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Round Pen Training   

 
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Rockerbraut*
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BeitragVerfasst am: 02.06.2010, 12:09    Titel: Round Pen Training   Antworten mit Zitat

Hallo,

da das Round-Pen-Training momentan sehr im Trend liegt, möchte ich mal eure Meinungen dazu hören.

Die einen Trainer sind überzeugte Vertreter dieser Methode, weil hier dem Menschen und dem Pferd neue Möglichkeiten offen stehen.

Aber andererseits hört man auch oft, dass das Pferd im Round Pen großem Stress ausgesetzt wird.

Zitat aus "Bodenarbeit- Pferdetraining an der Hand" von Christa Arz S. 123 :

"...Dieses Training basiert ... auf immensem psychischen Druck. Das Pferd wird aus seiner vertrauten Umgebung isoliert und durch JAgen auf beengtem Raum gezielt unter Druck gesetzt..."

Bin gespannt, was ihr davon haltet!

Liebe Grüße an alle
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_Tahira_



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BeitragVerfasst am: 02.06.2010, 13:24    Titel:   Antworten mit Zitat

Hallo,


also ich persönlich arbeite sehr viel im Round Pen...

Man kann durch die Arbeit im Round Pen eine bessere Kommunikation zu seinem Pferd und damit das Vertrauen aufbauen...

Ich bin sowieso eher ein Freund von Freiarbeit, weil so das Pferd selbst entscheiden kann und ich finde auch weniger Druck ausgeübt wird, als wenn jemand ständig am Halfter, Bändele oder sonstigen rumzieht... Es kann selber weichen, wenn es dem Pferd zu viel wird und trägt damit sehr stark und Bindung zwischen Mensch und Pferd bei... Vorallem lernt man selbst durch eigene Körpersprache mit dem Pferd zu kommunizieren... Außerdem hat es auch noch den positiven Effekt, dass das Pferd bewegt wird also ein guter Ausgleich zum Reiten darstellt... Man lernt durch das Round Pen und die Reaktionen des Pferdes auf einen, sich selbst besser kennen

also mach am Besten deine eigenen Erfahrungen und beobachte dein Pferd Lächeln

Liebe Grüße
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Caprivi
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BeitragVerfasst am: 02.06.2010, 13:43    Titel:   Antworten mit Zitat

Alles kann im Extremfall schädlich sein. So auch das Round Pen Training.
Allerdings muss man schon deutlich unterscheiden wie und was das Training ausmacht.
Auch die Bauart ist für den Stress entscheidend, und dabeimuss noch unterschieden werden, was in dem jeweiligen Round Pen gemacht wird.

Besonders fair sind die Pound Pen in Form des Honeycomb (Honigwabe).
Dabei sind vier Round Pen quadratisch angeordnet, die von einer weiteren Einfassung umschlossen sind. Die Mindestabstände sind bei allen Round Pen und der Ausseneinfassung mindestens 2,5 bis 3 Meter. Die Höhe der Einfassung ist nur ein halber Meter. das Ganze aus massiven Rundbalken. Macht man zu viel Druck hat das Pferd die Chance auszuweichen und dazu über die Abgrenzung springen. Wenn das Ganze auf einer grösseren, eingezeugten Ausbildungswiese passiert, muss man halt Laufen.
Durchlässe in den einzelnen Round Pen erlauben einem auch interessante Reitübungen.
das wäre das optimale Ausbildungsmittel, aber es reicht auch der einzelne Round Pen in dieser Form.

Ein geschlossenes Round Pen, mit hohen, blickdichten Wänden kann auch sehr gut genutzt werden wenn man mit Tieren arbeitet, die sehr leicht abzulenken sind.
Wer sein Tier im Round Pen jagt, wie manche es beim Versuch des Join Up machen, der macht etwas grundsätzlich verkehrt. Tiere unter Stress können nicht lernen, können nur gebrochen werden.

Also man muss sein Tier schon lesen können um die Tiere lernen zu lassen.

Und das Round Pen ist nur ein Hilfsmittel.

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Erst wenn der Reiter begreift, wie das Pferd den Menschen wahrnimmt,
entsteht ein tiefes Vertrauensverhältnis!
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Elfe



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BeitragVerfasst am: 02.06.2010, 14:42    Titel:   Antworten mit Zitat

Round Pen Training ist ja nicht gleich Round Pen Training Zwinkern

Ich arbeite nach Markus/Andreas Eschbach also sprich G. PonyBoy.
Bei der Arbeit Diskutiert man mit dem Pferd ohne Stress aus zu lösen und ich bin begeistert auf was für feine Körpersprachen das Pferd reagiert wenn man es richtig einsetzt, macht richtig Spaß sogar mit meiner Dominanten kann ich da jetzt richtig Diskutieren Mr. Green .
Mein Zwerg ist ja suuuper Ängstlich und man musste nur ein Seil in der Hand halten, ihn nach aussen schicken und er ist geflitz wie ein blöder und wurde Panisch. Jetzt habe ich mit ihn schon 3mal die Arbeit von den Eschbachs gemacht und es läuft mitlerweile klasse....kein flitzen mehr und er reagiert suuuper auf meine Körpersprachen und wird stück für stück lockrer Super !

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"...und ein Wiederspruch an sich ist der oft gehörte Satz: Besonders heikle, scharfe Werkzeuge gehören nur in Hände eines könners - der Könner sollte doch mit viel weniger viel mehr Wirkung erzielen, oder?!"

A. und M. Eschbach
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WhiteCat



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BeitragVerfasst am: 05.06.2010, 10:26    Titel:   Antworten mit Zitat

Zitat:
Ich bin sowieso eher ein Freund von Freiarbeit, weil so das Pferd selbst entscheiden kann und ich finde auch weniger Druck ausgeübt wird, als wenn jemand ständig am Halfter, Bändele oder sonstigen rumzieht... Es kann selber weichen, wenn es dem Pferd zu viel wird und trägt damit sehr stark und Bindung zwischen Mensch und Pferd bei... Vorallem lernt man selbst durch eigene Körpersprache mit dem Pferd zu kommunizieren... Außerdem hat es auch noch den positiven Effekt, dass das Pferd bewegt wird also ein guter Ausgleich zum Reiten darstellt... Man lernt durch das Round Pen und die Reaktionen des Pferdes auf einen, sich selbst besser kennen


Das sind für mich die Argumente die mich Freiarbeit als sehr wichtig und hilfreich ansehen lassen! Allerdings kann man die auch wo anders machen und muss nicht unbedingt einen RP benutzen!
Ich hab die Befürchtung das in einem Round Pen ein Pferd (je nach Bauart) schneller hektisch wird und Streß bekommt als z.B. auf einem Koppelabschnitt oder einem Picadero keine Ahnung wie man das schreibt *zu Tierverrückte schielt*.

Mein Ziel wird es immer sein so wenig wie möglich von allem zu brauchen, also so wenig Zäumung wie möglich, so wenig umzäunung wie nötig, so wenig Hilfsmittel wie möglich...
Ist schon ein wahnsinns Gefühl wenn einem ein Pferd völlig frei folgt und man es zu nichts zwingen kann und es doch tut was man wünscht! Wenn ich es auch bisher selten erleben durfte, so ist es doch das wo ich hin will und das ist ja Freiarbeit und in einem Round Pen stand ich noch nie dafür!

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"Ich will alles daran setzen und mein Bestes geben, damit diese Pferde in ihrem freundlichen Wesen gut über mich urteilen und damit Harmonie walte, getragen vom Einvernehmen zwischen zwei Lebewesen."
Reitmeister Nuno Oliveira
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Caprivi
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BeitragVerfasst am: 05.06.2010, 20:24    Titel:   Antworten mit Zitat

Den Stress macht doch nicht das RP an sich, sondern den Stress macht der Mensch mit falschen Hilfen, falschem Timing oder auch mit dem falschen Einsatz der Ausrüstung.

Egal welche Ausrüstung zum Einsatz kommt, das Pferd/Muli muss darauf vorbeeitet werden.

Und auch Freiarbeit kann stressig sein, egal wo, wenn der Mensch zu viel Druck macht oder einfach nur ein falsches Timing hat und damit das Tier verunsichert.

Effiziente Freiarbeit in der Reitbahn oder gar auf der Koppel setzt schon einige Vorbereiung vorraus genauso wie eine feine und sicherer Kommunikation auf grössere Distanz.

Auch am Halfter kann man sehr fein und stressfrei aggieren,

wenn mans kann!

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Elfe



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BeitragVerfasst am: 06.06.2010, 14:41    Titel:   Antworten mit Zitat

Mh also ich habe mal in einem Forum gelesen das z.B. bei Monty Roberts das Ziel sei beim RP-Training das des Pferd so zu sagen zu Stressen also so lange zu scheuchen bis es in diesen Panikzustand kommt und nur noch den einen Aussweg sieht sich auf den Mensch zu konzentrieren um ihm dann zu gehörchen und so aus der Lage wieder raus zu kommen. Grübeln also hab ich mal gelesen weil wie Monty Roberts es wirklich meint, weiß ich nicht.

Das wäre ja dann z.B. ein gelernte Methode in der man das Pferd dann stresst....

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A. und M. Eschbach
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Caprivi
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BeitragVerfasst am: 06.06.2010, 20:12    Titel:   Antworten mit Zitat

Der Join Up, wie auch das Anreiten und das Verladen, wie es MR in seinen Demos zeigt, wirkt für mich alles stressbasierend. Das wäre auch nicht RP-Arbeit wie ich es verstehe.
Ausserdem lässt das RP bei MR keine Flucht zu wie das Honey-Comb.
Ich bezweifel auch das bei diesen Methoden die Pferde nachhaltig lernen.

Und lernen, begreifen sollen die Pferde in dem sie selber die Lösung finden, und nicht in dem sie zu einem Ergebniss getrieben werden.

Der Vorteil eines ausreichend großen RP ist, dass es keine Ecke gibt in der sich das Pferd festmanöveriren kann. Wenn der Mensch sich korrekt verhält, kann das Pferd "flüchten", sich bewegen. Und Bewegung ist erst einmal Stressabbau.

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Dreamer





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BeitragVerfasst am: 26.06.2010, 14:34    Titel:   Antworten mit Zitat

Man soll sein Pferd eben nicht nur im Galopp durch den Round Pen jagen, sondern auch im Schritt kann man mit diesem Training sehr viel erzieln.Man merkt erstmal wie feinfühlig Pferde überhaupt sind und was richtige Kommunikation bedeutet.Für mich ist die Arbeit im Roundpen immer wieder faszinierend und sehr hilfreich!!
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