rein und leicht zurück gebe, da würde ich dann ja fast schon auf der Kruppe hängen Mr. Green (100%ig übertrieben!)

Elfe hat Folgendes geschrieben:

Ich muss jetzt mal gucken wie mein Kleiner das Bändele annimmt und werde damit auf jedanfall auf dem Platz arbeiten. Super !


also werden Rai-ausgebildete Pferde auch weiterhin auf dem Platz geritten? die Gymnastizierung kann man ja auch auf einem Waldweg machen (mache ich zB immer beim Ausreiten - ein paar Seitengänge, etc)

mit dem Pad bin ich auch schon öfters geritten, aber auf Dauer wäre es für mich und fürs Pferd nichts. meine Ars**knochen drücken ja doch mehr, als wenn ich auf einem Sattel sitz. aber die Schenkelhilfen kommen sooo super durch, ein Traum Glücklich

Fürs Ausreiten ist das Pad für mich auch nichts. Letztens kam uns ein Hund aus dem Wald geschossen und Madame macht einen Hüpfer nach links, ich glaub, hätt ich nur das Pad gemacht, ich wäre an der selbenStelle geblieben und hätte nur das Pferd 2 Meter links neben mir vorgefunden Mr. Green Mr. Green

und wuiii - ich wollte nicht so viel Unruhe hier reinbringen! Geschockt
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Elfe



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BeitragVerfasst am: 06.02.2010, 18:52    Titel:   Antworten mit Zitat

Sam hat Folgendes geschrieben:
@Elfe
Hattest du inzwischen schon eine Raitstunde?


Klar, sonst könnte ich ja nicht sagen wie ich es finde Zwinkern
evtl. mag ich es nicht weil ich mal als Kind von meiner "Freundin" auf harten Steintreppen - ohne mein willen - an den Füßen in einem schnellen Tempo runtergezogen wurde und da hab ich mir glaub dann irgendwie was verletzt (und von nem Arzt nicht nachgucken lassen weil ich es damals so Peinlich fand, diesen Schmerz) zwischen Po und Wirbelsäule oder so Lachen und seid dem wenn ich längere Zeit etwas schräg nach hinten sitze und der Untergrund etwas härter ist, fängt genau diese Stelle an zu schmerzen Mit den Augen rollen Verlegen

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A. und M. Eschbach
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Lexi




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BeitragVerfasst am: 06.02.2010, 18:59    Titel:   Antworten mit Zitat

Sam hat Folgendes geschrieben:
Das hört sich ja nicht gut an Oh oh.


was genau? Grübeln
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Lexi




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BeitragVerfasst am: 06.02.2010, 19:01    Titel:   Antworten mit Zitat

Elfe hat Folgendes geschrieben:
zwischen Po und Wirbelsäule oder so Lachen und seid dem wenn ich längere Zeit etwas schräg nach hinten sitze und der Untergrund etwas härter ist, fängt genau diese Stelle an zu schmerzen Mit den Augen rollen Verlegen


du meinst sicher das Steißbein Kichern

kann man sich sogar brechen Geschockt hat eine Bekannte geschafft ... stell mir das nicht gerade angenehm vor
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Charissima
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BeitragVerfasst am: 06.02.2010, 20:47    Titel:   Antworten mit Zitat

Hallo Lexi,

als Forenbetreiberin war ich nach deinem Einstand auch erst skeptisch, aber ich glaube, du bist hier gar nicht so verkehrt. Es gibt hier viele, die wie du auf der Suche sind, das Rai-Reiten im Prinzip gut finden und dazu ihren eigenen Weg finden wollen. Darum haben wir auch das Forum kürzlich erweitert und du bist da genau richtig eingestiegen.

Zitat:
Daher sind wir viel mit dem Parellitrainer und Knotenhalfter unterwegs gewesen.
Das Bändele von Rai meinte sie, sei unangenehm in den Händen (weiß ich nicht, kenne ich nicht) und ich könnte es mit einem Bosal ausprobieren - gesagt getan, jetzt reiten wir öfters mit dem Bosal.

Ich mache auch viel Parelli, das geht gut mit dem Rai-Reiten zusammen. Bosal kenne ich jetzt nicht, aber ich reite viel mit Knotenhalfter.

Zitat:
Mein "Problem" ist, dass ich von einem Raireiter aus einem Pferdeforum fast schon beschimpft wurde, weil ich meinem Pferd mal ein Bit (starres Gebiss mit Anzügen) ins Maul gab und mit Sporen ritt.
An mir wurde Aufklärungsarbeit verrichtet, dass nur ohne Gebiss wahres Reiten sei und auch der Sattel viel zu schwer fürs Pferd sei.

Als echter Rai-Reiter würde ich mich da nach Fred Rai richten. Wie Caprivi schon ausgeführt hat, sind Gebisse, Sporen etc. tolerierbar, sofern sie fordernd und nicht quälend eingesetzt werden. Sie auch dieses Interview mit Fred Rai und seine Bemerkungen am Ende: http://de.sevenload.com/videos/tJ31....-Pferde-einen-Schmerzlaut
Dass ein Gebiss immer gewisse Auswirkungen aufs Pferdemaul hat, muss aber auch bedacht werden, mir ist gebisslos darum lieber. Die Forschungen von Dr. Cook geben da schon zu denken und auch dieses Video dazu: http://www.rai-reiter-forum.de/viewtopic.php?t=2074#start

Zitat:
ich finde ja eher, dass so ein SAttel das Körpergewicht besser verteilt als manch baumloses Ding (weiß nicht mal, ob die Raisättel baumlos sind?)

Der Rai-Sattel ist nicht baumlos, hat aber einen besonderen Baum. Du findest darüber einiges in unserer Stoffsammlung, die ich dir überhaupt ans Herz legen möchte, z.B. zu den Themen Sitz und Gymnastizierung.

Zitat:
ja, der Sitz wäre für mich wohl eher nichts. Und auch nicht ideal für meine Gewichtshilfen. Ich parier durch, indem ich meinen Schwerpunkt tief in den Sattel rein und leicht zurück gebe, da würde ich dann ja fast schon auf der Kruppe hängen (100%ig übertrieben!)

Was du da beschreibst, ist genau das, wie wir auch anhalten. Und idealerweise lenken wir nur über Gewichtshilfen. Vielleicht hast du eine etwas falsche Vorstellung vom Sitz bzw. kennst alte Bilder? Eigentlich soll man nur das Becken kippen, in eine leichte Rücklage gehen und die Beine als lockere Verlängerung des Körpers hängen lassen. Das war früher mal anders, das ist richtig, aber auch das Rai-Reiten entwickelt sich stetig weiter.

Zitat:
also werden Rai-ausgebildete Pferde auch weiterhin auf dem Platz geritten? die Gymnastizierung kann man ja auch auf einem Waldweg machen (mache ich zB immer beim Ausreiten - ein paar Seitengänge, etc)

Selbstverständlich wird auf dem Platz geritten. Schließlich muss das Pferd erstmal daran gewöhnt werden und der Reiter ausgebildet sein, bevor es ins Gelände geht. Und so viele Hufschlagfiguren wie wir machen findest du woanders kaum, nur dass wir es nicht explizit als Gymnastizierung anpreisen, sondern es ist ein Gesamtpaket.

Zitat:
Fürs Ausreiten ist das Pad für mich auch nichts.

Weiß jetzt nicht, was du mit Pad meinst, schätze ein Bareback-Pad? Beim Rai-Reiten wird immer mit Sattel geritten. Es geht ja aufs Wanderreiten hinaus, da braucht man schon einen entsprechenden Sattel.

Zitat:
und wuiii - ich wollte nicht so viel Unruhe hier reinbringen!

Wird schon werden. Alles wird gut!

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Wer die Menschen kennt, lernt die Pferde lieben.
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Caprivi
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BeitragVerfasst am: 06.02.2010, 20:50    Titel:   Antworten mit Zitat

Ein gebrochenes Steißbein ist eine langwierige, schmerzhafte Sache. Ich habe es nur mit regelmäßigen Spritzen ausgehalten.
Damals bin ich bei Glatteis ausgerutscht und senkrecht auf den Po geknallt.

Schon ganz schön irre, dass Deine Freundn Dich da runter gezogen hat.

@Lexi:
Das Bosal wirkt ähnlich dem Bändele.
Was den Sitz angeht, so ist der nicht mehr so extrem zurück gelehnt wie er es früher einmal war. Er ist ähnlich dem Sitz im Balance Point bei Perelli, wie ich oben schon mal schrieb.

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Lexi




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BeitragVerfasst am: 06.02.2010, 21:28    Titel:   Antworten mit Zitat

Caprivi hat Folgendes geschrieben:

Das Bosal wirkt ähnlich dem Bändele.
.


habe jetzt leider auf die Schnelle kein gutes Bild vom Bosal im Einsatz

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der gravierende Unterschied zu einem Bändele ist das Nasenstück. Wenn ich mehr aufnehme beim Bosal kommt eine Wirkung von unten her auf das Kiefer, ebenso auf den Nasenrücken.
so würde ich jetzt wohl einfach mal deuten, da ich nicht mal weiß, wie das Bändele direkt wirkt? Ist es vergleichbar mit dem Knotenhalfter?

Natürlich erklärt sichs für jeden Reiter von selbst, dass Bändele und Bosal keine seitwärtswirkenden Zügelhilfen wie ein Sidepull oder Snaffels haben.

wir reiten viel über Gewicht und Schenkel - und Stimme.

achja, da ich oft gefragt werde, wozu der "3. Zügel" ist, der hat keinerlei Funktion im eigentlichen Sinne, man kann das Pferd mit dem jedoch überall prima anbinden Mr. Green

@charissima
puh, freut mich, dass ich trotzdem noch eine Daseinsberechtigung gefunden habe!

ich würde sehr gerne ohne Sporen reiten, aber manchmal ist es ein regelrechter Kampf, wenn ich nur den Schenkel habe. Bin im Sommer auf Sporen "umgestiegen" seither geht es wesentlich besser.

Machen wir an der Bande Hüfte verschieben oder die Schulter, genügt ein Stellen und Gewichtsverlagerung und sie ist voll dabei.
Verlange ich eine Trabtraversale ist sie so Hüftfaul, dass diese erst nachkommt, wenn ich mit dem Sporen anklackere. Ich nenne es deswegen anklackern, weil ich sie ihr nicht reinramme oder auch nicht mit dem Rädchen hochfahre.

Oder beim Gymnastizieren und Hals hereinholen, da geht sie mir direkt gegen den Schenkel, da kann ich mich dumm klopfen.

das Problem möchte ich im nächsten Jahr mit meinem Parelli Trainer angehen, mit sowas braucht man zum Westerntrainer nicht kommen.

mein Buch von Fred Rai ist dieses "natürliches reiten". Ich habe es mir vor glaub 15 Jahren gekauft, da ich damals schon von seiner Idee fasziniert war. Leider gefiel mir der Sitz da schon nicht.
Aber mir ist es schon aufgefallen, dass ihr bei weitem nicht so sitzt, wie ich es mir vorstellte, wenn ich mir eure online gestellten Bilder ansehe. mir fallen lediglich die extrem tiefen Absätze auf. Der Rest sieht eher "normal" aus.

eines noch zum Thema Hufschlagfiguren. Ich finde es beim WEsternreiten schon direkt langweilig Verlegen wenn ich eine Stunde nehme, dann verwenden wir meist nur den Zirkel, oder wechseln irgendwie durch die Bahn, manchmal den 2. Hufschlag (um gerade aus gehen zu üben).
bei meiner Parellitrainerin stellen wir wenigstens auch Hütchen auf und hier wird großer Wert auf korrektes Stellen und Biegen gelegt, punktgenaues Halten, etc.

Langsam komme ich immer weiter ab von meinem WEsterntrainer und DAS gab mir schon zu denken.

mein Ziel wird sicher nicht sein, eine 100%ige Rai-Reiterin zu werden, aber ihr habt sicher viele Ansätze, die mir weiterhelfen werden. Hab schon einige Threads durchgeackert.

Was mir auffiel, nicht alle reiten mit Bändele und Rai-Sattel? hab schon einige stinknormale Westernsättel gesehen und die verschiedensten Zäumungen.
Vielleicht finde ich mich da auch irgendwie mal ein Mr. Green
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Caprivi
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BeitragVerfasst am: 06.02.2010, 21:59    Titel:   Antworten mit Zitat

In erster Linie ist für mich das Rai-Reiten eine Sache der Einstellung zu den Tieren, und es ist frei von falschem mensclichen Ergeiz. Es geht um eine faire Partnerschaft mit klaren Rollen.

Auch ich reite mit einem Westernsattel, da er passt und ich mir die Anschaffung eines Rai-Sattels spare. Die Sattel von Charissima und MatzeGirl, sind eine Familie, passen Rafaela auch.
Wegen ihrer Vorgeschichte konnte ich Rafaela das Bändele anfangs nicht anlegen.
Bei der Natural Hackamore, die ich benutze, ist das lange Führseil sehr praktisch.

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Sam





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BeitragVerfasst am: 07.02.2010, 00:46    Titel:   Antworten mit Zitat

Ich meinte, dass was Elfes Freundin mit ihr gemacht hat.
Wieso ist mein Beitrag denn auf einmal weg Grübeln?

Ich wollte dich jetzt auch nicht angreifen oder rausekeln Verlegen.
Fand es nur etwas merkwürdig, weil ich das Gefühl hatte, dass du dich
hier für's Westernreiten rechtfertigen willst.
Ich finde es eigentlich toll, dass du hier ins Forum gekommen bist
und dich auch für unsere Ansichten interessierst und nicht alles das
anders ist ablehnst Super !, so wie es leider viele andere mache Mit den Augen rollen.

Man kann eine Reitweise an sich eigentlich immer nur schwer beurteilen,
weil sie immer nur so gut ist wie das was der Mensch, der sie praktiziert daraus
macht Zwinkern.

Lg Sam
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BeitragVerfasst am: 07.02.2010, 01:30    Titel: Re: Westernreiter-Thread   Antworten mit Zitat

Lexi hat Folgendes geschrieben:
Ihr denkt euch sicher, was hab ich hier dann verloren? Abgedreht aber nein, es geht doch auch darum, Vorurteile aus den Weg zu räumen, und wo kann man das besser als hier?


oh - ich glaube, viele haben DIESEN Satz missverstanden Geschockt

ich wollte damit MEINE Vorurteile dem Rai-Reiten gegenüber aus den Weg räumen, nicht die des Westernreitens!

will aus erster Hand und nicht von Hörsagen her wissen, wie es geht, wie die Leute damit klar kommen, etc Lachen

und sowas kann man wohl wirklich am besten in einem eigenen Rai-Forum. Da ich bald mMn nahezu alle Reitweisen irgendwie durch hab, fehlte mir noch diese.

aber was mich freut ist, dass ich nicht die einzige nicht-Rai-Reiterin hier sein werde Zwinkern
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