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Süddeutsche Karlmay-Festspiele

Peter Görlach - Regisseur der Karl May-Festspiele   

 
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Charissima
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BeitragVerfasst am: 07.07.2008, 09:52    Titel: Peter Görlach - Regisseur der Karl May-Festspiele   Antworten mit Zitat

Zum dritten Mal führt Peter Görlach aus Wien Regie bei den Süddeutschen Karl May-Festspielen, die in der Westerncity Dasing am Samstag, 5. Juli 2008, begonnen haben. Gleichzeitig wird er "Im Tal des Todes" als kriegerischer Häuptling "Hehata-Schanteh" eine Hauptrolle spielen, die er sich selbst auf den Leib geschrieben hat. Denn auch das Textbuch zur Neuinszenierung stammt von dem leidenschaftlichen Karl May-Fan, der von sich sagt "Ich bin ein vollkommen Besessener".

Eine Aufführung vor 30 Jahren in der Wiener Stadthalle hatte diese Besessenheit ausgelöst. Damals ritt Edel-Winnetou Pierre Brice über die Bühne, um den "Schatz im Silbersee" zu retten. Seitdem bestimmen indianische Kultur und Philosophie Görlachs Leben, das ursprünglich ganz anders geplant war. Denn nach dem Fachabitur hatte der gebürtige Wiener Hochbauingenieur gelernt, diesen Beruf aber nie ausgeübt. Danach wollte er Tiermediziner werden, brach die Ausbildung aber ab, um sich ganz seiner Vision vom Theater zu widmen.

Ein weiteres wichtiges Schlüsselerlebnis war für Görlach und seinen Freund Heinz Koziol 1986 ihr Besuch der Karl May-Spiele in Elspe im Sauerland. "Auf der zehnstündigen Heimfahrt hatten wir kein anderes Thema als die Frage: Wie können wir etwas Ähnliches auch in Österreich realisieren?" Denn trotz aller Begeisterung war das Ganze bisher ein Hobby.

So gründeten die Idealisten einen Verein, funktionierten einen Steinbruch im niederösterreichischen Gföhl zur Prärie um und starteten 1988 mit sieben Pferden und 30 Schauspielern. Ab 1994 wurden die Spiele nach Winzendorf verlegt, wo das Team auch Western-Kulissen aufbaute. Um seinen Traum vom Berufs-Indianer zu verwirklichen, nahm Görlach mittlerweile Unterricht als Trickreiter und Schauspieler. "Vieles konnte ich auch von den professionellen Stuntmen aus Frankreich und Ungarn lernen", erzählt er.

Seine endgültige Entscheidung, das Hobby zum Beruf zu machen, fiel schließlich im Jahr 2000. In den folgenden Jahren arbeitete er als Showmanager in der Westernstadt No Name-City bei Wien.

Als fundierter Kenner der indianischen Kultur und des Karl May-Universums war Görlach bereits 2005 bei der Premiere der Süddeutschen Karl May-Festspiele in Dasing beratend tätig. Im Jahr darauf nahm ihn Intendant Fred Rai als Autor, Darsteller und Regisseur unter Vertrag, denn beide fasziniert der Hintergrund der spannenden Romanvorlagen: "Wir wollen keine wilden Action-Baller-Aufführungen, sondern das Märchenhafte und die Romantik der May-Bücher als Unterhaltung für die ganze Familie präsentieren."

Wenn in Dasing Schnee liegt, sitzt Görlach in seiner Wiener Wohnung vorm Computer, um in langen Nächten das Textbuch fürs kommende Jahr zu tippen. Seine aufwendigen Kostüme näht der Regisseur alle selbst, empfindet dies und einen 14-Stunden-Tag während der Hochsaison aber nicht wirklich als Stress: "Ich betrachte es als Geschenk, Geld mit einer Arbeit zu verdienen, die einem seit der Kindheit so viel Freude macht!" Profitieren könne er dabei von der langjährigen Erfahrung Horst Jansons, der dem ganzen Team in Dasing mit wertvollen Tipps zur Seite stehe. Nur ein eigenes Pferd hat der Hobby-Indianer nie besessen: "Bei meinem Arbeitspensum bleibt kaum Zeit, Verantwortung für ein Tier zu übernehmen."

Quelle: Augsburger Allgemeine Zeitung, 3. Juli 2008

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Peter Görlach ist der mit dem braunen Oberteil

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