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Rai-Reiten & Gymnastisierung - ein Widerspruch?!   

 
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BeitragVerfasst am: 07.01.2009, 12:07    Titel: Rai-Reiten & Gymnastisierung - ein Widerspruch?!   Antworten mit Zitat

Rai-Reiten & Gymnastisierung - ein Widerspruch?!

Der folgende Text wurde uns von Brita Hurtienne, Leiterin des Ausbildungszentrum Sauerland für Rai-Reiten, auch Lenninghof genannt, www.rai-reiten.net, zur Verfügung gestellt, der wir herzlich für die Unterstützung danken möchten.


Immer wieder wird uns die Frage gestellt:
„Wie gymnastisiert ihr eure Pferde? Und geht das beim Rai-Reiten überhaupt?!“

Schon aus der Fragestellung heraus hört man, dass die meisten Menschen eine vollkommen falsche Vorstellung von Gymnastisierung haben. Sie gehen davon aus, dass man scheinbar komplizierte Dressurlektionen und „Turnübungen“ mit seinem Pferd machen muss, um es in seiner Muskulatur zu trainieren.
Ich habe mich zu diesem Thema eingehend mit Fachliteratur auseinandergesetzt, um anhand dieser zu zeigen, dass auch die klassische Reitlehre unter Gymnastisierung etwas anderes versteht als ein Großteil der Reiter.

Bücher wie „Der Reiter formt das Pferd“ von Dr. Udo Bürger (leitender Veterinäroffizier an der Kavallerieschule Hannover) und Dr.Dr.h.c. Otto Zietschmann (Prf. der Anatomie an der Tierärztlichen Hochschule Hannover) oder „Finger in der Wunde“ von Dr. met.vet. Gerd Heuschmann (Veterinär und Pferdewirt) oder „Medizinische Reitlehre“ von Dr. met.vet. Robert Stodulka (Fachtierarzt f. Physiotherapie u. Rehabilitationsmedizin, Sachverständiger für Veterinärmedizin, Univ. Lektor) waren mir dazu eine große Hilfe und zudem wieder mal eine Bestätigung, dass wir auf dem richtigen Weg sind.



1. Was ist Gymnastisierung überhaupt?

Dazu Auszüge aus dem Text:

Zitat:
Funktionale Anatomie des Pferdes: Der Rücken, von Dr. Gerd Heuschmann:

Wir sprechen in der Ausbildung von Pferden oft von der „Gymnastisierung“. Im Grunde bedeutet dies nichts anderes als der systematische Aufbau bestimmter Muskeln und Muskelgruppen. Nichts anderes als das, was auch wir Menschen mit Gymnastik oder Krafttraining im Fitness-Studio erreichen wollen. Während beim dreijährigen Pferd das Gleichgewicht vorwiegend über den Trab gefunden wird, eignen sich für das gezielte Rückentraining beim älteren Pferd besonders das wiederholte Angaloppieren, lange Galoppreprisen im Gelände und das Klettern am Hang ...“


Ich denke, dem ist nichts hinzuzufügen. Gymnastisierung hat also, wie wir lesen, nichts damit zu tun, das Pferd mit möglichst vielen „Turnübungen“ zu beschäftigen, wie so mancher glaubt, sondern ist eine sehr langwierige und unspektakuläre Muskelaufbauarbeit.

In einem sind sich alle einig, nämlich dass ein guter Muskelaufbau nur erfolgen kann, wenn das Pferd losgelassen ist. Das heißt, es muss physisch und psychisch (!!!) entspannt sein.




2. Losgelassenheit und Takt

Zitat:
Quelle: Der Reiter formt das Pferd, S. 80, Kapitel 10: Die Losgelassenheit

... Im verkrampften Zustand ist eine Entfaltung der ganzen Kraft nicht möglich. Die Losgelassenheit ist die Vorbedingung für die vollendete Beherrschung der Muskulatur, für unwillkürlich zweckmäßige Bewegungen, für freie Atmung, insgesamt also für die individuelle Höchstleistung. Diese auf den Menschen bezogenen Betrachtungen wurden so ausführlich angestellt, weil es nicht einzusehen ist, warum die Losgelassenheit des Pferdes meist anders beurteilt wird, als die des Menschen ...

... Denn das Temperament und die Empfindsamkeit gegenüber dem Reiter spielen mindestens die gleiche Rolle für die Bereitschaft zur Losgelassenheit wie die körperliche Veranlagung...

... Nur der inneren Unbefangenheit kann die Losgelassenheit der Muskeln folgen. Jeder Reitlehrer muss die äußeren Anzeichen für den Beginn der Losgelassenheit kennen. Es sind dies der taktmäßige, freie Gang, der gerade getragene und gleichmäßig pendelnde Schweif, das Abschnauben als Zeichen unbeschwerter Atmung, das Dehnen des Halses, oft mit wiegenden, ausbalancierenden Bewegungen verbunden, der schwingende Rücken, auf dem der Reiter bequem sitzen kann ...

... Darum ist die Losgelassenheit des Pferdes die Grundlage, der selbstverständliche Anfang in einer Ausbildung, die die Förderung der Muskelkraft zum Ziel hat. Dass die Losgelassenheit des Reiters die Grundbedingung für die des Pferdes ist, ist jedem Reitlehrer bekannt. Für das Reiten im schwierigen Gelände ist die Losgelassenheit von Reiter und Pferd ein unbedingtes Erfordernis. Nur die vollendete Beherrschung der gesamten Körpermuskulatur und die unbehinderte Konzentration aller Sinne auf das zu überwindende Gelände ermöglichen jene unwillkürlich zweckmäßigen Bewegungen, die oft an unübersichtlichen Hindernissen blitzschnell notwendig werden, um einen drohenden Sturz zu vermeiden oder ungefährlich zu gestalten ...



Zitat:
Medizinische Reitlehre, S. 123, Kapitel 10.2 Losgelassenheit:

... Durch diese Form der mentalen und körperlichen Entspannung ist es möglich, die zu bearbeitenden Muskelpartien effizient und schadlos aufzubauen ...



Zitat:
Medizinische Reitlehre, S. 12, Glossar der Reitkunst, Losgelassenheit:

Aus der dem Pferd schon angeborenen inneren Zwanglosigkeit, welche die Grundlage einer angerittenen körperlichen Losgelassenheit darstellt, kann sich über das Finden des dem Pferd eigenen Taktes selbige einstellen. Ein losgelassenes Pferd bewegt sich zufrieden, freudig, taktmäßig und schwungvoll vorwärts und wird stets bemüht sein, seinen Weg in die Tiefe nach vorwärts-abwärts suchen zu wollen.



Zitat:
Medizinische Reitlehre, S. 116, Kapitel 10.1 Takt:

Der Takt beschreibt lediglich die Rhythmik eines Bewegungsablaufes, der taktmäßig schnell oder langsam sein kann, und gibt letztendlich keine Auskunft über dessen Qualität. Das junge oder auch verrittene Pferd muss dennoch in der Lage sein, seinen ihm eigenen Takt finden zu können, um so aufgrund der Ruhe und Regelmäßigkeit gemeinsam mit einer angstfreien inneren Einstellung zur Arbeit zu einer muskulären Losgelassenheit zu kommen.



Fazit:
Nur mit einem physisch und psychisch entspannten Pferd ist es überhaupt möglich, einen
guten Muskelaufbau zu erarbeiten. Beim Rai Reiten sind somit beide Grundlagen gegeben:
1. Das Pferd darf entspannt in seiner natürlichen Haltung gehen und wird nicht ständig festgehalten oder mit Hilfszügeln in eine unnatürliche Haltung gezwungen und
2. der Mensch fungiert als Leittier und übernimmt das Sicherheitsdenken, so dass sich das Pferd auch mental entspannen kann und eine Vertrauensbasis herrscht.
Somit haben wir also optimale Grundvoraussetzung für die erwünschte Losgelassenheit.




3. Grundsätzliches zur Anatomie des Pferdes

Zitat:
Quelle: Finger in der Wunde

a) Nackenband, S. 72:
Da es sich beim Nackenband um einen sehr starken, elastischen Strang handelt, vermittelt dieser im Moment der Dehnung der Halswirbelsäule Zug auf die langen Dornfortsätze des Widerristes. Diese werden tendenziell nach vorne gezogen, also aufgerichtet und vermitteln so die Kraft auf das Rückenband, welches in der Folge die Brücke anhebt.
Ein vom Boden fressendes Pferd kann somit ohne große Muskelanstrengung alleine über diese obere Verspannung das Gewicht seines Brust-und Bauchraumes tragen. Es handelt sich hier um eine sehr wichtige physikalische Erkenntnis, die sich die klassische Lehre zu nutze macht.

b) Langer Rückenmuskel, S.55:
Er ist einer der stärksten Bewegungsmuskel im Pferdekörper. Er soll ausschließlich der Fortbewegung dienen und nicht dem Tragen des Reiters.

c) Bauchmuskeln, S. 59:
Die Bauchmuskeln wirken als untere Verspannung und somit als Stabilisatoren des Rumpfes. Sie tragen die Bauchorgane wie in einer Art Hängematte ...
... Eine wirkungsvolle Beteiligung am Tragen des Reitergewichts haben sie nicht…..

d) Halsmuskeln, S. 62/63:
Neben der Verbindung der Halswirbelsäule mit der Schultergliedmaße wirken diese Muskeln als Heber des Halses. Bei tief eingestellter Kopf-Hals-Achse ziehen sie-zusammen mit der passiven Wirkung des Nackenbandes – die langen Dornfortsätze des Widerristes tendenziell nach vorne und können so über das Rückenband den Rücken anheben und somit den langen Rückenmuskel entlasten. Dieser ist somit frei beweglich. Dieses Oberhalsmuskulatursystem kann also bei entsprechender Entwicklung aktiv die Haltearbeit leisten, die passiv vom Nackenband erbracht wird.



Zusammenfassung:
Ein nicht bemuskeltes oder junges Pferd hat also erst mal die Möglichkeit. das Reitergewicht durch eine möglichst lange, vorwärts-abwärts gedehnte Kopf-Hals-Achse seinen Rücken mit dem thorakalen (Brustraum), dem abdominalen (Bauchhöhle) Gewicht und dem Reitergewicht zu tragen und in einer schwingenden natürlichen „Nullstellung“ zu halten. Es ist somit in der Lage, alleine über den Zug seiner oberen Verspannung das durch den Reiter erhöhte Gewicht seines Rumpfes zu tragen, ohne dabei seinen langen Rückenmuskel primär zum Tragen des Reitergewichts missbrauchen zu müssen. Die passive Arbeit des Nackenbandes sollte auf Dauer aktiv die Oberhalsmuskulatur übernehmen, welche sich quasi von alleine formt, wenn das Pferd losgelassen, frei vorwärts geht.
Nur ein entspannter Rücken kann durchschwingen und lässt zu, dass sich auch die Hinterhand frei bewegen kann. Die Hinterbeine können nicht frei und ungezwungen treten, wenn der Rücken verkrampft festgehalten wird. Und umgekehrt kann der Rückenmuskel nicht ungestört arbeiten, wenn die Hinterbeine in ihrem natürlichen taktmäßigen Gang durch den Reiter behindert werden (falsche Schenkel-und Zügelhilfen!).
Die Bauchmuskulatur hat, wie oft fälschlicherweise angenommen wird, keine irkungsvolle
Beteiligung am Tragen des Reitergewichtes.




4. Grundsätzliches

Zitat:
Quelle: Heuschmann Funktionale Anatomie des Pferdes: der Rücken

Für das gerittene Pferd ist der Kopf-Hals-Hebel die Balancierstange, die ihm hilft, das Reitergewicht leichter zu tragen. Gleichzeitig werden die verschiedenen Rückenmuskeln und die Kruppe frei, so dass sie ihrem eigentlichen Sinn und Zweck – der Fortbewegung – dienen können. Das Pferd geht mit gelöstem, schwingendem Rücken.

Ganz wichtig ist dabei, dass das Pferd den gedehnten Hals passiv „fallen lässt“ und nicht etwa durch massive Handeinwirkung „aktiv beugt“, doch aufrollt oder auf das Gebiss legt. Haben sie sich schon einmal Gedanken darüber gemacht, welche Auswirkung Ihre Zügeleinwirkung auf das Genick des Pferdes hat? Sehen sie sich doch einmal die Abbildung 4 und dort folgende drei Punkte an: 1) den Ansatz des Nackenbandes an der Hinterhauptschuppe, 2) die Lage des Atlanto Occipitalgelenks (Genick) sowie 3) die Lade. Wenn sie die drei Punkte verfolgen, erkennen Sie, dass diese ebenfalls dem Hebel-Gesetz folgen: Das heißt, wenn sie 20 Kilo „in der Hand haben“, erzeugt dies ein Vielfaches an Zuglast am Nackenbandansatz. Nun verstehen Sie auch, warum eine dauerhafte Einwirkung dieser Art zwangsläufig zu einer Schädigung dieses Nackenbandansatzes führen muss. Erkrankungen dieser Art sind äußerst schmerzhaft und machen ein Vorwärtskommen in seiner Ausbildung unmöglich.

... Fassen wir noch einmal zusammen: Ziel unserer Reiterei ist es, den Rücken des Pferdes zum „Schwingen" zu bringen. Nur dadurch wird sichergestellt, dass das Pferd den Reiter langfristig tragen kann, ohne zu verschleißen. Und nur mit einem gelösten, schwingenden Rücken ist ein Pferd in der Lage, sein volles Bewegungspotenzial optimal zu nutzen. Dabei dient, wie gesagt, der lange Rückenmuskel ausschließlich der Fortbewegung und nicht dem Tragen des Reitergewichts! Ein Pferd mit durchhängendem oder festgehaltenem Rücken ist in seiner Bewegungsfähigkeit behindert. Es „fällt auseinander" oder bewegt sich unsicher und gespannt, die Hinterbeine können sich nicht frei und ungezwungen bewegen ...




5. Haltung

Zitat:
Quelle: Der Reiter formt das Pferd, S. 67, Kapitel 8: Die Haltung

Die Haltung des Halses ist zweckbestimmt; sie ist für das Tragen des Reitergewichts und für die „Durchlässigkeit“ erforderlich. Deshalb muss sie dem Gebäude des Pferdes, dem Grad seiner Ausbildung und dem Gebrauchszweck angepasst sein. Das Spring-und Geländepferd braucht seinen Hals zum Ausbalancieren des Körpergewichts über der Vorderhand; deshalb muss die Zügelanlehnung dem Hals große Bewegungsfreiheit gestatten. In schwierigstem Gelände ist es für ungeübte Reiter ratsamer, die Zügelanlehnung ganz aufzugeben und das Pferd sich selbst zu überlassen, als es durch falsche Zügelhilfen zu stören und damit das natürliche Strecken des Halses unmöglich zu machen ...




6. Muskeltraining


Zitat:
Quelle: Der Reiter formt das Pferd, S 75, Kapitel 9: Inwiefern kann die Beurteilung der Muskelentwicklung den Ausbildungsgang des Reitpferdes beeinflussen

Richtlinien für die Förderung der Halsmuskelentwicklung:
Vorwärtsreiten mit gedehntem Hals bei weicher Zügelanlehnung. Grundsätzlich arbeiten die Nackenmuskeln richtig, wenn das Pferd gut vorwärts geht, seinen Hals dehnt, den Rücken hergibt, uns sitzen lässt. Dann formt sich der Hals von selbst. Alle Arbeit an den Halsmuskeln ist, vom Standpunkt des Reiters aus betrachtet, abwegig; sie hängt nur ab von der Losgelassenheit des Rückens und einem freien natürlichen Gang.

Richtlinien für die Förderung der Rückenmuskeln:
Losgelassenheit des Rückens; freier taktmäßiger Gang, viel Angaloppieren aus dem Trabe und lange Galopparbeit, Tempowechsel, Bodenricks, unebenes Gelände und Klettern

Richtlinien für die Förderung der Hinterhandmuskeln:
Alle versammelten Übungen der Reitvorschrift, darüber hinaus langes Galoppieren, häufiges angaloppieren, Reiten in unebenem Gelände und Klettern. Je mehr diese
natürlichen Bewegungen ausgenutzt werden, desto weniger Widerstand wird der
Durchschnittsreiter finden.

Richtlinien für die Förderung der Vorhandmuskulatur:
... die Kräftigung der Vorhand wird am leichtesten erreicht durch lange Arbeit, ausgedehnte Ritte, langes ruhiges Galoppieren, Klettern, Reiten in unebenem Gelände ...



Zitat:
Quelle: Finger in der Wunde, S. 104 „Raus ins Gelände“

Um die Gehlust des Pferdes und damit die Grundvorrausetzung des Vorwärts zu erhalten, empfiehlt es sich, oft im Gelände zu reiten. Dies gilt besonders für junge, aber auch für ältere Pferde. Auch das Überwinden kleiner Sprünge und das Klettern im Gelände dient der Kräftigung, der Förderung der Beweglichkeit und der Losgelassenheit des Pferdekörpers (leider scheitert der Wunsch, Pferde ins Gelände zu reiten, häufig an der Angst der Reiter, die fast „sterben“, wenn sie die Halle oder das Viereck verlassen sollen).




7. Fazit

Ich denke, dass sich damit alle weiteren Fragen erübrigen, ob ein ausschließlich nach Rai gerittenes Pferd nicht genügend gymnastisiert ist bzw. werden kann. Sicher gibt es auch unter den Rai Reitern gute und schlechte Reiter, wie in jeder Reitweise.

Die Reitweise an sich aber schließt ein korrektes und pferdeschonendes Reiten mit ausreichend Gymnastisierung nicht aus!

Ich möchte sogar behaupten, dass ein schlecht gerittenes Rai-Pferd unterm Strich immer noch besser geritten und weniger körperlich geschädigt ist als ein falsch gerittenes Englisch-Pferd.

Alleine das Zusammenbinden mit Hilfszügeln, die Wirkung des Gebisses, die mangelnde freie Bewegung und nicht zuletzt die oft nicht vorhandene Losgelassenheit, vor allem auf der psychischen Ebene, lassen nur erahnen, wie es diesen Pferden körperlich gehen muss.

Auch, dass Gymnastisierung nur mit einem Gebiss möglich ist, wie oft behauptet wird, hat
sich nicht bestätigt. Das Gebiss ist in keinster Weise mit dem Muskelaufbau des Pferdes in Verbindung zu bringen. Ganz im Gegenteil; erscheint doch immer wieder der Hinweis, dass man das Pferd nicht mit dem Gebiss blockieren sollte und dass es gerade im Gelände einen freien Hals braucht, um sich auszubalancieren.

In Anbetracht dessen, dass die Geländearbeit die perfekte Alternative bietet jeden Muskel des Pferdes zu trainieren und die Grundphilosophie des Rai-Reitens das Gelände ist, haben wir also beste Vorraussetzungen mit gesunden Pferden viele Jahre einen schönen Sport erleben zu dürfen.
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BeitragVerfasst am: 03.04.2009, 10:17    Titel:   Antworten mit Zitat

Aus der Info-Post, der Mitgliederzeitung der Bundesvereinigung für Rai-Reiten, II/2009


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