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Pferd chippen lassen oder nicht?   

 
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Manu



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BeitragVerfasst am: 30.03.2011, 09:08    Titel: Pferd chippen lassen oder nicht?   Antworten mit Zitat

Hallo, hier ein Text, den ich per Mail bekommen habe. Bin da doch ein bißchen skeptisch. Was meint ihr denn dazu?
LG in die Runde von Manu


13.03.2011 - Demonstration einer RFID-Chip-Zerstörung sorgte für
Medienrummel am Trakehner-Stand auf der Equitana

Veröffentlicht:
18 März 2011 12:00

Wie mittlerweile allgemein bekannt, arbeiten die Tiererkennungssysteme mit
passiven RFID-Transpondern. Diese passiven RFID haben keine

eigene Spannungsversorgung sondern reagieren auf elektromagnetische Impulse.
Das bei der Identifikation/ Kontrolle verwendete Lesegerät

baut ein elektromagnetisches Feld auf, welches die Antenne des RFID-Chips
empfängt. In der Antenne, welche als Spule dient, wird durch
Induktion Strom erzeugt. Dieser aktiviert den Mikrochip im RFID Tag. Durch
den induzierten Strom wird bei passiven Tags zudem ein
Kondensator aufgeladen, welcher für dauerhafte Stromversorgung des Chips
sorgt.
(Quelle: www.wikipedia.de)

Wie alle elektronischen Geräte arbeitet auch das Innenleben des
Tierkennzeichnungstransponders in einem definierten Spannungsbereich. Dieser
liegt mit 134,2 kHz im absoluten Niedriegfrequenzbereich. Würde man nun
diesen RFID-Chip zerstören wollen, so bräuchte man lediglich eine
hohe Spannung, die durch ihren Strom ein elektrisches Feld erzeugt. Der
Tiererkennungstranspoder, bzw. seine Bauteile werden durch eine
Überspannung für immer unleserlich gemacht. Jeder, der mal einen nahen
Blitzeinschlag erlebt hat, kennt das Ergebnis von Überspannung -
defekte PCs, implodierte Fernseher, etc.

Zur Erzeugung dieser Überspannung für einen RFID-Chip benötigt man gar nicht
viel! Bastler haben eine Bauanleitung für einen sogenannten
RFID-Zapper bereits schon lange ins Internet gestellt. Ein Spezialist, zudem
Delegierter und Brenn- und Chipbeauftragter des Trakehner
Zuchtbezirks Rheinland, hat anhand dieser Anleitung das entsprechende
Equipement eingekauft, den Zapper nachgebaut, um die Chip-Zerstörung
live und in Farbe demonstrieren zu können. Die erste Präsentation erfolgte
zunächst im Rahmen der Delegiertenversammlung, dann vor einem
kleinen Zuschauerkreis anlässlich des Verkaufstages am 12.03.2011 - Einen
Tag später wurde er auf die Equitana eingeladen. Zwei Stunden
demonstrierte er am Stand des Trakehner Verbandes, erläuterte und erklärte.
Mit von der Partie waren der St. Georg, die Reiter Revue, das
Züchterforum sowie unzählige Vertreter der FN und der Zuchtverbände.

Unser Spezialist startet zunächst einmal mit was Handfestem. Eine eigens zu
diesem Zweck gekaufte Einwegkamera lässt ihr Leben. Im Inneren
der Kamera trifft der findige Bastler dann auf das Herzstück des nun in
Kürze entstehenden RFID-Zappers. Eine Platine, die den hochvoltigen
(330V) Blitzkondensator der Kamera enthält. Dieser findet seinen Platz nun
in einem Standardkunstoffgehäuse und wird mit einer
Standard-Batterie (ebenfalls Inhalt der 4,95 ?-Kamera) verbunden. Nach außen
verkabelt wird eine Spule aus lackiertem Kupferdraht. - Schon
ist der RFID-Zapper fertig!

Für den technisch Unwissenden platziert er nun alle Komponenten auf einer
technischen Zeichnung, die er eigens dafür angelegt hat. Spule
Chip - alles bekommt seinen fest zugewiesenen Platz. Das Lesegerät kommt zum
Einsatz, der Chip wird ausgelesen, die Funktion des Chips noch
einmal vor der Demo bewiesen. Dann legt er die Spannung auf die Spule des
RFID-Zappers. Kein Geräusch, keine Funken, aber der erneute
Leseversuch des Chips zeigt: Der Chip ist tot. Keine Funktion, keine
Information wird gesendet. Wäre er im Pferd injiziert, hätte das Pferd
nun bereits seine alleinige Identifikationsquelle verloren!!

Man muss den Gedanken weiter spinnen und auch an Kriminalität denken. Wären
nun kriminelle Energien am Werke, so könnte ein "nachgebauter
Chip" dem Pferd eine fremde Identität verschaffen. Denkt man an die
illegalen Importe aus den Ostblockländern, die uns erst Ende 2010 viele
Fälle von equiner Anämie bescherten, ist dies ein - vor allem in Hinblick
auf die Seuchenbekämpfung - erschreckendes Szenario!

Die immer wieder gestellte Frage: "Ist der Chip manipulationssicher?" ist
also die Falsche, denn der Chip als solches ist dies natürlich
schon, denn er kann nicht umprogrammiert werden. Aber er ist zerstörbar!
Somit kann eine Aufgabe nicht garantiert werden, nämlich die
nachhaltige und dauerhafte Kennzeichnung der Pferde. Diesen Anspruch kann er
nicht erfüllen, zu einfach lässt sich diese Kennzeichnung
eliminieren.

Auch ein weiterer durchgeführter Test stellt sich als hoch interessant
heraus! Einem guten dicken Stück Schweinekotelette wurde ein Chip
injiziert. Ein zweiter Chip wurde in gleichem Areal, jedoch weniger tief
injiziert. Das danach zum Einsatz kommende Lesegerät erkennt nur
den zweiten Chip - alleine durch diese Aktion ist Chip Nr. 1 zur
Identifikation nicht mehr geeignet.

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Caprivi
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BeitragVerfasst am: 30.03.2011, 19:19    Titel:   Antworten mit Zitat

Danke Manu für den interessanten Artikel.

Ich habe Rafaela chippen lassen. Das der Chip so leicht ausgeschaltet werden kann war mir neu. Gegen kriminelle kann man sich nur schwer wehren, aber so leicht sollte es nicht sein.

Ich habe ja noch den Equidenpass als Identifikationsmittel. Nur Tiere wie Rafaela bieten recht wenig individuelle Merkmale.

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Erst wenn der Reiter begreift, wie das Pferd den Menschen wahrnimmt,
entsteht ein tiefes Vertrauensverhältnis!
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Manu



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BeitragVerfasst am: 30.03.2011, 21:00    Titel:   Antworten mit Zitat

bitte.. Holger. Habs auch nicht gewußt. Wie sagt Fred: "Tiere können nicht falsch sein. Nu der Mensch kann mit seinem logischen Denkvermögen falsch sein und das berümte Messer hinter dem Rücken wetzen." Ich meine, das wird hier wieder ganz deutlich.
Warum müssen die Menschen so sein. Der Chip könnte doch sehr hilfreich sein.
Liebe Grüße in die Runde von Manu

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