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Ist Reiten ohne Gebiss gefährlich?   

 
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BeitragVerfasst am: 23.09.2008, 08:47    Titel: Ist Reiten ohne Gebiss gefährlich?   Antworten mit Zitat

Wie uns Fred Rai bei unserem Besuch im August 2008 erzählt, hat ihn Professor Robert Cook - bekannt für seine Forschungen zum Thema Gebisse bei Pferden - gebeten, den von Fred Rai geschriebenen Bericht "Ist Reiten ohne Gebiss gefährlich?" auf seiner Homepage veröffentlichen zu dürfen: http://www.bitlessbridle.com/cat/News+Items.html

Da der Bericht in Englisch ist, habe ich ihn übersetzt - ohne Gewähr:

Ist Reiten ohne Gebiss gefährlich?
von Fred Rai

In den vielen Jahren seiner Forschungstätigkeit beschäftigte sich Professor Cook in erster Linie mit den medizinischen Auswirkungen des Reitens mit Gebiss. Ich möchte darum auf den psychologischen Aspekt des gebisslosen Reitens eingehen.

"Ist nicht es gefährlich, ohne Gebiss zu reiten?" oder "Wie kann ich ein durchgehendes Pferd ohne Gebiss wieder unter der Kontrolle bringen?". So oder ähnlich werden wir selbst von erfahrenen Reitern immer wieder gefragt, wenn sie sehen, wie wir unsere Pferde nur mit einem leichten Schnurhalfter reiten, das wir Bändele nennen.

Diese Fragen zeigen die Wissenslücken der Reiter auf, die offensichtlich nie die Tatsache bedacht haben, dass ein durchgehendes Pferd lediglich einem angeborenen Instinkt folgt, wenn es in Panik wegläuft, um einem vermeintlichen Feind zu entkommen.
Panik lähmt das Gehirn. Ein durchgehendes Pferd läuft blindlinks auf Straßen und Autobahnen und rennt in Autos, Lastwagen und Züge heinein. Alles Dinge, die es normalerweise fürchten und meiden würde.

Das Gehirn eines in Panik versetzten Pferdes kann niemals durch Krafteinwirkung oder Schmerz im Maul zu einem normalen Verhalten gezwungen werden. Die Panik würde bloß verstärkt werden. Tatsächlich wird fast jedes durchgehende Pferd mit Gebiss geritten, was deutlich beweist, dass das Durchgehen über das Gebiss nicht kontrolliert werden kann.

Tiere können nicht falsch sein. Sie sind nur in der Lage, gemäß ihren angeborenen Instinkten zu reagieren. Nur dann, wenn man sich selbst mit der Psyche und dem instinktiven Verhalten des Pferdes beschäftigt, kann man dessen Reaktionen auf äußere Einflüsse vorhersehen. Es gibt keine verdorbenen Pferde. Alle problematischen Pferde - sogenannte 'Verbrecher', die steigen, durchgehen, beißen oder ausschlagen - zeigen lediglich ihre natürlichen, instinktiven Reaktionen gegenüber Feinden oder ragniederen Pferden.

Im Verlauf der Evolution über 70 Millionen Jahre, von einem mehrzehigen, fuchsgroßem Tier zum heutigen Pferd, haben diese Tiere nur zwei Verhaltensmuster entwickelt, die in ihren Instinkten verankert sind:
1. Feindlbild-Verhalten - Reaktion auf einen wahrgenommenen Feind, ein Raubtier, und
2. Freundbild-Verhalten - innerhalb der Herde.

Vor siebentausend Jahren trat der Mensch in das Leben des Pferdes ein und begann, es zu domestizieren. Natürlich erkennt ein Pferd unser verschiedenes Äußeres - aufrechte Haltung, bewegliche Ohren fehlen usw., aber seine Instinkte geben ihm nur zwei Möglichkeiten, das menschliche Wesen einzuordnen. Wir sind entweder Pferd oder Raubtier.

Es ist wichtig zu begreifen, dass jedes Feindbild-Verhalten ein Pferd veranlassen wird, in Panik zu geraten. Das Gefühl der Panik setzt das körpereigene Adrenalin frei, das Herz wird beschleunigt und alle Reserven werden mobilisiert, die notwendig sind, um sich vor dem Feind zu retten. Sogar der beste Schwimmer ist zum Ertrinken verurteilt, wenn er in Panik gerät. Und ebenso selbstzerstörerisch ist ein Pferd in Panik.

Schlussfolgerung: Man muss darauf achten, dem Pferd gegenüber nie ins Feindbild zu kommen, weil das Pferd in jeder Hinsicht außer Kontrolle geraten kann.

Leider werden ungefähr 70 % aller Pferde durch Krafteinwirkung und Schmerz im Angstbereich gehalten. Angst verursacht Unterordnung. Wenn dann die Angst in Panik übergeht, wird das Pferd zu Unrecht für einen 'Verbrecher' gehalten.

Wenn aber der Mensch im Freundbild ist, wird er vom Pferd akzeptiert und gemäß seinem Instinkt als Herdentier in die Rangordnung einsortiert als

1. rangniedrigeres Tier oder
2. ranghöheres Tier

Ein Pferd herrscht über die Rangniederen oder es dient seinem Leittier. Es gibt nichts dazwischen. Ein Pferd ist bereit, dem Leittier zu folgen und fühlt sich unter seinem Schutz geborgen, da das Leittier natürgemäß für die Sicherheit der Herde verantwortlich ist. Ein Pferd sucht Sicherheit in der Stärke des ranghöheren Tieres. Wenn das Leittier steht, steht die Herde. Wenn das Leittier flieht, folgen alle ohne Zögern, springen sogar über eine Klippe in den Tod.

Dieser Prozess findet in der Psyche, d.h. im Gehirn des Pferdes statt. In seinem Gehirn fühlt es sich ranghöher oder niedriger, domininant oder untergeordnet.

In meinem Buch "Auch wir haben Gefühle" habe ich bewiesen, dass, im Gegensatz zum Menschen mit seinem logischen Denkvermögen, jede Reaktion des Pferdes durch Gefühle ausgelöst wird. Zwei Gefühle sind es, die ein Pferd veranlassen, sich einem anderen anderen unterzuordnen:
1. Sicherheit als positives Gefühl und
2. Angst als negatives Gefühl (nur bei Drohgebärde des ranghöheren Pferdes).

Darum kann die Dominanz über ein Pferd nie durch Schlagen oder Schmerzeinwirkung erreicht werden. Das würde das Gefühl der Angst, aber nie das positive Gefühl der Sicherheit erzeugen.

Ich habe Übungen entwickelt, die sowohl im Sattel als am Boden ausgeführt werden, mit denen man diese zwei wesentlichen Gefühle im Pferd erzeugen kann.

Man sieht, das RAI-Reiten basiert auf der Kenntnis der Psyche und Verhaltensweisen der Pferde. Beim RAI-Reiten wird der Mensch zum Leittier für das Pferd und ist somit für die Sicherheit verantwortlich. Das ist die Voraussetzung für das gebisslose Reiten im Gelände, im Straßen- und selbst im Stadtverkehr.

RAI-Reiten ist Reiten ohne Gebiss, ohne Peitsche, ohne Sporen. Der Reiter sitzt im Gleichgewicht mit dem Pferd, so dass die natürliche Gewichtsverteilung von 55 % auf der Vorderhand und 45 % auf der Hinterhand erhalten bleibt. Das Pferd wird nicht gelenkt, indem der Kopf nach rechts oder links gezogen wird, sondern das Pferd wird zu den Beinen des Reiters wie der Centaur in der griechischen Mythologie. Beim RAI-Reiten wird das Pferd nur mit Körperhilfen geführt. Das Pferd übernimmt die Bewegungen des Reiters, der seinen Körper in die gewünschten Richtung dreht. Die Zügel bleiben lose und dienen nur zur Korrektur, wenn das Pferd zu langsam reagiert.

Die Zügel werden auch nicht angezogen, um das Pferd anzuhalten. Es genügt, dass der Reiter das Gewicht von den Steigbügeln nimmt, die vorne am Sattel angebracht sind. Das freigewordene Gewicht verlagert sich nach hinten, auf die Hinterhand des Pferdes. Diese Gewichtsverlagerung reicht aus das Pferd zu veranlassen, seinen Schritt zu verlangsamen und schließlich anzuhalten.

So bin ich in der Lage, mein Pferd in allen Gangarten zu reiten, sogar ganz ohne Zügel, ob im Gelände, in einer Stadt wie Augsburg oder München oder bei Wanderritten auf meiner Ranch in Arizona. Ich habe sogar mit Rindern gearbeitet, ohne Zügel zu verwenden.

Das Geheimnis des "Bändele", des gebisslosen Schnurhalfters, besteht darin, dass ich mich dem Pferd gegenüber durchsetzen kann aber niemals Schmerzen auslöse, was zu einem unkontrollierten Panikverhalten führen könnte.

Diejenigen, die von Achtlosigkeit oder Verantwortungslosigkeit sprechen, verstehen nicht, dass das Reiten in jedem Stil die Annahme der Erkenntnis verlangt, dass ein Pferd ein Herdentier ist und eine klarlinige, konsequente, aber schmerzlose und angenehme Führung braucht. Es muss sich sicher unter der Überlegenheit des Leittieres - dem Reiter - fühlen, so dass es ihm freiwillig dient.

Eines unserer Ausbildungszentren in Hamburg hat mit guten Ergebnissen das "Bändele" zum Kutschieren verwendet. Es wurde leicht abgeändert, aber es bleibt ein Kopfstück ohne Gebiss.

Die Korrektur von Pferden, die ihren Reitern Probleme machen, gehört zum Standardprogramm meines Bundesausbildungszentrum in Dasing bei Augsburg. Dort demonstrieren wir täglich, wie alle sogenannten unreitbaren Pferde, sofern sie nicht krank sind, mit der gebisslosen Zäumung geschult und wieder zuverlässige Reitpferde werden. In weniger als einer Stunde und ohne schmerzhafte Methoden zeigen wir, dass das Pferd freiwillig bereit ist dem Leittier Reiter zu folgen, wenn es sich unter seiner Überlegenheit geborgen fühlt.

Es gibt nicht den Reitstil an sich. Jeder Stil entstand aus den Anforderungen heraus, die an Pferd und Reiter in verschiedenen Situationen gestellt werden. Vor ungefähr 2500 Jahren wurde der klassische Reitstil von der Kavallerie in Griechenland entwickelt und setzt sich bis heute als Englisch-Reiten in verschiedenen Sportdisziplinen fort. Das Westernreiten hat seinen Ursprung in der Arbeit mit Viehherden und dem Reiten in der Prärie.

Das gebisslose RAI-Reiten möchte all denjenigen eine Heimat geben, die sich beim Wanderreiten mit den Pferden dort bewegen wollen, wo diese wunderschönen Tiere herkommen, in der freien Natur. Seit seiner Domestizierung von 7000 Jahren dient das Pferd dem Menschen, von seinem anfänglich primitiven Leben bis in die heutige moderne, technische Welt. Damit sich dieser Kreis harmonisch schließen kann, ist es die heutige Aufgabe des Pferdes, den Menschen zurück zur so wichtigen Entspannung in der Natur zu führen.

Zum Abschluss möchte ich in Erinnerung rufen, was ich in meinem Buch "Ohne Peitsche - ohne Sporne" als erster geschrieben habe: Das Pferd ist eines der wenigen Tiere ist, das keinen Schmerzlaut hat. Diese Tatsache, die in der Natur für ein verletztes Tier lebenswichtig ist, weil es sonst Raubtiere mit seinen Schmerzschreien anziehen würde, kann für das Pferd im Sport zum Verhängnis werden, weil die Grenze zwischen dem Fordern von Leistung (die ich klar bejahe) und Quälerei nicht klar gezogen werden kann und oft überschritten wird. Es ist eine sehr große Verantwortung für den Reiter, der Sport, insbesondere Hochleistungssport mit einem Tier betreibt, das bei Schmerz nicht wie ein Hund, eine Katze, ein Schwein usw. schreien kann. Das Pferd fühlt dennoch Schmerzen genau so wie wir Menschen, was man schon an der Reaktion auf einen Mückenstich sehen kann.

Das Reiten ist die einzige Sportart, die alle Bereiche der Schöpfung - Natur, Tier und Mensch - vereint. Und dazu glaube ich passt nur ein Wort: Harmonie

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Hier nun der Bericht im Original, Quelle

Zitat:
Is Riding Without a Bit Dangerous?
by Fred Rai

In the course of his many years of research, Professor Cook concerned himself primarily with the medical aspect of riding with a bit. Therefore, I would like to concentrate on the psychological advantage of using the bitless bridle.

"Isn't it dangerous to ride without a bit?" or "How can I bring a bolting horse back under control without a bit?" We are constantly confronted, even by experienced riders, with these and similar questions whenever we are observed riding our horses with the light string headstall - which we have named 'Bandele.'

These questions serve to underline the lack of insight of these riders, who have obviously never considered the fact that a bolting horse is merely reacting to an inborn impulse to run in panic when confronted with a perceived enemy. Panic lames the brain. A bolting horse runs blindly into streets and highways and collides with things it would normally fear and avoid, like cars, trucks and trains.

The brain of a panicked horse running out of control can never be brought back to normal behaviour by applying force or inflicting pain on the horse's mouth. The panic would merely be intensified. In fact, practically every horse that bolts is being ridden with a bit, which just proves that bolting cannot be controlled with a bit.

Animals are never deceitful. They are only able to react according to their inborn impulses - instinct. Only by acquainting oneself with the psyche and instinctive behaviour of the horse can its reactions to given stimuli become predictable. There is no such thing as a ruined horse. All problematic horses - so-called 'outlaws,' which rear, bolt, bite or kick - are merely showing their natural instinctive reactions to perceived enemies or horses of lower ranking.

In the process of their 70 million year evolution, from a multi-toed, fox-sized animal to today's ungulate horse, these animals have learned only two behavioral patterns, which are anchored in their instincts.

1. Enemy imprint - reaction to a perceived enemy, a predator, and
2. Friend imprint - conduct among themselves within the herd.

Seven thousand years ago man entered into the life of the horse and began domesticating it. Of course a horse recognizes our different appearance - upright posture, lack of mobile ears, etc. but its instincts allows only two choices into which it may categorize the human animal. We are either horse or predator.

It is important to realize that any behaviour corresponding to a horse's enemy imprint will cause it to panic. The feeling of panic causes the body's own drug, adrenaline, to flood through the system, speeding up the heart and mobilizing all the reserves necessary to overcome the perceived enemy. Even the best swimmer is doomed to drown if he gives in to panic. Just so, a horse will destroy itself when in the throes of panic.

Conclusion: Man must take care never to appear to the horse in the imprint of an enemy, for the horse will become in all respects out of control.

Unfortunately, about 70% of all horses are held within the bounds of fear with the use of force and the resulting pain. Fear causes subordination. But if the boundary from fear to panic is crossed, the horse will act like the 'outlaw' it really is not.

However, if the human is perceived to be within the friend imprint, he is accepted into the herd by the horse and categorized according to the herd animal's instinctive compulsion to establish a pecking order as

1. a lower-ranking animal or
2. a higher-ranking animal.

A horse either reigns over its underlings or obeys the leader. There is no in-between. The horse is willing to obey the leader and feels secure under its protection, since the leader is naturally responsible for the safety of the herd. A horse seeks security in the strength of the higher-ranking animal. If the leader stands, the herd stands. If the leader flees, all follow without hesitation, even over the cliff to death.

This process takes place in the psyche, that is, in the brain of the horse. In its brain, it feels higher or lower ranking, dominant or subordinate.

In my book, "We Too Have Feelings" I have endeavoured to prove that, whereas humans have been provided with the ability to think logically, every reaction of the horse is caused by emotions. Two emotions are essential to the dominance of the leading animal:
1. Security as a positive feeling and
2. Fear (only in the case of a threatening gesture by a higher-ranking horse) as a negative feeling.

This is why dominance over a horse can never be achieved with beatings or other applications of pain. The result would be the feeling of fear, but never the more positive feeling of security.

I have developed exercises to be performed while in the saddle or from the ground, which can produce these two essential feelings in the horse.

Thus you see, RAI-Riding is riding with the horse from a position of knowledge of its psyche and behavioural patterns. With RAI-Riding the rider is the leading animal for the horse and thus responsible for its feelings of security - essential when riding across country with a bitless bridle, as well as when confronted with the dangers of highway traffic or the cacophony of a city.

RAI-Riding is riding without bit, crop, or spurs. The rider sits in balance with the horse, so that the natural weight distribution of 55% on the forequarters and 45% on the hindquarters is maintained. The horse is not steered by pulling its head to the right or left, but rather the horse becomes the rider's legs, like the Centaur in Greek mythology. With RAI-Riding the horse is guided by body language alone. The horse takes its cues from the rider, who turns his body in the desired direction while in balance on the horse's back. The reins remain loose, and serve only as a correction if the horse is slow to react.

Nor are the reins tightened to bring the horse to a halt. It is enough that the rider removes weight from the stirrups, which are attached to the front part of the saddle. The weight is thus displaced to the seat, activating the hindquarters of the horse to a standstill. This displacement of weight is enough to cause the horse to reduce its pace, finally to bring it to a standstill.

Thus I am able to ride my horse in all its paces without using the reins at all, whether across country, in a city like Augsburg or Munich or on the trail at my ranch in Arizona. I have even herded cattle without using reins.

The secret of the 'Bandele,' the bitless string headstall, is that while it enables me to assert my authority over the horse during training and as a connection, it prevents inducing pain and the resulting uncontrolled panic.

Those who speak of carelessness or irresponsibility don't understand that riding a horse in any style whatever requires acceptance of the knowledge that a horse is a herd animal and needs clear, consequent and yet painless and fair guidance. It needs to feel secure under the dominance of the leader - the rider - so that it can obey willingly.

One of our training centers in Hamburg has had good results using the 'Bandele' to drive carriages. It was found necessary to change it slightly, but it remains a headstall without a bit.

The correction of horses that cause their rider's problems is one program at my State's Training Center in Dasing. There we demonstrate daily that all so-called unrideable horses, assuming they are not ill, can be trained with the bitless bridle to be dependable riding horses again. In less than one hour and without using painful methods, we show the horse that the rider is its leader, it can feel secure under his dominance and thus it is willing to obey him voluntarily.

There is no one-and-only style of riding. Each style grew out of the demands put on the horse and the rider in different situations. About 2500 years ago the classic style of riding developed from the cavalry in Greece, and is carried on in various sports disciplines in the form of English riding. Western riding and its harnessing developed from working with herds of cattle and riding in the wilderness.

Bitless RAI-Riding is intended to provide a home for those who want to share roaming riding with their horses - there where the horses come from, in the freedom of Nature. The horse with its domestication provided man with the means to move from his primitive life 7000 years ago into today's modern, technical world. In order to complete this cycle in harmony, it is the duty of the horse to guide man back to an essential relaxation in Nature.

In conclusion, I wish to repeat as I maintained in my book, "No Whip - No Spurs" that the horse is one of the few animals that has no cry of pain. That which in nature may be a boon, enabling an injured animal to survive which otherwise might attract predators with its screams of pain, can be detrimental to the horse in sports riding, as the boundary between insistence on performance (which I applaud) and torture cannot be clearly defined. It is a very great responsibility for a rider who engages in a sport, especially a high-performance sport, with an animal that cannot cry out in pain like a dog, cat, pig etc. The horse, nevertheless, feels pain just like we do, as can be seen by their reaction after a mosquito bite. Riding is the only type of sport that unites all parts of Creation - Nature, Animal and Man. And to this I believe only one word can apply - Harmony.
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