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Süddeutsche Karlmay-Festspiele

Patrick Baindl-Fröbe   

 
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Charissima
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BeitragVerfasst am: 03.08.2008, 17:26    Titel: Patrick Baindl-Fröbe   Antworten mit Zitat

Aus dem Münchener Merkur vom 6. Juni 2008:

Ganz der Großvater
Gert Fröbes zwölfjähriger Enkel Patrick gibt bei den Süddeutschen Karl May-Festspielen sein Schauspiel-Debüt


Patrick wollte nur ein Autogramm haben. Doch als Fred Rai, der Intendant der Süddeutschen Karl May-Festspiele den aufgeweckten Jungen frage, wie er hieße, fiel der Name "Fröbe" - und die Steine kamen ins Rollen. Es war Gert Fröbes Enkel, der vor dem Gründer der Westernstadt in Dasing bei Augsburg stand. Rai musterte beim Unterschreiben der Autogrammkarte den Buben genau und fragte sich, ob der Junge wohl das Talent seines Großvaters geerbt habe? "Gert Fröbe war einer der größten Mimen überhaupt", schwärmt Rai. Spontan lud er Patrick zum Casting ein und merkte schnell: Sein Instinkt hatte ihn nicht getäuscht. Patrick Baindl-Fröbe war genau der Richtige für die Rolle des Indianerjungen Petaga in der neuen Produktion "Im Tal des Todes", die am 5. Juli Premiere feierte.

Ein prominenter Opa, der acht Jahre vor Patricks Geburt verstarb, ist für den Zwölfjährigen aus Eurasburg (Landkreis Bad Tölz/Wolfratshausen) kein Grund, sich etwas einzubilden. So stellte das neue Ensemblemitglied am ersten Tag klar: "Der Name Fröbe ist schon bekannt, Baindl muss erst berühmt werden".

Wie bekannt sein Opa war, das erfuhr Patrick erst als Kindergartenkind, erzählt er: "Die anderen sagten, dass mein Opa im Wald leben würde und ganz böse sei", erinnert er sich. "Weinend und ganz aufgelöst kam der Patrick damals nach Hause", fügt Mama Beate Fröbe hinzu. Des Enkels eigenes Bild vom Opa stimmte so gar nicht mit den gemeinen Behauptungen der anderen Kinder überein. Doch die Mutter konnte ihren Sohnemann beruhigen: Seine Freunde hatten Wirklichkeit und Film durcheinander gebracht und hielten Patricks Opa für den Räuber Hotzenplotz, eine von Fröbes legendären Rollen. So lernte Patrick, dass es sein Opa war, der es als "Goldfinger" mit James Bond aufnahm oder mit Handpuppe ausgerüstet in "Es geschah am helllichten Tag" das Kinopublikum in Angst und Schrecken versetzte. Ähnlich wie Mama Beate, die den Beruf der Physiotherapeutin dem der Schauspielerin vorzog, möchte der Sechstklässler am liebsten Auto-Designer werden. "Ich male gerne Autos und finde die Karosserie toll", sagt er. Ausschließen möchte Patrick es aber nicht, irgendwann in die Fußstapfen seines Großvaters zu treten. Dafür spricht allein sein heutiger Auftritt: Obwohl der junge Akteur erst selten sein ledernes Indianer-Kostüm getragen hat und stark geschminkt ist, zupft er nicht einmal unsicher an seiner ungewohnten Kleidung herum oder stört sich an den langen Kunsthaaren. Der blonde Gymnasiast, der gerne Schlagzeug spielt, hat sich in Petaga verwandelt.

Um sich für seine Auftritte einzustimmen, hat sich Patrick Karl-May-Filme mit Piere Brice angeschaut. Doch besser kennt der Zwölfjährige Michael Herbigs "Der Schuh des Manitu". Er sei ein großer Bully-Fan. "In einem seiner Filme mitzuspielen, das wäre mein Traum", verrät Fröbe junior. Mama Beate will ihren Sohn indes zu nichts drängen. "Aber wir haben schon geahnt, dass in Patrick ein Talent schlummert", erzählt sie. Lachend fällt ihr da ein, wie ihr ein Patient erzählte, dass ihm in der S-Bahn ein Junge auffalle, der nur mit einem Handpuppenspiel die Fahrgäste zum Lachen bringe. Da wusste sie genau, dass dieser Improvisationskünstler nur ihr eigener Sohn sein konnte. Wie andere Mamas ihre Kinder bei Hobbys wie Fußball- oder Tennisspielen unterstützen, konzentriert sich auch Beate Fröbes mütterlicher Einsatz auf das Chauffieren. Jedes Wochenende fährt sie Patrick zur Probe in die Dasinger Western-Stadt. "Ich habe mich mittlerweile sogar von der Taxifahrerin zur Stallmeisterin bei den Proben hochgearbeitet", erzählt sie.

Neben richtigen Profis auf der Bühne zu stehen, schüchtert Patrick nicht ein. Lieber hole er sich zum Beispiel von Horst Janson ein paar Tipps, der als "Old Firehand" an der Seite des edlen Häuptlings Winnetou (Matthis M über die Festspiel-Prärie galoppiert. "Meine Lieblingsstelle ist gleich die erste Szene mit Winnetou", verrät Patrick. Und ertönt die typische Winnetou-Musik, dann sei es einfach ein "geiles Gefühl", auf der Freilichtbühne zu stehen.

Wenn überhaupt, dann geht Patrick auf Abstand zu den 25 anderen Mitspielern, den Pferden. Ich habe ein bisschen Angst vor ihnen, aber es wird immer besser", gesteht er. Um einiges mehr als für den Text, den der Indianer-Darsteller im österlichen Skiurlaub mit der Hilfe seiner 15-jährigen Schwester paukte, musste Patrick üben, um wie ein "waschechter Indianer" aufs Pferd zu steigen. "Und dynamisch wieder abzusteigen". Selbst die Zügel in der Hand hat er nicht. Da vertraut er auf die gleichaltrige Zoe Howard aus Augsburg, die im Stück die Farmerstochter Nancy spielt. Doch wer ein Schauspieler im bayerischen Wilden Westen ist, der ist ganz selbstverständlich nach den Proben im Pferdestall anzutreffen. Wenn Patrick aus seinem Kostüm geschlüpft ist, hilft er dabei, seine vierbeinigen Kollegen abzusatteln und zu bürsten. Star-Allüren würden die ihm nicht verzeihen. Doch sind die Pferde erst mal versorgt, wird Patrick Zeit haben, Autogramme zu geben. Denn danach wird er bestimmt gefragt werden.
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