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BeitragVerfasst am: 28.12.2008, 14:30    Titel: Europäischer Pferdeschutzbund   Antworten mit Zitat

Im Dezember 2008 wurde der Europäische Pferdeschutzbund von Fred Rai gegründet. Gerne kommen wir seiner Bitte nach und stellen Informationen dazu bei uns ein.

Quelle: Bitte des Präsidenten, www.rai-reiten.de

Zitat:
Liebe Pferde- und Tierfreunde,

seit 30 Jahren befasse ich mich mit der Verhaltensweise und Psyche der Pferde. Dabei kam ich zu der erschreckenden Erkenntnis, dass das Pferd wohl eines der ältesten, mit Sicherheit aber das am wenigsten verstandene Haustier ist. Das Pferd ist eines der wenigen Tiere, dem die Schöpfung keinen Schmerzlaut mitgegeben hat. Sie müssen Schmerzen stumm erleiden. Pferde können wiehern wie Hunde bellen, doch Hunde bellen nicht bei Schmerz, sie jaulen herzerweichend. Natürlich ist dieser fehlende Schmerzlaut in der Natur eine Chance zum Überleben, sonst würde ein verletztes Pferd seinen Feinden ankündigen, dass eine wehrlose Beute zu fangen ist. Leider habe ich als Erster in meinem Buch „Ohne Peitsche - Ohne Sporen“, das auf der Bestsellerliste stand, über den fehlenden Schmerzlaut geschrieben.Die Unfähigkeit der Pferde, bei Schmerzen zu schreien, führt dazu, dass sie in der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt in Schlachttiertransporten gequält, im Hochleistungssport gnadenlos überfordert und in der Haltung sträflich vernachlässigt werden können. Aus diesem Grund verdient der über Jahrtausende treueste Helfer des Menschen besondere Aufmerksamkeit, angemessene Behandlung und unseren besonderen Schutz.

Deshalb habe ich mit Gleichgesinnten den Europäischen Pferdeschutzbund ins Leben gerufen.
Wir sind nicht extrem. Wir meinen, dass der Mensch den ihm anvertrauten Tieren Leistungen abverlangen kann, die denen entsprechen, die auch die Natur bei einem Leben in Freiheit von ihnen fordern würde. Deshalb sagen wir „Ja“ zu fairer Leistungsanforderung, aber entschieden „Nein“ zur Quälerei. Der fehlende Schmerzlaut lässt Reiter und Tierfreunde die Grenze zwischen Leistung und Qual jedoch kaum erkennen. Eine der wichtigsten Aufgaben des Europäischen Pferdeschutzbundes ist es daher, das Fehlen des Schmerzlautes bei Pferden auf breitester Ebene zu veröffentlichen - zur Sensibilisierung der Pferdehalter, der Reiter und der Zuschauer bei sportlichen Veranstaltungen.

Eine weitere wichtige Aufgabe des Europäischen Pferdeschutzbundes ist, die unvorstellbar schrecklichen Schlachttiertransporte in den Süden von Europa zu unterbinden. Hier wird von den Pferden, die schon ihre ganze Kraft und Gesundheit den Menschen geopfert haben, in engen Fahrzeugen zusammengepfercht und ohne ausreichende Belüftung, Wasser und Futter, noch der Blutzoll tagelanger unmenschlicher Transporte abverlangt. Am Ziel werden die Pferde heute noch mit dem Hammer erschlagen. Oft genug bedarf es mehrerer Hiebe bis die armen aber stummen Kreaturen endlich von Todesangst und Qualen erlöst zusammenbrechen.

Es muss das Verantwortungsbewusstsein der Pferdehalter dafür geweckt werden, dass ein Pferd kein lebloses Sportgerät ist, das nach Gebrauch weggeworfen werden kann. Das Pferd ist vielmehr ein treuer Sportkamerad, der sich das bisschen Gras und Wasser im Alter durch stete und willige Leistungsbereitschaft verdient hat.

Es muss endlich Schluss sein mit diesen mörderischen und unfairen Hindernisrennen, wie sie beispielsweise alljährlich in Pardubice und beim Grand National in England stattfinden, wo gebrochene Beine und der Tod der Pferde den Zuschauern als Nervenkitzel dienen. Es darf nicht länger angehen, dass Reiter ihren sportlichen Ehrgeiz in Auswüchsen im Hochleistungssport befriedigen. Die Zahl der Hufrollenerkrankungen spricht Bände. An jährlich 10.000 Pferden wird der nicht heilende, sondern lediglich die Schmerzen unterbindende Nervenschnitt durchgeführt.

Das Tierschutzgesetz muss endlich dahingehend geändert werden, dass nicht nur erhebliche, sondern grundsätzliche Schmerzeneinwirkung bei der Haltung und beim Umgang mit Tieren verboten ist. Auch die Schutzrechte der Tiere müssen, wie auch im Bereich Umweltschutz erfolgreich praktiziert, von ihren Vertretern, den Tierschutzverbänden eingeklagt werden können.

Es bedarf der dringenden Aufklärung, dass Pferde nur in artgerechter Haltung mit täglichem freien Auslauf ihren natürlichen Bewegungstrieb ausleben können. Außerdem belegen neueste wissenschaftliche Erkenntnisse, dass Gebisse und Kandaren nicht nur schmerzhaft, sondern auch gesundheitsschädigend auf das Pferd wirken.

Für all diese notwendige Aufklärungsarbeit, für den Kampf gegen die schrecklichen Missstände brauchen wir Ihre Hilfe. Unterstützen Sie uns durch ihre Mitgliedschaft im Europäischen Pferdeschutzbund, sei sie aktiv oder passiv, damit der älteste und treueste Helfer des Menschen endlich die Anerkennung und Behandlung erfährt, die er in der Jahrtausende langen gemeinsamen Geschichte längst verdient hat.

Im Namen der Pferde danke ich Ihnen dafür von ganzem Herzen.

I h r
Fred Rai
(Präsident)
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BeitragVerfasst am: 28.12.2008, 14:31    Titel:   Antworten mit Zitat

Weitere Informationen aus der Info-Post, der offiziellen Zeitschrift der Bundesvereinigung für Rai-Reiten, Ausgabe IV/2008:


pferdeschutzbund_1.jpg



pferdeschutzbund_2.jpg



pferdeschutzbund_3.jpg


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BeitragVerfasst am: 02.04.2009, 20:53    Titel:   Antworten mit Zitat

Newsletter vom 2. April 2009:
Zitat:
Seit der Gründung des Europäischen Pferdeschutzbundes sind inzwischen drei Monate vergangen. Eine Zeit, in der sich bereits viel getan hat, worüber wir Sie in unserem ersten Newsletter informieren möchten.
Wir haben uns sehr über den Mitgliederzuwachs gefreut. Bis heute konnten wir neben jenen der Bundesvereinigung für RAI-Reiten auch viele neue Mitglieder gewinnen. Eine große Bestätigung haben wir außerdem durch einige Mitglieder erhalten, die eine aktive Mitwirkung im Europäischen Pferdeschutzbund angeboten haben, die von der Verteilung von Informationsmaterial bis hin zur Betreuung von Informationsständen und –veranstaltungen reicht. Für dieses Engagement danken wir ihnen sehr und werden diese Hilfe gerne zu gegebenem Anlass in Anspruch nehmen. Wenn auch Sie aktiv mitwirken möchten, können Sie sich jederzeit bei uns melden.
Diese positive Resonanz zeigt, dass der Europäische Pferdeschutzbund mit seinen Aufgaben und Zielen den momentanen Zeitgeist trifft, in dem ein Umdenken stattfindet und viele Menschen nicht mehr bereit sind, die zahlreichen Missstände im Umgang mit Pferden zu tolerieren. Wir sind sehr stolz darauf, gemeinsam mit unseren Mitgliedern ebenfalls einen Beitrag zu dieser Bewegung leisten zu können.

Ein wichtiger Bestandteil der öffentlichen Präsenz des Europäischen Pferdeschutzbundes ist die eigene Homepage, die unter www.pferdeschutzbund.eu zu finden ist und dem Besucher die Möglichkeit bietet, sich rund um den Europäischen Pferdeschutzbund zu informieren. Außerdem wurde ein Informations-Flyer entworfen, der sich zurzeit im Druck befindet und auch bald auf der Homepage angesehen und bei Bedarf runtergeladen werden kann.
Da ein aussagekräftiges Logo zur Repräsentation eines Vereins unerlässlich ist, haben wir es uns nicht einfach gemacht und nach mehreren Entwürfen und Änderungen nun das passende Logo zur Visualisierung des Pferdeschutzes gefunden, das auch oben abgebildet ist. Die das Pferd schützenden Hände sind sehr aussagekräftig und lassen die Ziele unserer Organisation erkennen.

Eine weitere essentielle Änderung betrifft die Formulierung unserer zentralen Aufgabe, der Verbreitung des fehlenden Schmerzschreies der Pferde. Die Bezeichnung „Schmerzlaut“ wurde dabei durch den Ausdruck „Schmerzschrei“ ersetzt. Die Kenntnis, dass Pferde bei Schmerzen in der Lage sind, ein kaum hörbares aber dennoch vorhandenes leises Stöhnen auszustoßen, hat Fred Rai zur Umformulierung dieses Begriffs bewegt. In Zukunft wird dieser neue Begriff auch in allen Bereichen seiner Lehre übernommen.
Um der elementaren Aussage des fehlenden Schmerzschreies der Pferde Nachdruck zu verleihen, wurde ein Artikel zu diesem Thema verfasst und mit der Bitte um Veröffentlichung an diverse Fachmagazine und Zeitungen versandt. In diesem Zusammenhang wurden auch die Redaktionen verschiedener Fernsehsendungen angeschrieben, um diesen Beitrag auch in die jeweilige Sendung aufzunehmen. Den Zeitpunkt der Veröffentlichungen werden wir Ihnen natürlich mitteilen.

Für eine Unterstützung aus Fachkreisen streben wir eine Zusammenarbeit mit Herrn Dr. Heuschmann an, der sich als Tierarzt seit Jahren gegen Quälereien im Pferdesport einsetzt und durch seinen kürzlich erschienen Film „Stimmen der Pferde“ eindrucksvoll bewiesen hat, wie entscheidend die Kenntnis um die Anatomie der Pferde für den Reiter ist, um ein Pferd schonend zu reiten.


Es haben sich auch schon einige Pferdefreunde und Reiter an uns gewandt, die Hilfe bei verschiedenen Fällen von Missständen bei Pferden gesucht haben. Durch unsere Beratung konnte das richtige Vorgehen bei Tierquälerei vermittelt bzw. Maßnahmen zur Verbesserung der Situation der Pferde eingeleitet werden. Generell gilt, dass Verstöße gegen das Tierschutzgesetz beim zuständigen Veterinäramt und der Polizei angezeigt werden können. Allerdings sollte dabei nicht vorschnell gehandelt, sondern gründlich geprüft und zunächst ein Gespräch mit den Verantwortlichen gesucht werden.
Vor wenigen Tagen hat uns eine außerordentlich tragische Meldung erreicht. Mehreren Pferdebesitzern wurden die Pferde gestohlen, die sie einer Frau aus Heide in Holstein als Beistellpferde für ihr altes und krankes Pferd zur Verfügung gestellt aber nie verkauft haben. Leider sind diese Pferde nun verschwunden und werden von den Besitzern gesucht. Dazu haben sie eine Homepage unter www.vermisste-pferde.com eingerichtet, die alle Informationen zu diesem Fall inklusive Medienberichten enthält und mit Bildern der Pferde bei ihrer Suche helfen soll. Um den geschädigten Pferdebesitzern zu helfen und gleichzeitig vor dieser Frau bzw. ihrer Methode zu warnen, geben wir diese Information an unsere Mitglieder weiter und bitten um einen kurzen Blick auf die oben genannte Seite. Vielleicht ist jemandem das eine oder andere Pferd aufgefallen. Des Weiteren werden wir auch einen Link zu dieser Seite auf unserer Homepage einrichten.

Neben den definierten Aufgaben und Zielen möchten wir unseren Mitgliedern auch die Möglichkeit geben, sich untereinander auszutauschen. Dazu werden wir in Kürze die Rubrik „Mitglieder informieren Mitglieder“ auf unserer Homepage einrichten. Dabei können uns interessante Themen oder Berichte rund um das Thema Pferd im Rahmen der Interessen des Europäischen Pferdeschutzbundes gemeldet bzw. zugeschickt werden, die wir nach vorheriger Prüfung in der genannten Rubrik veröffentlichen werden. Wir werden natürlich auch auf interessante Berichte in Fachzeitschriften aufmerksam machen und Sie können uns diese ebenfalls gerne melden. Damit möchten wir die relativ unüberschaubare Vielfalt der unzähligen wertvollen Informationen aus Zeitschriften, Fernsehen usw. bündeln.

Die Meinung unserer Mitglieder ist uns sehr wichtig, denn sie bilden die entscheidende Grundlage zur Wirksamkeit unserer Ziele. Deshalb möchten wir Sie alle abschließend ermuntern Anregungen an uns zu richten, um den Europäischen Pferdeschutzbund zu einer effektiven, großen Lobby zum Wohle der Pferde aufzubauen. Helfen Sie uns dabei auch, indem Sie Ihre Freunde und Gleichgesinnte als Mitglieder werben.

Wir bedanken uns dafür im Namen der Pferde und grüßen Sie herzlichst
Fred Rai (Präsident) und Sandra Christian (Vorsitzende)
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