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Dr. Gerd Heuschmann   
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Caprivi
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BeitragVerfasst am: 13.03.2010, 13:51    Titel:   Antworten mit Zitat

Hallo Fabienne,
habe ich das richtig verstanden, es ist ein Zweitageseminar?
Dann wird sein Vortrag ja noch ausführlicher sein.

Vieleicht kannstDu nach dem Seminar auch so Kernaussagen zusammenfassen.
Ich möchte ja noch einige Aussagen zum Ausbilden und Reiten heraussuchen.

Unter den Maultierleuten kommt das Thema wieder hoch.
Ich denke da an seine Aussagen,
dass das Reiten auf der Vorderhand nicht schädlich sei, wenn das Pferd nur mit einem losen/schwingenden Rücken geritten wird., oder das der lose/schwingende Rücken wichtiger ist als Versammlung.
Er sagt aber auch, dass das Pferd für seine Aufgaben trainiert sein muss und wenn man das nicht kann, muss man die Anforderungen runterschrauben.

Wäre schön, wenn Du mal darstellst, wie Du ihn verstanden hast.

(Wenn ich das hier schreibe, raucht Dir wahrscheinlich schon der Kopf, und ihr sehnt Euch nach der Mittagspause. Mr. Green )

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Tierverrückte



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BeitragVerfasst am: 13.03.2010, 22:45    Titel:   Antworten mit Zitat

Hallo!

Hier der Bericht vom ersten Tag:
Ich bin ehrlich gesagt bis jetzt etwas enttäuscht... Unter einem zwei Tages Seminar hätte ich mir mehr Theorie erhofft. Heute saßen wir von 9-17.30 Uhr (mit Mittagspause) in der Reithalle verschiedene Pferde anschauen... Mit den Augen rollen Alle klassisch geritten. Also innerer Schenkel, äußere Hand etc. Alles sehr verständlich für mich Freizeitjuckler... Dann gab es nur zwei Stunden einen Vortrag und der interessante Teil (der nicht so im Buch steht) gibt es irgendwann beim nächsten Mal. Hätte mir echt mehr erwartet. Ist nicht gut ausgeschrieben gewesen finde ich. Morgen ist den ganzen Tag wieder reiten... toll... Dachte es kommt jeden Tag drei Stunden Theorie und danach noch etwas reiten... Motzkopf

So, jetzt zum eigentlichen Tag. Viele Pferde, darunter auch ein Maultier *zuHolgerschiel* wurden vorgeritten. Dr. Heuschmann hat sich auf die meisten selber gesetzt (auch auf das Maultier) und reitet mM nach auch gut. Konnte das jetzt nicht so beurteilen.
Viel ist er auf die Wichtigkeit des schwingenden Rücken und das freie Genick eingegangen. Gerade der Rücken muss locker sein und mitschwingen um ein Pferd gesund zu erhalten. Mit der Hand muss vorsichtig dosiert werden. Erst wenn das Pferd den Takt gefunden hat, geht es weiter. Das Pferd muss lange in Dehnungshaltung geritten werden, bevor es in die relative Aufrichtung geht. Das Pferd muss den Hals geben, man soll ihn sich nicht nehmen. Viele Probleme, auch die gesundheitlichen werden durch die Reiterhand und den Sitz gemacht. Er betonte auch immer wieder die Wichtigkeit eines unabhängigen geschmeidigen Sitzes.

Auch wichtig ist die Souveränität des Reiters, ebenso wie eine Linie in der Ausbildung. Lieber einmal mit der Gerte, wenn ein Pferd den Schenkel nicht annimmt und nicht tausendmal mit dem Schenkel die Hilfen geben.

Habe ihn danach nochmal wegen der Aufrichtung gefragt, denn in Dehnungshaltung ist die ja das Nackenband angespannt und der Rücken trägt. Wozu dann also die Aufrichtung. Er meinte, wenn der Rücken schwingt, muss ein Pferd nicht in Aufrichtung laufen. Die Aufrichtung und Versammlung sind dann für höhere Lektionen gedacht etc. Also, wenn ein Pferd mit dem Rücken schwingt, kann es den Kopf gerne entspannt vorne unten tragen!!! Ein Zeichen für mich auf dem richtigen Weg zu sein. (Jetzt muss mir nur mal noch jemand Gandas Rücken beurteilen, also ob der schwingt. Mal sehen, vielleicht schaffe ich es mir ihr ja mal noch zum vorreiten bei Dr. Heuschmann.)

LG, Fabienne (die etwas frustriert ist Verlegen )

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Lisa



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BeitragVerfasst am: 13.03.2010, 23:21    Titel:   Antworten mit Zitat

Ok, dann braucht man die Aufrichtung/Versammlung also nicht zur Gesunderhaltung. Gut zu wissen. Smile Wobei es auch Pferde gibt, die wenn man ihnen ihre Bewegungsfreiheit lässt, mit entsprechendem Alter und Fitness eine leichte Aufrichtung/Versammlung sogar (am losen Zügel) von selbst einnehmen.

Ist ja doof, dass das Seminar da scheinbar so wenig detailliert/falsch ausgeschrieben war. Da wäre ich auch enttäuscht, wenn meine Erwartungen so wenig erfüllt worden wären. Sad

Mich würde auch interessieren, wie man sieht, ob ein Pferd im Rücken schwingt oder nicht. Meine Schwestern, eine Freundin von ihnen und Tina behaupten das zu können. Naja jedenfalls haben sie schon Kommentare fallen lassen, wenn ein Pferd gelaufen ist, in der Richtung "der schwingt ja schön im Rücken" oder "der hält den Rücken total fest".
Hat Dr. Heuschmann vielleicht erklärt, wie man das sehen kann?
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Tierverrückte



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BeitragVerfasst am: 13.03.2010, 23:29    Titel:   Antworten mit Zitat

Nein, hat er leider nicht erklärt wie man das sieht. Ist denke ich Übungssache.
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Caprivi
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BeitragVerfasst am: 14.03.2010, 00:06    Titel:   Antworten mit Zitat

Dann Frage danach und sei ruhig "hartnäckig"

Im Vortrag hat er es mit Bildern im Trab erklärt. Das sieht man in der Paralellität des Hinter- und Vorderbein.

im Bild sieht man es am Beispiel einer Piaffe



Piaffe.jpg



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Tierverrückte



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BeitragVerfasst am: 14.03.2010, 22:03    Titel:   Antworten mit Zitat

@ Caprivi
Das bild hat er uns auch gezeigt. aber das beim Pferd in Bewegung zu sehen (gerade im Schritt) finde ich schon sehr schwierig.


So heute ging es in den zweiten Tag. Der Frust war wieder weg *g*!

Es wurden wieder die verschiedenen Pferde des Vortages geritten. Bei manchen sah man eine Verbesserung zum Vortag. Besonders angetan hat es mir ein Quarter, der von den Vorbesitzern nicht wirklich gut geritten wurde und einfach tot alles mehr oder weniger mitmachte... Richtig leblose Augen. Durch das Longieren mit Kappzaun (das er bei mehreren Pferden machte) wurde er lockerer und zum Ende hin kaute er unter dem Reiter ab (dies hat er am Vortag nicht gemacht). Dieses Pferd musste wieder zum Leben erweckt werden und er empfahl reiten mit viel Abewchslung (Gelände, Dualgasse etc.) und auf Anregung einer Teilnehmerin auch das Reiten ohne Gebiss, da er durch das Gebiss doch sehr abgestumpft war.
Ansonsten waren die Pferde bunt gemischt von ausbildungsstand her. Dr. Heuschmann war auch sehr angetan vom Maultier, das sehr schön lief und sogar zum Schluss über einen kleinen (50cm) Sprung ging.

Insgesamt konnte ich alle meine Fragen an Dr. Heuschmann stellen und sie wurden auch beantwortet. Er meinte auch gerade bei älteren Pferden (Ganda ist ja 20 Jahre) soll man nicht mehr so viel umstellen, da sie ihre Balance gefunden haben. Auch den Takt (für ihn der wichtigste Teil der Ausbildung) soll nicht mehr groß verändert werden. Leicht könnte man solche Sachen wie Anlehnung etc. aber noch anbringen.

Ich habe durch dieses Seminar die klassische Reitweise besser verstanden. Vieles fand ich gut und gut nachvollziehbar, ein paar Dinge haben mir nicht zugesagt und einmal musste ich kurz die Augen schliesen als Dr. Heuschmann ritt. Dr. Heuschmann ist für mich aber als klassischer Reiter bestimmt ein sehr fähiger Mann, der mit sicherheit vielen Pferden durch seine Arbeit und sein Reiten helfen kann. Ich würde auch jederzeit wieder ein Seminar mit ihm besuchen. Wenn Ganda und ich mal besser sind und sie gerne in den Hänger geht, würde ich sie ihm auch sehr gerne mal vorstellen und von ihm reiten lassen. Das würde ihn auch freuen mit baumlosem Sattel und ohne Gebiss Zwinkern !
Durch das Seminar lernt man auch welchen Weg man gehen sollte / könnte, wenn man sein Pferd klassisch ausbilden lassen will.

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Caprivi
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BeitragVerfasst am: 14.03.2010, 22:22    Titel:   Antworten mit Zitat

Danke für Dein Feedback, und schön dass der heutige Tag Dich versöhnt hat.

Mich hat Dr. Heuschmann mehr Tolleranz gegenüber der klassischen Reiterei gegeben und auch gezeigt, dass das Eine das Andere nicht ausschließt.

Isabella mit dem Maultier ist schon eine Gute, wie ich vermute. Sie hat mit ihrem Maultier nach parelli gearbeitet und auch Richtung Dressur. Könnte mir vorstellen, dass sie ein gutes Bild abgegeben haben. Sie macht mit dem Muli auch super Wanderungen durch die Alpen.

Die Paralellität kann man im Trab eigentlich recht gut erkennen, dazu kommt auch noch die Haltung des Schweif, und die Bewegung der Hufe.
Schau einfach mal hin.

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Sam





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BeitragVerfasst am: 14.03.2010, 22:35    Titel:   Antworten mit Zitat

Freue mich für dich, dass dir der zweite Tag besser gefallen hat Zwinkern.

Wieso musstest du die Augen schließen, als Dr.Heuschmann geritten ist?

Lg Sam
Winken
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BeitragVerfasst am: 15.03.2010, 21:03    Titel:   Antworten mit Zitat

Rüchwärtsrichten durch am Zügel ziehen finde ich halt nich so toll... Besonders wenn das Pferd sich wehrt und das Maul aufsperrt... Das sollte man erst mit einer Hilfe vom Boden aus üben mM nach. Das ist halt die Sache mit dem Gebiss. Da kommt man mir einfach zu leicht in den Schmerz rein. Das hat mir halt einfach weh getan und war mir auch nicht verständlich da er ja sonst auf ganz feines Reiten wert legt. Klar, das man vielleicht mal deutlicher werden muss, aber das war mir zu deutlich.
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Sam





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BeitragVerfasst am: 15.03.2010, 23:07    Titel:   Antworten mit Zitat

Achso, das ist halt wieder der große Nachteil am Gebiss Mit den Augen rollen .
Kann ich gut verstehen, dass du da nicht hingucken wolltest.
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Antonia



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BeitragVerfasst am: 20.03.2010, 15:37    Titel:   Antworten mit Zitat

ich finde, man kann das "im Rücken mitschwingen" v.a. gut im Trab sehen. Da federt das im Rücken eben so richtig mit. Besonders, wenn man im Vergleich dazu ein steifes Pferd sieht, wie das läuft und dass da die Bewegung ganz hart ist, erkennt man da deutlich den Unterschied. Einfach mal verschiedenen Pferde auf der Koppel etc. beobachten. Super !
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