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Tierverrückte



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BeitragVerfasst am: 24.11.2011, 00:36    Titel:   Antworten mit Zitat

Oft haben Pferde gesundheitliche Gründe, wenn sie den Hals nicht fallen lassen können.

Ansonsten bin ich gegen jegliche Art von Ausbinder, weil wenn das Pferd mal stolpert und den Kopf hochreißt um sich aufzufangen wird das mit einem Ruck in den Rücken quittiert und evtl. noch ins Gebiss. Da freut sich die Wirbelsäule...

Ich würde dann eher nach dem Longenkurs arbeiten und es meinem Pferd langsam beibringen. Hilfsmittel sind mir einfach zu riskant.

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Antsche-Maus



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BeitragVerfasst am: 24.11.2011, 03:03    Titel:   Antworten mit Zitat

Da hast du Recht, körperliche Probleme sollte man immer erst ausschließen. Deshalb finde ich das bei Schulpferden auch immer so schrecklich. Ansonsten hab ich nichts gegen den Einsatz von den wenigen Hilfszügeln, die sowohl auf- und abwärtsbewegung, als auch seitwärtsbewegung beim Pferd zulassen. Vorrausgesetzt, dass sie unter keinen Umständen aus elastischem Material sind.

Das mit dem Ruck in Rücken und Maul/auf Nasenbein stimmt zwar, aber das gleiche Problem haben wir auch beim Reiten, da der Mensch in vielen Fällen nicht in der Lage ist, schnell genug die Zügel loszulassen oder gar abzuspringen.


Wenn überhaupt sollten die Hilfszügel aber nur bei einem Pferd eingesetzt werden, dass bereits in seinem natürlichrn Gleichgewicht ausbalanciert laufen kann und die Hinterhand schön mitbenutzt....sonst betrügt man sich nur selbst und schadet dem Tier.

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WhiteCat



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BeitragVerfasst am: 24.11.2011, 20:45    Titel:   Antworten mit Zitat

Was das Thema Kopf/Hals und Hinterhand angeht werde ich nochmal in den Vortrag von Dr. Heuschmann reinhören.
Ich habe es anders in Erinnerung, Tender.
Wenn ich mich nicht sehr täusche wird ein Pferd IMMER von hinten nach vorne in die Versammlung gebracht und ausgebildet...
Ausserdem müssen Kopf/Hals Haltung zur Winklung der Hinterhand passen! Das tödlichste was man tun kann ist K/H hoch, ohne HH in dazu passendem Winkel untertretten zu lassen!

Ein Pferd kann unterm Reiter gesunderhalten werden wenn es entspannt läuft, der Rücken sich locker bewegt- wie auf der Weide. Oder wenn es richtig ausgebildet in ECHTER Versammlung geht und die Körperhaltung passt.

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Tender




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BeitragVerfasst am: 24.11.2011, 21:46    Titel:   Antworten mit Zitat

Zitat:
Wenn ich mich nicht sehr täusche wird ein Pferd IMMER von hinten nach vorne in die Versammlung gebracht und ausgebildet...


ganz klar, hab ich was anderes behauptet? Oh oh
Wenns ander rüber kam war es nicht meine Absicht.

Was ich rüber bringen wollte, ist das eine gute Kopfhaltung den Takt, Schwung
und damit auch die Aktivität der Hinterhand fördert und unterstützt.
Es andersherum auszubilden ist für das Pferd sehr viel schwerer zu verstehen
und körperlich auch schwieriger.
Denn ein Pferd weiß nicht das wir wollen das es sich selbst trägt, wir müssen schon
einen Weg zeigen den es versteht und mit dem es zufrieden lernen kann.
Und ich spreche mich nicht für kurze Ausbinder aus, in keinem Fall- gegen sowas
bin ich absolut. Aber eine feine Verbindung die auch eine Anlehnung erlaubt wenn
unser Pferd soweit ist, ist sinnvoll.

Natürlich wird immer in der Ausbildung von hinten nach vorne geritten,
genau das ist ja das Ziel. Das mein Pferd sich durch Aktive Hinterhand und
Losgelassenen Rücken traut an das Gebiss / Sidepull etc. heranzutreten. =)

lg

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Tierverrückte



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BeitragVerfasst am: 24.11.2011, 22:35    Titel:   Antworten mit Zitat

Ich behaupte mal das Ganda recht trittsicher ist und auch in sich ausbalanciert (wenn jetzt auch nicht nach dressurmäßigen Aspekten), aber trotzdem kann das Pferd immer stolpern oder sich erschrecken. Es ist für mich ein Unterschied ob der Reiter die Zügel in der Hand hat, denn der kann nicht den Kopf unten halten ohne Hilfsmittel. Ein Ausbinder dagegen hält fest, zieht dem Pferd dann im Genick, dann wird die schwungvolle Bewegung durch den Schreck/Stolperer durch die Ausbinder weiter blockiert und es schießt direkt in den Rücken.

Für mich also nicht wirklich eine Alternative. Eher etwas praktisches für den Reiter, aber ob er dem Pferd wirklich nützt? Wäre da für eine langsame Ausbildung am Boden.

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Antsche-Maus



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BeitragVerfasst am: 18.01.2012, 19:22    Titel:   Antworten mit Zitat

Ich hab jetzt was getestet, was mir eine Bekannte empfohlen hat. Ich war mit Antsche im Roundpen und hab ihr zeitweise ganz lang verschnallte Halsverlängerer drauf gemacht. Aber natürlich nicht ans Gebiss Zwinkern Sondern einfach mit Stallhalfter und das dann nochmal schön gepolstert. Das ganze hat dann den Effekt, dass Antsche, wenn sie den Kopf zu sehr hoch nimmt, etwas Druck im Genick bekommt und das hat sie ja bei der Bodenarbeit gelernt, dass sie dann den Kopf senken soll. Hat auf jeden Fall super funktioniert, sie ist sehr schön Vorwärts-Abwärts gelaufen. Aber natürlich nicht zu lange, sie hat mir gezeigt als es ihr zu anstrengend wurde und dann haben wir aufgehört.

Ich weiß nicht, was ihr denkt? Aber ich finde es so ok. Durch das Halfter und die Elastizität kann, denke ich, auch nicht so viel passieren, falls sie doch mal stolpert. Die Dinger nehmen mir halt einen Teil meiner Arbeit ab. Nicht weil ich faul bin, sondern weil ich mich so auch gleichzeitig um die Hinterhand kümmern kann. Außerdem kann ich so auch etwas mehr Trab- und Gallopparbeit machen, wodurch wir die Bauchmuskeln schön trainieren können. Die gehören ja auch dazu Zwinkern

Habs mir übrigens auch von Ingeborg und Physio absegnen lassen. Im Hals sind keine Blockaden mehr, nur noch muskuläre Probleme, aber dazu schreib ich nachher noch was in meinem TB.

LG Winken

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Tierverrückte



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BeitragVerfasst am: 20.01.2012, 21:47    Titel:   Antworten mit Zitat

Ich würde es nicht machen. Selbst wenn sie im Hals keine Blockaden mehr hat, sondern nur muskuläre Problem, kann sie dadurch doch noch Schmerzen haben.
Ich mache in meiner Ausbildung als THP im Moment einfach die Erfahrung, dass die Pferde den Hals fallen lassen, wenn alles okay ist. Vorher nicht. Erst dann schieben sie auch durch den Körper und treten gut unter.

Da das Halfter ja direkt auf dem Atlas sitzt, kann dieser durch den Zug (z.B. beim stopern) blockiert werden etc.

Aber ich bin da sowieso sehr befangen, da ich in dieser Hinsicht einfach ein absoluter Gegner solcher Hilfsmittel bin Zwinkern

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Antsche-Maus



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BeitragVerfasst am: 24.01.2012, 12:51    Titel:   Antworten mit Zitat

Also ich denke nicht, dass sie Schmerzen hat, dafür ist sie zu entspannt. Sie lässt einem ja auch alles machen inzwischen, also wenn ich mit Kappzaum oder Knoti frage ob sie den Kopf senken möchte, macht sie es. Das war vor den beiden Behandlungen sehr viel schwieriger. Und Druck im Genick übe ich ja damit auch aus. Meine Physio hält übrigens gar nichts vom Knotenhalfter, weil sie findet, dass man damit zu viel Punktuellen Druck ausübt. Sie macht nur mit Stallhalfter oder deutschem Kappzaum Bodenarbeit.

Mit muskulären Problemen meinte ich jetzt auch keine Verspannungen oder so, sondern einfach falsch aufgebaute bzw. nicht vorhandene/verkürzte Muskulatur. Sie kann den Hals fallen lassen, macht es aber momentan noch nicht ganz freiwillig, weil es einfach sehr anstrengend für sie ist. Und es ist natürlich auch Kopfsache, sie hat ja jahrelang gelernt, dass es absolut super ist, sich mit dem Unterhals zu tragen.

Ich kann mir auch nicht vostellen, dass sie von ganz allein den Hals fallen lässt, nur weil keine Blockaden mehr da sind. Der dicke Unterhals ist nunmal da, richtig schön antrainiert. Und wenn wir den nicht "weg trainieren", ist er einfach im Weg. Bei einem Pferd welches einfach gar keine großartige Muskulatur am Hals hat, ist das wesentlich leichter. Da muss man ja nur neu aufbauen und nicht noch gegen alte Sünden anarbeiten.

Mit dem stolpern hast du natürlich trotzdem Recht (auch wenn Antsche das dank der behandlungen so gut wie gar nicht mehr macht). Für mich persönlich ist das aber ein kalkulierbares Risiko. Das gleiche (oder schlimmeres) kann ja auch passieren, wenn sie z.B. angebunden ist. Und wenn sie mir beim Spazieren gehen wegspringt, lasse ich auch nicht los, sondern hänge dann mit 75 Kilo im Knotenhalfter, was wesentlich dünner und unnachgiebiger ist, als meine Longier-Konstruktion. Sowas ist natürlich immer blöd, aber es kann immer was passieren. Man muss halt für sich entscheiden, was man verantworten kann und was nicht.

Allgemein bin ich beim Thema HZ inzwischen folgender Meinung:
Viele HZ gehen gar nicht, z.B. Schlaufer oder Stoßzügel kommen für mich persönlich unter gar keinen Umständen in Frage.

Andere, z.B. auch der den Tender hier gezeigt hatte, finde ich unter gewissen Umständen (Pferd gesund; Pferd weiß, was es machen soll; HZ richtig (!) verschnallt) in Ordnung. Vorrausgesetzt, man nutzt ihn als das, was er ist, nämlich eine Hilfe und unter gar keinen Umständen eine universelle Problemlösung oder ein Dauerzustand.

Bei Schulpferden finde ich die Dinger auch grundsätzlich gruselig. Zum einen, weil sicher nicht wirklich drauf geschaut wird, das Rücken, Hals, Zähne etc. ok sind und zum anderen, entbindet ein HZ ja nicht davon, trotzdem an sich und dem Pferd zu arbeiten. Ein Anfänger ist ja gar nicht fähig, z.B. die Hinterhand zu aktivieren, das Pferd erstmal ordentlich zu lösen etc. Das ist dann wieder nur stumpfes Kopf runter binden und absolut kontraproduktiv.

So, Roman fertid Zwinkern

LG, Katharina Winken


Edit: Achso, und ich bin natürlich nicht der Meinung, dass mein Weg der einzig Wahre ist. Aber das wisst ihr ja sicher Zwinkern

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Tender




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BeitragVerfasst am: 31.01.2012, 23:04    Titel:   Antworten mit Zitat

Zitat:
dass die Pferde den Hals fallen lassen, wenn alles okay ist. Vorher nicht. Erst dann schieben sie auch durch den Körper und treten gut unter.


mir fällt auf das bisher viel vom "hals und kopf fallen lassen" geredet wird.
Aber genau das sollte ja auch kein Dauerzustand sein. Die Dehnungshaltung
(denke mal das ist damit gemeint) steht am Anfang der Ausbildung zwar im Vordergrund
um den Rückenmuskel zu stärken und Tragfähigkeit aufzubauen...

Aber was man erreichen möchte ist das die Versammlung/Aufrichtung und das setzen
auf die Hinterhand. Es ist ja klar das man es easy erreicht das das Pferd mit der Nase
im Boden läuft.
Aber Ziel ist doch das die Hinterhand mehr an Kraft gewinnt, der Rücken rund wird und
wir ein berauf-pferd mit Aufrichtung unter uns/neben uns haben.

http://www.pferdepraxis.co.at/img/jerez_bild2.jpg
http://www.nicole-hirte.de/images/g025.jpg

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(selbst das ist ja noch keine richtige Versammlung oder Aufrichtung.

Ich habe letzes Jahr zufällig ein Bild von dem Pferd einer Freundin geschossen,
das ist ein Ideabild von versammlung-wie ich finde. Perfekt..
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Denn eine gesunde Dehnung nach vorne ist zwar am Anfang und zwischendurch zur
Lösung angebracht, allerdings würden die meisten Pferde die nur so geritten werden
auf Dauer zu Vorhand-Läufern werden, denn um ein Pferd dauerhaft auf der Hinterhand
zu behalten braucht es einfach Übungen die die Versammlung fördern.
Zudem ist es in dieser Haltung sehr schwer eine gute Schulterfreiheit zu fördern- die
Hinterhand kann sich kaum absenken sondern nur Schub leisten.
Ich kann mir schwer vorstellen wie ein versammelter, langsamer Trab oder eine Passage
mit gesenkten Kopf aussehen sollte Wink alt


Und deshalb halte ich auch Ausbinder (die von mir abgebildeten) für sinnvoll, da sie
eben nicht nur die Dehnungshaltung fördern. Ohne Ausbinder streckt auch mein Hafi
sich wie ein Dehnungskünstler nach vorne und fällt mir spätestens nach 4 Runden auf
die Vorhand.

Richtig angewandt sind Ausbinder eine wertvolle Hilfe zur Gymnastizierung.
Und das ist für mich auch das einzige Gebiet in dem Ausbinder genutzt werden sollten.
An der Longe- sonst ist es überflüssig.


lg

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Sandy & Gina



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BeitragVerfasst am: 01.02.2012, 14:52    Titel:   Antworten mit Zitat

Hi,

für die meisten gewöhnlichen Freizeitpferde ist es illusorisch, dass man zur reellen Versammlung kommt.
Besser sollten die Menschen lernen, wie sie das Pferd in eine gute Dehnungshaltung mit aktiver Hinterhand und nach oben schwingendem Rücken schicken können.
Denn dann sind die Pferde auch nicht auf der Vorderhand und können immerhin den Menschen einigermaßen unbeschadet tragen.

Da macht man in der Regel viel zu viel falsch, wenn man versucht, als Freizeitreiter eine Versammlung zu erzwingen, zumal die meisten Pferde zumindest körperlich gar nicht dazu in der Lage wären.
Es gibt auch einige Stimmen, die der Meinung sind, dass die Aufrichtung von selber kommt, wenn das Pferd bereit dazu ist (gut gymnastiziert etc.).


Liebe Grüße
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Tender




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BeitragVerfasst am: 01.02.2012, 19:42    Titel:   Antworten mit Zitat

Ja das stimmt, als reiner Freizeitreiter ist es wohl nicht naheliegen sein
Pferd irgentwann mal in einer versammelten Weise reiten zu können, da fehlt oft
die Zeit, die Lust und auch das Können - was kein Vorwurf ist Wink alt

Zumal es ja nicht ums erzwingen geht,..aber ist weiß schon wie du das meinst.

Versammlung kommt aus jahrelanger, guter Gymastizierung und fordert einen
guten Reiter der es zulässt und fördert- klar stimmt es das die Aufrichtung somit
von alleine kommt- aber bis dahin hat man einen Haufen arbeit vor sich.
Denn damit ein Pferd so laufen KANN braucht es die Kraft- und die Kraft kommt von
den Muskeln, speziell in der Hinterhand.


Was mich stört ist das häufig gedacht wird: Wenn mein Pferd mit der Nase am Boden
ist, dann läuft es gesund, damit macht man leider noch mehr falsch als wenn man auf
einen Kopf kurz vor der Senkrechten achtet.
Denn eine ordentliche Dehnungshaltung ist auch nicht einfach so nachzureiten.

Und somit mag ich es auch nicht gerne sehen wenn man mir Pferde an der Longe zeigt
die mit der Nase im Boden hängen und die Hinterhand schleift gefühlte Jahre hinterher.
Das heißt es muss auch eine Begrenzung nach unten geben, gerade so viel das der weg kurz vor die Senkrechte und kurz vor "nase in Boden" möglich ist.
Sozusagen um einen Rahmen zu schaffen, der ein Pferd weiß einfach nicht wie es laufen soll, das muss ihm schon gezeigt werden.

Bestes Beispiel: Ein ausgebildetes Pferd an der Longe einmal mit und einmal ohne Ausbinder...
Mein Haflinger verliert sofort an Schub und Takt, die Nase kommt Nahe dem Boden.
Wenn er die Balancezügel dran hat (obwohl sie durchhängen) läuft er locker, fleißig
vorwärts und sucht den Weg nach oben.

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Caprivi
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BeitragVerfasst am: 01.02.2012, 20:28    Titel:   Antworten mit Zitat

Tender hat Folgendes geschrieben:
...
Aber was man erreichen möchte ist das die Versammlung/Aufrichtung und das setzen
auf die Hinterhand. ....
Aber Ziel ist doch das die Hinterhand mehr an Kraft gewinnt, der Rücken rund wird und
wir ein berauf-pferd mit Aufrichtung unter uns/neben uns haben.
....


Das ist nicht das Ziel des Rai-Reitens, sonder gehört in die Dressurreiterei, in die hohe Schule.

Tender hat Folgendes geschrieben:
...
als reiner Freizeitreiter ist es wohl nicht naheliegen sein
Pferd irgentwann mal in einer versammelten Weise reiten zu können, da fehlt oft
die Zeit, die Lust und auch das Können
....


Es hat nichts mit Können zu tun. Es ist einfach ein Sache der Erforderniss.
Siehe im Thema Gynastizierung.

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BeitragVerfasst am: 01.02.2012, 21:23    Titel:   Antworten mit Zitat

Das sollte das Ziel jeder Reitart sein, nur weil man eben Rai-Reiter ist heißt das
nicht das man darum herum kommt, das finde ich ist eine Ausrede Wink alt
Reiten ist immer mit Dressurmäßiger Arbeit verbunden.

Und ich denke schon das es immer vom Können abhängig ist, ich selbst denke
auch nicht das ich mein pferd so reiten kann das es sich perfekt unterm Sattel zeigt,
meine Bereiterin damals war eine grandiose Reiterin und hat aus meinem Pferd
viel mehr rausgeholt als ich es heute im stande bin zu tun...einfach weil ich es körperlich
noch nicht kann, denn reiten ist nun einmal eine lebensaufgabe =)

Den Thread schaue ich mir gleich gerne an.

lg

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WhiteCat



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BeitragVerfasst am: 02.02.2012, 16:11    Titel:   Antworten mit Zitat

Ich hab im andern Thread ausführlich geantwortet und bin auch auf Dinge eingegangen die hier diskutiert werden Zwinkern
Aber mal zu den Fotos:

Zitat:
Was ich hinten unterschiebe, darf ich vorne auch hoch holen!


Das zeigen die beiden sehr schön, wie ich finde.
Dein Hafi zeigt schon ein vermehrtes untertreten und einen runden Rücken Lächeln
Der andere eine deutliche Hackenbeugung und eine gehobene Kopf/Halsachse.
Beides völlig in Ordnung.
Nötig ist es aber nicht das ein Pferd so etwas lernt!

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Tequiline



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BeitragVerfasst am: 02.02.2012, 19:39    Titel:   Antworten mit Zitat

Aufgrund einer "Beingeschichte", also quasi krankheitsbedingt kann ich mit Tequila nur noch geradeaus ins Gelände, hauptsächlich im Schritt. Mein Pferd läuft sowieso immer mit gesenktem Kopf und langem Hals und tritt dabei unter wie sonst was, ohne dass ich da was zu beitrage. Würde er dies nicht tun, würde ich trotz allem versuchen, ihn darin zu fördern und ihm zu helfen, eine angenehmere, gesündere Haltung einzunehmen.

Ich finde es ist völlig egal, ob ich 4x im Monat ins Gelände juckel, oder ob ich jeden Tag mit meinem Pferd in der Bahn arbeite. Man sollte immer versuchen, es dem Pferd nicht nur psychisch, sondern auch phsyisch so angenehm wie möglich zu machen. Ob man dazu nun unbedingt die "Zwangsschiene" fahren muss, weil man es ohne nicht kann, ist da wieder eine andere Sache und das zähle ich dann schon wieder nicht zu "angenehm". Für mich zeugt letztendlich beides irgendwie von Unfähigkeit - sowohl das GAR NICHT drauf achten, als auch der zwanghafte Weg.

Bei Tequila hat es auch einige Zeit gedauert, bis er beim Longieren den Kopf unten hatte und in Dehnungshaltung lief, aber man muss halt im Umgang mit Lebewesen einfach genügend Geduld und Einfühlungsvermögen mitbringen. Letztendlich ist es doch viel schöner, etwas auf freiwilliger Basis erreicht zu haben als beispielsweise mit Hilfszügeln. Darauf kann man dann wirklich stolz sein!

Und gerade als Freizeitreiter sollte man doch meinen, ohne Druck an alles rangehen zu können. Wenn das Pferd dann von 30 Minuten longieren mal 10 Minuten nicht den Kopf an der richtigen Position hat, ist das noch lange kein Beinbruch...

Die Versammlung halte ich für reine Geländereiter auch nicht für unbedingt notwendig. Mein Pferd "hört" auch so auf meine Hilfen und nimmt eine gescheite Haltung ein, ohne den Rücken wegzudrücken.

Aber ich muss sagen: Wenn ich so einige Leute reiten sehe, deren Pferde den Kopf nur hoch in der Luft haben, krieg ich auch das Grauen. Und diese Leute haben entweder keine Ahnung von Anatomie oder sie können es einfach nicht anders und reden sich irgendwie die Welt schön...

Also ich denke, es ist wichtig da einen gelungenen Mittelweg zu finden. Die meisten lassen sich eh nicht reinreden in das was sie tun, weil sie es halt nach den und den Normen gelernt haben und nur dies für richtig halten. Ich habe in der Zeit, seit ich mein eigenes Pferd habe, einiges dazugelernt und zwar vor allem, Dinge zu hinterfragen und nicht alles zu glauben, was mir aufgetischt wird. Am wichtigsten ist es am Ende, auf sein Pferd und auf sein Herz zu hören. Es gibt nicht DIE Musterlösung für alle Pferde....

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