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Reaktion auf "guckig" sein   

 
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WhiteCat



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BeitragVerfasst am: 26.11.2011, 00:58    Titel: Reaktion auf "guckig" sein   Antworten mit Zitat

Ich tu mich grade gaanz schwer dem Thema einen Namen zu geben.
Ich habe grade in einem Forum etwas gelesen das ich sehr intressant finde und wollte mich gerne mit euch darüber austauschen.

Ich kopier jetzt einfach mal ganz frech den Beitrag. Weiß jetzt nicht ob das rechtlich okay ist- wenn nicht bitte melden!

Zitat:
Ohren zu dir ist (eine) Frage und da musst du nicht loben, sondern eben antworten. Das Pferd fragt ja, ob da was Bestimmtes nun gefährlich ist, oder ob du noch aufpasst....Streichelst du sie nun, dann lobst du zwar für die Frage, aber eine Antwort auf ihre Frage ist das nicht und so muss sie selbst entscheiden, wie sie nun reagieren soll. Da wir ja eher selten genau wissen, weshalb das Pferd nun fragt, macht es auch keinen Sinn, wenn wir erst nach dem befragten Ding suchen. Antworten heisst für uns IMMER, entwarnen, dem Pferd sagen, es ist alles in Ordnung, kein Grund sich aufzuregen. Wie sage ich das dem Pferd?
Schaut das Pferd an einen bestimmten Ort, tue ich das auch, GANZ KURZ. Während ich da kurz hin schaue einatmen, etwas Spannung aufbauen. Da ist nix..., ausatmen, entspannen und wieder dahin schauen, wo ich hin will und weiter gehen. Das Ganze muss man wirklich üben, aber irgend wann ist das so in Fleisch und Blut und man macht es ohne darüber nachzudenken. Es zeigt dem Pferd 1. ich passe auf und 2. es ist alles in Ordnung.
Da ist nix, sage ich dazu, das ist so eine kleine Krükke für mich, denn in dem ich das ausspreche, glaube ich das auch und drücke das körperlich korrekt aus. Ist ein Spaziergänger Anlass für eine Frage, oder eine Maschine, oder Hund, egal, dann sage ich ist nur ein Spaziergänger, oder nur Maschine, nur Wasser...... Das sind Worte die eher für mich wichtig sind als für das Pferd, aber es funktioniert.
Reagiert sie dann mit Entspannung, mit weiter mitlaufen, dann darfst du loben.



Am intressantesten finde ich wirklich diese praktische Anleitung:
Zitat:
Schaut das Pferd an einen bestimmten Ort, tue ich das auch, GANZ KURZ. Während ich da kurz hin schaue einatmen, etwas Spannung aufbauen. Da ist nix..., ausatmen, entspannen und wieder dahin schauen, wo ich hin will und weiter gehen.


Ich hab nachgedacht, aber ich kann nicht sicher sagen wie das in der Herde läuft!
Es würde mich aber sehr intressiern!
Wenn es wirklich wichtig ist dem Pferd die Rückmeldung zu geben "ich habe es gesehen und es ist harmlos!" mache ich mit "da ist nix schlimmes *ignorier*" was entscheidend falsch!...
Denn nimmt mein Pferd etwas wahr und ich ignoriere das, weil ICH weiß "da ist nichts" könnte es sein dass es dann sagt "Du siehst es nicht? DA IST WAS! Guck hin Herdenchef ich warne dich!" und sich so weiter aufregt...
Oder das es eben meine Führungsqualität nicht anerkennen kann und merkt es muss die Entscheidung selbst treffen weil ich offensichtlich nicht zuverlässig bin (vielleicht alt und blind? Kichern )...

Denn ich weiß: Warnen darf in der Herde JEDES Pferd, die Entscheidung über die Handlung trifft der Herdenchef!...
Aber guckt der es sich dazu auch an? Oder intressiert ihn nicht wenn einer aus der Herde z.B. meint das ein Blatt wegen einem Puma geraschelt haben könnte, weil ER weiß "da ist nichts"...

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"Ich will alles daran setzen und mein Bestes geben, damit diese Pferde in ihrem freundlichen Wesen gut über mich urteilen und damit Harmonie walte, getragen vom Einvernehmen zwischen zwei Lebewesen."
Reitmeister Nuno Oliveira
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Onyx



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BeitragVerfasst am: 26.11.2011, 22:45    Titel:   Antworten mit Zitat

bin gespannt auf die Antwort da ich gerade ein Erlebnis mit einer Straußenherde hatte -.- Siehe meinen letzten Tagebucheintrag ^^
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Onyx



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BeitragVerfasst am: 17.12.2012, 20:54    Titel:   Antworten mit Zitat

möchte denn niemand auf diese Beiträge antworten? Im moment ist das nämlich auch wieder bei uns Aktuell- es machen uns beim Reiten in der Reithalle kreischende Fasane zu schaffen die sich neben der Halle manchmal aufhalten (offene Halle) - ALso ist für mein Pferd die ganze hintere Ecke aufregend und gefährlich.
Habe es mit Volten und Beruhigen aber auch ignorieren versucht, aber mein Pferd ist im Moment sowas von schreckhaft Traurig
Warscheinlich hätte ich von anfang an es so machen sollen wie WhiteCat es in dem Zitat beschrieben hat.
Das mit der "bösen Ecke" geht nämlich nun scho fast eine Woche lang -.-
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Antsche-Maus



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BeitragVerfasst am: 17.12.2012, 22:38    Titel:   Antworten mit Zitat

Ich mache es tatsächlich genauso, hab aber noch nie wirklich darüber nachgedacht. Wenn Antsche "guckt", lasse ich sie und gucke auch. Wenn nichts zu sehen ist, schaue ich wieder weg und gehe weiter (oder treibe sie wieder an, beim reiten). Manchmal geht das dann ein Paar mal so und dann ist es gut. Da ich es noch nie anders gemacht habe, hab ich keinen Vergleich. Ich habe aber den Eindruck, dass es Antsche Sicherheit gibt, dass ich auch nachsehe.
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Der Haflinger ist kein Pferd wie jedes andere - er ist ein Traum, geformt aus Schnee und Wüstenwind
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Onyx



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BeitragVerfasst am: 18.12.2012, 18:12    Titel:   Antworten mit Zitat

Manchmal gucken die Pferde ja wenn wirklich nichts großartig schlimmes zu sehen ist, aber manchmal fixieren sie auch eine Stelle wo vllt etwas war und haben regelrecht Angst davor- was macht ihr denn dann?
Das machen wir nämlich grade durch in der Halle- in der einen Ecke sind manchmal Fasana oder Tauben aber halt eben nicht immer- sobald wir uns der Ecke nähern wird der Rennschritt eingelegt und Volten enden in hektischem im Kreis gehen, damit das Pferd bloß diese böse Ecke fixieren kann. Was macht man in den Fällen wo es nicht damit gut ist, auch hinzugucken und zu sagen "Da ist nix" !?

Vorzugsweise haben wir solche Phasen immer zwischen Dezember und Februar, wenn das Wetter häufig wechselt und so- aber das ist ja keine Entschuldigung für alles! Traurig
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Antsche-Maus



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BeitragVerfasst am: 18.12.2012, 22:23    Titel:   Antworten mit Zitat

Mhhh...das ist ja schon was ganz anderes, als dieses Schauen draußen. Antsche hat sowas selten, aber wenn oder wenn ich mal ein anderes Pferd reite, reite ich einfach konsequent weiter und ignoriere das weitestgehend. Ich treibe das Pferd natürlich nicht mit Gewalt in die Ecke aber reite immer mal wieder in die Nähe, mal näher hin mal weiter weg, ohne mich groß drum zu kümmern, ob mal geguckt wird. Meist ist es dann irgendwann weg.
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Fia



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BeitragVerfasst am: 18.12.2012, 22:30    Titel:   Antworten mit Zitat

@ onyx: in solchen Fällen beschäftige ich meinen Whisky ganz viel. Mach viel Übungen und Lektionen und beweg mich langsam in die "gefährliche" Richtung. Am besten klappt es wenn ich seine Lieblingslektionen mach, also das was ihm Spaß macht. Das motiviert ihn und er ist abgelenkt, wenn es dann auch noch lob gibt freut es ihn noch mehr. Und plötzlich ist die gruselige Stelle nicht mehr schlimm.
Ob das jetzt bei jeden Pferd klappt weiß ich nicht Cool

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bla bla blubb
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Vera



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BeitragVerfasst am: 19.12.2012, 22:25    Titel:   Antworten mit Zitat

.......... das kenne ich noch von früher mit meinem Pferd Balzac, der auch in einer Hallenecke immer zu rennen oder scheuen anfing, so dass ich natürlich diese Ecke erst gemieden habe, weil er dann zu schnell wurde und ich Angst bekam.

Und da haben sich zumindest in meinem Fall auch die Gedanken durch meine Körpersignale auf mein Pferd übertragen. Ganz klar, weil ich dachte, oh, dahinten wird es gleich wieder "gefährlich", habe ich mich natürlich schon verkrampft und in die Richtung reiten hätte ich mir sparen können..........

Da muss man auch, glaube ich, bei sich selbst anfangen. Wie bei allem, muss man überzeugend sein, von innen heraus fest davon überzeugt sein, was man als ZIel hat bzw. dass die Ecke oder was auch immer harmlos ist. Das ist leicht gesagt, ich weiß! Aber alle, die mit Pferden zu tun haben, wissen auch, dass man lebenslang dazu lernt.

Wir bleiben dran!

Hoho

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Grüße aus dem hohen Norden!
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Onyx



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BeitragVerfasst am: 21.12.2012, 09:31    Titel:   Antworten mit Zitat

du sagst es Vera! Wir werden auch dran bleiben! Das letzte mal hab ich sie nun in der bösen Ecke longiert, da die Zeit zum Reiten zu knapp war - da hatte sie sich nur einmal kurz erschrocken als ne Taube flatterte aber sie hat sich relativ schnell wieder beruhigt - ich bleibe einfach mal dran und vllt gehört das einfach zu unserer Probleme im Winter müssen gelöst werden Phase Kichern
Ich hoffe nur es legt sich bald wieder da es einem schon ziemlich auf die Nerven gibt das Pferd nicht vernünftig bewegen zu können sondern sich an solchen Kleinigkeiten aufhalten zu müssen Abgedreht aaaaaber wir sehen zu!
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Noraja




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BeitragVerfasst am: 03.07.2013, 18:28    Titel:   Antworten mit Zitat

Hallo,

ich schaue auch nach und gebe Nora ein "Feedback". Am besten funktioniert ein kleines Zupfen am Zügel bzw. der anlegende Schenkel; dabei schenkt sie mir "ihr Ohr" und alles ist ok. Mittlerweile machen wir dies auch so automatisch ohne drüber nachzudenken.

Wenn sie wirklich mal was fixiert, Drache spielt und gar nicht mehr weiter will, (ist sehr sehr selten der Fall), bleib ich dran und fordere sie auf weiterzugehen. Durch meine Entschlossenheit - ohne Gewalt - da langt ein zweites Mal nachzufragen, ob sie nicht wirklich weiter möchte, weiß sie, wenn ich da hin will, kann es nicht so gefährlich sein.

Das Eckenthema kenn ich seeeeehr gut; sehe es aber so wie Vera. Ich hatte das Eckenproblem und nicht Nora. Wie wir aus der Nr. rausgekommen sind. Simpel und schwer zugleich. Ich habe abgegeben, d.h. meine RB ist geritten. Ein junger Mann, der sie immer rausgefordert hat, dort hinzugehen. Sie ist an der Herausforderungen gewachsen, hat gelernt, sie stirbt nicht, wenn sie tut was er sagt. Somit ist sie mutiger geworden, das ist eine Spirale, die in 2 Richtungen funktioniert.

Wenn sie ruhig geblieben ist, hat er gelobt und was anderes gemacht. Wenn sie gekapsert hat, dann gabe es nochmals die Ecke und andere Dinge, die sie nicht ganz so gerne mag. Mittlerweise haben wir 3 kein Eckenproblem mehr.

Ich weiß nicht, ob es richtig rüberkommt: Ich habe Blut und Wasser geschwitzt vor der Ecke, weil ich wusste, dann geht die Post ab und ich kann sie im Zweifel nicht kontrollieren; d.h. sie fatzt ab und rast durch die Halle, nicht weit, aber unkontrolliert. Als Tobi anfing, sie in die Richtung zu reiten, hatte ich Panikattacken am Boden und sah ihn fliegen. Doch er flog nicht. Sie raste auch nicht, es war meine Vision, die sie antrieb, die Ecke schlimm zu finden. Mit ihm war die Ecke anfangs suspekt und wurde immer weniger gefährlich.

Nun haben wir getauscht und die Ecke war ihr wieder suspekt, d.h. sie war wieder vorsichtig und sehr sehr flott in der Ecke. Ich habe dann leider 6 Monate pausieren müssen in der Zeit habe ich total abgegeben und siehe da, die Probleme sind weg.

D.h. nicht, dass du sie nicht mehr reiten solltest - nur das meistens das Problem vom Mensch aufs Tier übergeht.

LG und viel Glück und Kraft
Ingrid
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Onyx



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BeitragVerfasst am: 06.07.2013, 14:50    Titel:   Antworten mit Zitat

Hallo Ingrid!
Ein schöner Beitrag deinerseits! Ich muss sagen im Moment haben wir gar keine Probleme, aber irgendwie ist das Gekasper auch meist in den Wintermonaten. Aber auf jedenfall ist da was dran, die eigene Stimmung überträgt sich auf das Tier!

LG ! Hoho
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